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NSG Isteiner Klotz
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Isteiner Klotz
Blick auf den Isteiner Klotz und die Rheinaue
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Bild: Isteiner Klotz und Rheinaue
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Das Südostende des Oberrheingrabens ist durch den auffälligen Isteiner Klotz geprägt. Das einzige oberflächlich anstehende Oberjura-Gestein (Malm) in der Rheinebene. Der hohe Karbonatgehalt der Kalksteine des Isteiner Klotzen veranlasste zum intensiven Abbau des Gesteins. Daneben sind Teilflächen des Isteiner Klotz auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
NSG Isteiner Klotz:
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Klima am Isteiner Klotz

Innerhalb der klimatisch begünstigten Bereiche Südwestdeutschlands nimmt das Gebiet um den Isteiner Klotz eine Sonderstellung ein. Bekanntlich existiert hier eine Wärmeinsel, so wie am Kaiserstuhl auch. Die steilen, vegetationsarmen Kalkfelswände des Klotzen führen vor allem auf der Südwestseite je nach Dauer der Sonneneinstrahlung zu deutlich erhöhten Wärmeverhältnissen.

Die Öffnung der Landschaft nach Südwesten zur Burgundischen Pforte lässt häufig warme Luft aus dem Mittelmeerraum einfließen. Hinzu kommt noch der gelegentlich auftretende Alpen- und Juraföhn, der sich insbesonders während der Südwetterlagen einstellt. Dann sind sogar während des Winters zeitweise Temperaturen bis zu 18°C keine Seltenheit. Die Anzahl der Früh- und Spätfröste ist gegenüber der freien Rheinebene geringer. Auch Schneefälle sind hier selten, - generell ist das Gebiet am Isteiner Klotz etwas niederschlagsärmer als andere Bereiche der Vorbergzone.

Zwischen Mai und August herrschen in trockenheißen Phasen auf dem Sporn des Isteiner Klotz Temperaturen wie sie sonst nur von den Mittelmeerländern bekannt sind. So wurden mikroklimatisch stellenweise Bodentemperaturen von über 70 ° C bei wolkenloser Sonneneinstrahlung nachgewiesen.Während der herbstlichen Nebelperiode ragt der erwärmte  „Isteiner Klotz“ meist aus der Nebelmasse heraus.

Bild: Isteiner Klotz
Isteiner Klotz - seine kahlen, steilen Felswände speichern die Wärme
(© Autor: RP Freiburg)
Die steilen, vegetationsfreien Felswandflächen speichern Wärme.