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Bodensee-Impressionen
Molassefelsen (Heidenhöhlen) bei Überlingen - Goldbach (Bodenseekreis)
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Bild: Heidenhöhlen bei Überlingen, Molasse
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Die Heidenhöhlen bei Überlingen - Goldbach befinden sich in einer ca. 400 m langen und über 20 m hohen Felswand mit Steilabfall zum Bodensee. Die Reste der durch Menschen angelegten Höhlengänge werden im Volksmund auch als "Heidenhöhlen" bezeichnet.

Das als "locus typicus" geltende Aufschlussprofil zeigt massigen, weichen Sandstein, der das Mineral Glaukonit enthält und als sogenannte Heidenlöcher-Schichten den unteren Teil der Oberen Meeresmolasse (= tertiäre Schichtenfolge in der nördlichen Randsenke der Alpen) bildet. Die Gesamtmächtigkeit der Formation beträgt hier 65 bis 70 Meter.

Vor dem Bau der Eisenbahntrasse (Bodensee-Gürtelbahn) und der B 31 (alt) hatten die klippenartigen Felsformationen noch direkten Kontakt bis zur Uferlinie des Bodensees. Im Zuge der Baumassnahmen wurde der vordere Bereich der Felsen im Jahr 1895 komplett wegesprengt. Heute sind die Felsen als Naturdenkmal ausgewiesen und geschützt. Bis in das 16. Jh. befand sich vorort eine Brutkolonie des Waldrapps (Geronticus eremita).

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Bild: BodenseeWeb
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Der Bodensee – ein Landschaftselement, das unser Land prägt wie kaum ein anderes. Mit seiner riesigen Fläche von über 500 km2 bestimmt er nicht nur das Klima der ganzen Region und bietet Millionen von Menschen frisches und sauberes Trinkwasser, er vereint auch die Länder um das Seeufer im Bemühen um eine saubere Umwelt.

Drei Länder - ein See

Das Seeufer zieht sich durch Deutschland (173 km), die Schweiz (72 km) und Österreich (28 km). Bei Projekten der regionalen Entwicklung und in Umweltfragen arbeiten die Anliegerstaaten zusammen, denn ganzheitlicher Umweltschutz macht nicht an Verwaltungsgrenzen halt.

Mitte des letzten Jahrhunderts wurde eine bedenklich zunehmende Eutrophierung des Bodensees festgestellt, die durch eine übermäßige Belastung mit ungereinigtem Abwasser und dem damit verbundenen Anstieg des Phosphorgehalts im Seewasser verursacht wurde. Rasch war klar, dass der drohende Kollaps des Bodensees nur mit rigorosen, im gesamten Einzugsgebiet koordinierten Gewässerschutzmaßnahmen abzuwenden war. So gründeten zu diesem Zweck im Jahre 1959 Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und die Schweiz (Kantone St. Gallen und Thurgau) die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB). Das Übereinkommen über den Schutz des Bodensees gegen Verunreinigung vom 27. Oktober 1960 trat am 10. November 1961 in Kraft. Dieses bildet bis heute die völkerrechtlich bindende Rechtsgrundlage für die gemeinsam und paritätisch beschlossenen Maßnahmen zum Schutz des Bodensees und zur stetigen Verbesserung seines Zustandes.

Bodensee in Zahlen

Maximale Länge: 63 km
Maximale Breite: 14 km
Maximale Tiefe: 251 m (Tiefenvermessung 2015)

Meereshöhe: 395 m
Uferlänge: 273 km
Fläche: 536 km2
Rauminhalt: 48,5 km3 (= 48.500.000.000 m3)

Die IGKB hat anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens das Fachbuch "Der Bodensee - Ein Naturraum im Wandel" herausgegeben, das die Entwicklung des Sees über die letzten Jahrzehnte sehr anschaulich beschreibt. Interessierte finden dort eine Vertiefung der hier behandelten Themen.

Aktuell: Informationen über Projekt Projekt "Tiefenschärfe – Hochauflösende Vermessung Bodensee".