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Sedimentprobe im Labor
Sedimentschichten des Bodensees
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Erläuterung der sedimentierten Schichten eines Bohrkerns aus der Tiefenzone des Bodensees. 
Bodensee:
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Bodensee: Tiefenzone

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Sedimente am Seeboden

Bild: Bohrkern
Bohrkern

Bohrkern aus einer Sedimentprobe des Bodenseebodens

Was auf den ersten Blick wie eintöniger, brauner Schlamm aussieht, enthält in Wirklichkeit hochinteressante Informationen über die Geschichte des Bodensees: Sedimentproben sind wertvolle Informationsquellen für die Wissenschaft. Jahr für Jahr lagern sich am Boden des Sees dünne Sedimentschichten ab, etwa wie die Jahresringe bei den Bäumen. Die Sedimente bestehen aus:

  • Sand und Partikeln, die Zuflüsse wie der Alpenrhein in den See spülen,
  • Lebewesen und Schwebstoffen, die im See gebildet werden und später auf den Boden sinken, und
  • von Menschen eingetragenen Stoffen

Das Gedächtnis des Sees

Der Bodensee vergisst nichts: Seine Ablagerungen am Seeboden erzählen aus der Geschichte des Sees. Die unterschiedlich ausgeprägten Sedimentschichten vergangener Jahrzehnte enthalten Spuren chemischer Prozesse im Seewasser wie der Überdüngung im letzten Jahrhundert und zeugen von wichtigen Ereignissen wie etwa Hochwassern. Experten können z.B. durch abgelagerte Kieselalgenskelette auch Rückschlüsse auf frühere Lebensgemeinschaften im See ziehen, lange bevor es Gewässeruntersuchungen gab.

Übersicht:

2 Sedimente am Seeboden