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NSG Neuffener Hörnle
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Neuffener Hörnle
Das Neuffener Hörnle (Ldkr. Esslingen)
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Bild: Neuffener Hörnle
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Blick von Hohenneuffen auf den alten Steinbruch Hörnle und seine Umgebung. Aufgrund der großen horizontalen Erstreckung des Aufschlusses von über 700 m ist ein guter Einblick in den geologischen Aufbau dieses landschaftlichen Bereiches möglich.

Der Steinbruch ist aus Sicherheitsgründen eingezäunt. Vor seiner Ausweisung als Naturschutzgebiet diente er von 1902 bis 1974 als Rohstoffquelle für das Nürtinger Zementwerk. Die gravierenden Landschaftsveränderungen bedingt durch den Abbau, führten zeitweise zu erheblichen kommunalpolitischen Konflikten. Die sog. "Tälesbahn", die im Juni 1900 für den Personenverkehr zwischen Nürtingen und Neuffen eröffnet wurde, sorgte seither auch für den Transport der Kalksteine in das Nürtinger Zementwerk.

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Naturschutzgebiet Neuffener Hörnle-Jusenberg

Bild: Neuffener Hörnle (Ldkr. Esslingen)
Naturschutzgebiet Neuffener Hörnle (Ldkr. Esslingen)
(© RP Stuttgart, Autor: Klotz)
Blick in das heutige Schutzgebiet Neuffener Hörnle mit ausgedehnten Sickerwasser-Tümpeln am Hangfuß. Das Feuchtbiotop ist Lebensraum von Gelbbauchunke, Grasfrosch und Erdkröte. Im Hintergrund die in mehreren Stufen (Bermen) aufsteigende, aufgelassene Weißjura-Wand.

Das Neuffener Hörnle, auch Dettinger Hörnle genannt, wird geologisch vom Oberen Jura (Weißjura) aufgebaut und grenzt im Nordwesten an den Basalttuff des Vulkanschlots Jusi. Das 1997 ausgewiesene Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 48 ha und besteht aus zwei Teilen - dem stillgelegten Steinbruch am Nordhang des Hörnle und dem sich anschließenden Hangwald des Jusenbergs. Vor der Unterschutzstellung diente das Steinbruchgelände als Rohstofflieferant  für das Nürtinger Zementwerk.

Seit etwa 1980 entwickeln sich die Steinbruchflächen fast ohne menschliches Zutun. In dem ''Naturschutzgebiet aus zweiter Hand" hat sich ein weitläufiges Mosaik unterschiedlicher Lebensräume gebildet - vom extremen Trockenstandort in der Felswand bis zum Feuchtbiotop in der Steinbruchsohle. Dazwischen liegen Übergangsbereiche wie Schutthalden, Pionierrasen und Saumstrukturen aus Gehölzen (z.B. Esche, Weide). Der nicht vom Abbau betroffene Bergkamm wird vom Eichen-Trockenwald beherrscht, ein Relikt wärmerer Klimaphasen seit der letzten Eiszeit.

Die Vogelwelt im Steinbruch ist äußerst vielfältig. Bis zu 105 Vogelarten wurden bislang nachgewiesen, darunter Baumfalke, Wanderfalke, Kolkrabe und Uhu. Desweiteren bietet das felsige Gelände auch gute Lebensbedingungen für Zaun- und Bergeidechse sowie für zahlreiche Schmetterlingsarten wie z.B. Schwalbenschwanz, Kleiner Eisvogel und Spanische Flagge. Dazu kommen noch weitere Insektengruppen wie Schlupfwespen, Käfer und Wildbienen.