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Schwäbisches Keuper-Lias-Land

 

Schwäbisches Keuper-Lias-Land

 
Bild: Albvorland östlich Balingen TB_n_16
Albvorland östlich von Balingen (Zollernalbkreis)
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Blick vom Mitteljura-Bergland bei Balingen-Stockenhausen über das mit Obstwiesen und Wald genutzte Opalinuston-Hügelland und das Eyachtal bei Frommern.

 
Bild: 7619_t_l Blick vom Raichberg
Stufenhänge des Mittleren Albvorlands - Blick vom Raichberg nach Nordosten
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Der Raichberg (956 m ü. NN) ist eine markante Erhebung der südwestlichen Schwäbischen Alb in der Nähe von Hechingen (Zollernalbkreis).

 

 
Bild: Der Grafenberg
Der Grafenberg am Schönbuchrand (Ldkr. Böblingen)
(© RP Stuttgart, Autor: Klotz)

Streuobst und Steppenheide am Schönbuchrand; kleinräumiges Mosaik von Tier- und Pflanzengesellschaften mit einer Vielzahl von seltenen und bedrohten Arten. Der Grafenberg war 1969 das erste Naturschutzgebiet im Landkreis Böblingen. Den Anlass, das Gebiet unter Schutz zu stellen, gab das Vorkommen der Ungarischen Platterbse, einer an extreme Trockenheit angepassten Steppenpflanze, von der in Deutschland bislang nur drei Standorte bekannt sind.

 

Die Keuperhöhen und die Liasplatten des Albvorlandes bilden eigentlich eigenständige Einheiten, sind aber hier zum Schwäbischen Keuper-Lias-Land zusammengefasst, zu dem die Naturräume Südwestliches Albvorland, Mittleres Albvorland, Östliches Albvorland, Ries, Schönbuch und Glemswald, Stuttgarter Bucht, Filder, Schurwald und Welzheimer Wald und die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge gehören.

Die Keuperhöhen sind aus dem Schichtpaket des Keupers aufgebaut, das Albvorland aus dem des Schwarzen und Braunen Juras (Lias und Dogger). In diesen Schichtfolgen wechseln verwitterungsbeständige Sandsteinhorizonte, die als Stufenbildner hervor treten, mit leicht ausräumbaren Mergeln (Knollenmergel).

Besonders mächtig sind die Sandsteine im Nordosten des Landes entwickelt, während sie nach Süden abnehmen oder ganz fehlen. So setzen die Keuperhöhen erst am Mittleren Neckar ein und bilden eine nach Nordosten immer breiter werdende, eigenständige Landschaftserscheinung.

Der Glemswald bildet im Norden eine hohe, bewaldete Stufe, der Westrand ist durch die Buchten von Glems und Schwippe stark gegliedert. Das Talsystem löst in den Randbereichen die Sandsteinhochflächen in rundliche Rücken auf. Die Täler sind durch Wiesenbänder und aufgestaute Stillgewässer gekennzeichnet.

Der südliche Schönbuch wird im wesentlichen durch den zusammenhängenden Waldgürtel gekennzeichnet, der westliche Traufbereich ist hier durch Obstbau geprägt. Der Schönbuchrand bildet nach außen eine mehr oder weniger geschlossene Einheit, die Hochfläche wird nach innen durch die Flüsse Aich und Schaich durchflossen. In den Flusstälern herrschen frische Mergelböden vor.

Nördlich der höchsten Erhebung des südlichen Schönbuch, dem Bromberg (580m), schließt sich der nördliche Schönbuch an, der von einer wenig herausgehobenen Scholle gebildet wird, auf der die Liasplatten zum Teil erhalten geblieben sind. Nach Osten bildet eine bewaldete Bruchstufe die Grenze zu den Fildern. Je nach räumlicher Ausdehnung werden die Liasplatten mit guten Lößlehmflächen für den Ackerbau genutzt oder sind waldbestanden. In den Tälern von Aich und Schaich sind weite Terrassen ausgeräumt, in denen mehr sandige Böden dominieren.