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Albvorland
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Böden im Albvorland
Pararendzina aus Mergel- über Kalkstein (Numismalismergel-Formation, Schwarzjura γ)
(Element 1 von 19: Bild)
Bild: Pararendzina Schwarzjura gamma TB_n_15
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Diese flachgründigen und zu Trockenheit neigenden Böden kommen meist nur kleinflächig an Hangversteilungen und auf schmalen Scheitelbereichen im Unterjura-Hügelland vor. Sie sind mit noch flacheren Bodenprofilen vergesellschaftet, bei denen die Kalksteine bereits weiter oben im Profil auftreten (Rendzina). In der Regel werden sie durch extensives Grünland oder Wald genutzt.
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Böden im Mitteljuragebiet

Bild: Mitteljura-Plateau bei Gosheim TB_n_8
Mitteljura-Plateau bei Gosheim
(© LGRB, Autor: K. Rilling)
Die zwischen den Ton- und Mergelgesteinen im Mitteljura eingelagerten härteren Karbonatgesteine bilden oft markante Plateaus, wie hier bei Gosheim im südwestlichen Albvorland

Die tönernen Füße der Alb

Die Schwäbische Alb wurde in der Literatur schon als „Riese auf tönernen Füßen" bezeichnet. Damit wird auf die bei Durchfeuchtung quellfähigen Tongesteine im oberen Mitteljura angespielt, die Rutschungen auslösen und die hangenden Weißjurakalksteine nachstürzen lassen können. Bodenbildend treten die höheren Mitteljuraschichten an den Hängen oft gar nicht in Erscheinung, sondern sind von Gesteinsschutt des Oberjuras überdeckt. Wo dieser fehlt sind meist zweischichtige Böden mit tonigem Unterboden verbreitet (Braunerde-Pelosol, Braunerde). Der Mitteljura im Anstieg der Alb besteht aber nicht nur aus Ton- und Mergelgestein. Eingelagerte härtere Karbonatgesteine (Kalksandstein, Eisenoolith, Eisensandstein) führen zur Bildung von Stufenflächen und Plateaus. Auf ihnen sind je nach Untergrund lehmige, tonige oder flachgründige und stark steinige Böden entwickelt (Braunerden, Pelosole, Rendzinen).

Eine sehr mächtige Tonsteinabfolge (Opalinuston-Formation) ist im untersten Abschnitt des Mitteljuras vorhanden. Sie bildet den Fuß der Alb und ein z. T. weit ins Vorland hinausreichendes Hügelland, das mit Wiesen und Wald bestanden ist. Typisch für diese Landschaft sind tief entwickelte Tonböden (Pelosole), die in Flachlagen und Mulden schnell vernässen (Pseudogleye). In bewaldeten Gebieten, die nicht oder wenig von historischer Bodenerosion betroffen waren, besitzen die tonigen Bodenhorizonte eine 20-40 cm mächtige lösslehmhaltige Deckschicht. Entsprechende zweischichtige Böden werden als  Braunerde-Pelosol oder als Pelosol-Braunerde bezeichnet.