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Bild: Bodenseeklima
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Berüchtigt ist der Bodensee für seine plötzlichen Wetterumschwünge. Binnen Minuten können hier heftige Stürme und Gewitter losbrechen. Man tun gut daran, die gelben Sturmwarnlichter zu beachten, die in jedem Bodenseehafen stehen.

Durch die regulierende Wirkung seines großen Wasserkörpers beeinflusst der See auch die Temperaturen des Umlandes, wo es im Winter meist einige Grade wärmer ist als in anderen Gegenden.

Bodensee:
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Bodensee: Bodensee im Wandel

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Der Bodensee gestern und heute

 
Bild: Bodensee Zufluss
Bodensee Zufluss
(© Arbeitskreis KLIWA)

Zufluss: Alpenflüsse sind die Lebensadern des Bodensees (Durchschnittswerte 1951-2001)

 
Bild: Rheinsee zur Eiszeit
Rheinsee und Bodensee während der Eiszeit
(© ISF)

Der Urbodensee reichte im Eiszeitalter bis tief in die Alpen.

Der Bodensee ist ein Kind der Eiszeit. Sein Wasserhaushalt ist eng verbunden mit den nahen Alpen und ihren Gletschern, die mit ihrem Schmelzwasser besonders im Hochsommer und Herbst den Zufluss über den Rhein aufrechterhalten. Der See wirkt aber auch als Puffer. Ohne ihn wäre z.B. der Oberrhein noch viel stärker von Hochwasser bedroht.

Durch die Lage im Nordstau der Alpen und die Wirkung des Sees als Wärmespeicher hat sich in der Region ein spezielles Bodenseeklima ausgebildet. Die milde Witterung macht den Bodensee zu einem bevorzugten Gebiet für den Obst- und Gartenbau. Bei Föhn oder Gewittern kann es aber sehr unvermittelt zu gefährlichen Fallwinden und heftigen Stürmen kommen, die nicht zu unterschätzen sind. Da sich der heute abzeichnende Klimawandel auf den Alpenraum besonders stark auswirkt, wird auch der Bodensee von größeren Veränderungen betroffen sein.

Entstehungsgeschichte

Auch die Entstehung des Bodensees hängt eng mit den Alpen zusammen. Geprägt durch die geologischen Strukturen der Alpenauffaltung formten die Alpengletscher das Bodenseebecken während des Eiszeitalters (Pleistozän) in mehreren Vorstößen. Als sich vor etwa 16.000 Jahren der Rheingletscher nach der letzten Eiszeit (Würm) zurückzog, hinterließ er ein Gletscher-Zungenbecken, das sich mit Wasser füllte und den Bodensee in seiner heutigen Form entstehen ließ. Damals war der See noch fast doppelt so groß wie heute. Erst durch die Sedimente des Rheins wurde das Becken nach und nach aufgefüllt, so dass das Binnengewässer heute nur noch eine Fläche von ca. 536 km2 aufweist und seine Größe kontinuierlich abnimmt.