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Uferbewohner des Bodensees
Fleischfarbenes Knabenkraut
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Fleischfarbenes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata)

Bodensee:
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Bodensee: Uferzone

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Nutzung des Seeufers

 
Bild: Yachthafen Langenargen
Yachthafen Langenargen (Bodenseekreis)
(© KIT, Autor: Düpmeier)

Langenargen liegt am Nordufer des Bodensees, etwa 8 km östlich von Friedrichshafen, an der Mündung der Argen auf einer weit in den Bodensee hineinragenden Landzunge (Schwemmkegel). Der Mündungsbereich des Flusses wird beidseitig von zahlreichen Liegeplätzen für Segelboote flankiert

 
Bild: Uferverbauung
Uferverbauung
(© IBK, 2001)

Verbautes Seeufer am Überlinger See

 
Bild: Badetourismus
Badetourismus
(© IBK, 2001)

Strandbad am Bodensee

Es ist eng geworden am Bodensee:
Gerade die Uferzone unterliegt einem enormen Nutzungsdruck. Vielerorts wurde die Natur verplant, besiedelt und betoniert. Große Teile der ökologisch wertvollen Schilf- und Strandvegetation fielen wirtschaftlichen Interessen zum Opfer. Zudem strömen im Sommer hunderttausende Ausflügler und Urlauber an den See und verlangen nach immer leistungsfähigeren Verkehrswegen. Es ist eine schwierige Aufgabe, hier alle Interessen unter einen Hut zu bringen.

Häfen und Schifffahrt

Wassersport ist beliebt am Bodensee. Aber Segler, Surfer, Kanuten und Freizeitkapitäne brauchen ihren Raum. Über 55.000 Boote sind am gesamten See gemeldet. Die meisten davon liegen in Yachthäfen, Bojenfeldern oder Trockenliegeplätzen, die große Flächen der ökologisch sensiblen Uferzone verdrängt haben. In allen größeren Seegemeinden gibt es außerdem Anlegestellen der "Weißen Flotte", die jährlich rund 4 Millionen Fahrgäste über den See befördert. Neben dem Uferverbrauch durch Häfen belasten die Abgase aus Schiffsmotoren das Seewasser. Dabei gelten am Bodensee aber die weltweit strengsten Umweltvorschriften.

Der Bodensee als Urlaubsort

Das attraktive Seeklima, die voralpine Landschaft und vielfältige Freizeitangebote machen den Bodensee zum Anziehungspunkt für Touristen. Fast 3 Millionen Übernachtungen werden allein in der baden-württembergischen Bodenseeregion pro Jahr gezählt. Hotels, Campingplätze, Strandbäder und Uferpromenaden nehmen große Teile des Ufers in Anspruch. Aber diese Touristenattraktionen sind ökologische "Wüsten" für Pflanzen und Tiere. Hier gilt es umzudenken. Heute wird zum Glück mehr Wert auf sanften Tourismus gelegt. Dabei steht auch das Naturerlebnis im Vordergrund. In zahlreichen Schutzgebieten bieten Naturschutzverbände ökologische Führungen an.

Mauern am Seeufer

Seit seiner Entstehung vor 15.000 Jahren siedeln Menschen an den Ufern des Bodensees. Schnell angewachsen ist die Bevölkerung allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute zählt der Großraum Bodensee 4,5 Millionen Einwohner. Sie alle brauchen Wohnhäuser, Straßen und Parkplätze. Die Folge: zwei Drittel des 273 km langen Ufers sind mehr oder weniger stark verbaut. In früheren Jahrzehnten hieß die Devise "je näher am See, desto besser", wie auch das Bild zeigt. Gerade am Überlinger See sind die Bausünden der Vergangenheit noch an vielen Stellen sichtbar. Derartig zubetonierte Uferstrecken sind ökologisch wertlos und verhindern das Versickern des Regenwassers.