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Uferrenaturierung
Zerstörte Ufermauern bei Langenargen
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Bild: Zerstörte Ufermauern, Bodensee
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Zerstörte Ufermauer bei Langenargen nach dem Hochwasser 1999: Mauern können Hochwasser und Sturm oft nicht standhalten.

Bodensee:
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Bodensee: Uferzone

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Wem gehört das Seeufer?

 
Bild: Renaturierung
Bodenseeufer, Renaturierungmaßnahme
(© IBK, 2001)

Renaturierungsmaßnahme am Bodenseeufer

 
Bild: Renaturiertes Seeufer
Renaturiertes Bodenseeufer bei Öhningen (Ldkr. Konstanz)
(© IGKB, Autor: Zintz)

Uferabschnitt bei Öhningen nach der Renaturierung. Begrünte Boden- und Kiesanschüttungen sowie Anpflanzungen von Schilf bewirken naturnahe Verhältnisse.

 

"Es ist allgemein bekannt, dass große Stücke des Bodenseeufers ein Opfer der neuen Zeit geworden sind. Wir sind im Begriff, den natürlichen See zu töten und seinen Leichnam in einen gepanzerten Sarg zu betten…. Nur allzu leicht entsteht ein Wettkampf um den See, und wenn sich wie bisher die einseitig wirtschaftliche Auswertung des Sees fernerhin durchsetzt, so wird der See schließlich diesen Interessen zum Opfer fallen."
Hans Schwenkel, 1926

Der bekannte schwäbische Heimatschützer Hans Schwenkel erkannte schon vor fast einem Jahrhundert den bis heute andauernden Nutzungskonflikt zwischen Ökonomie und Ökologie. Inzwischen versucht man, das geschundene Ufer stückweise der Natur zurück zu geben.

Zurück zur Natur

Auch wo dem See durch Baumaßnahmen in der Vergangenheit übel mitgespielt wurde, ist noch nicht alles verloren. Seit den 80er Jahren sind Planer und Wissenschaftler dabei, verbaute Ufer umzugestalten und naturnahe Uferbereiche aus zweiter Hand zu schaffen. Rund 26 km Bodenseeufer, davon 23 km in Baden-Württemberg, konnten inzwischen durch Renaturierungsmaßnahmen in einen naturnahen Zustand zurück versetzt werden. Pflanzen und Tiere der Uferzone kehren vielfach an die neu gestalteten Ufer zurück.

Der Bodensee ist Gewässer I. Ordnung und steht damit in der Ausbau- und Unterhaltungshoheit des Landes. Zur Finanzierung der Renaturierung stehen grundsätzlich die gleichen Finanzierungsinstrumente zur Verfügung, wie sie für gewässerökologische Maßnahmen an den Fließgewässern des Landes vorhanden sind.