Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Bild: Goldshöfer Sande nördlich von Aalen (Ostalbkreis)
Goldshöfer Sande in der Sandgrube am Burgstall, nördlich von Aalen (Aufn. 1985)
(© LGRB, Autor: T. Huth)

Die im Raum Aalen/Ellwangen auf den Höhen des Schwarzen Jura und des Opalinuston vorkommenden „Goldshöfer Sande" sind Ablagerungen eines danubischen Flussnetzes, das im Pleistozän durch den Kocher-Brenz-Einschnitt in die Donau entwässerte und dessen Einzugsgebiet südlich des heutigen Keuperstufenrandes zu suchen ist. Entsprechend bestehen die Ablagerungen aus umgelagerten Keupersedimenten, überwiegend Mittel- und Grobsanden des Stubensandstein.

Hinsichtlich ihrer Ablagerungsform und -geschichte stellen die „Goldshöfer Sande“ ein einzigartiges erd- und landschaftsgeschichtliches Dokument in Baden-Württemberg im Bereich der heutigen europäischen Wasserscheide dar. Zeugnisse aus dem Altquartär sind äußerst selten; ein vergleichbarer Geotop mit Schutzstatus existierte bislang nicht.

Zur Beurteilung der Schutzwürdigkeit der „Goldshöfer Sande“ aus geowissenschaftlicher Sicht wurden 1995 vom ehemaligen Geologischen Landesamt (GLA) sämtliche Bewertungskriterien herangezogen, wie sie der Leitfaden der Geologischen Dienste der Bundesrepublik Deutschland „Arbeitsanleitung Geotopschutz in Deutschland“ (AD-HOC-ARBEITSGRUPPE GEOTOPSCHUTZ 1996) vorgab. Auch wurde empfohlen, im Bereich einer ehemaligen Abbaustelle einen künstlichen Aufschluss zu schaffen und diesen für Exkursionen sowie für künftige Forschungen offen und uneingeschränkt zugänglich zu halten.