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Bodensee
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Bodensee-Impressionen
Rekonstruierte Pfahlbauten am Bodenseeufer
(Element 14 von 14: Bild)
Bild: Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, Bodenseekreis
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Die ersten flächenhaften Untersuchungen bei Unteruhldingen fanden 1899 statt. In dieser Zeit war man noch auf niedrige Wasserstände des Sees angewiesen, da Tauchgeräte noch nicht zur Verfügung standen.

Bodensee:
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Bodensee: Seewasser

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Sauberes Wasser ist kostbar!

 
Bild: Bodenseewasserversorgung bei Sipplingen
Bodenseewasserversorgung bei Sipplingen
(© LUBW)

Der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung (BWV) ist ein in weiten Teilen Baden-Württembergs tätiges Fernwasserversorgungsunternehmen, das 180 Verbandsmitglieder (146 Städte und Gemeinden und 34 Wasserversorgungs-Zweckverbände) mit Trinkwasser aus dem Bodensee (hier: Überlinger See) beliefert. Etwa 4 Millionen Bürger beziehen ihr Trinkwasser von der BWV. Die Wasserabgabe beläuft sich auf jährlich etwa 130 Millionen Kubikmeter.

 

 
Bild: BWV Mikrosiebe
BWV Mikrosiebe
(© Bodensee-Wasserversorgung, 2003)

In der Filterhalle tritt das kühle Tiefenwasser zu Tage und wird durch riesige Mikrosiebe von Schwebstoffen befreit.

Nicht überall ist genügend Trinkwasser vorhanden. Besonders die Karstgebiete der Schwäbischen Alb sind Wassermangelgebiete, die zusätzliches Wasser aus anderen Regionen brauchen. Fast die Hälfte der Einwohner Baden-Württembergs ist darum an das Leitungsnetz der Bodensee-Wasserversorgung (BWV) angeschlossen. Mit einer Gesamtlänge von 1.600 km führt es bis in die nördlichsten Landesteile. Bis zu einer Milliarde Liter Wasser pulsieren täglich durch die Rohrleitungen der BWV und versorgen 3,7 Millonen Menschen mit frischem Trinkwasser. Insgesamt wird in den Anrainerstaaten an 18 Stellen Bodenseewasser entnommen. Pro Jahr sind das etwa 175 Millionen m3. Damit ist der Bodensee der größte Trinkwasserspeicher in Europa!

Woher kommt das Trinkwasser?

Sipplingen am Überlinger See: Hier gewinnt die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) das kostbare Nass durch drei mächtige Rohrleitungen in 60 Meter Tiefe. Dort ist das Wasser das ganze Jahr über klar und ca. 5°C kalt. Über hunderte von Kilometern transportiert die BWV ihr Wasser bis zu den Wasserhähnen der Verbraucher. Zuvor wird es aber in einer riesigen Filteranlage auf dem Sipplinger Berg gereinigt. Zum Schutz vor Keimen auf der langen Reise behandelt man es vorsorglich mit Ozon und geringen Mengen Chlor.

Gerechte Verteilung

Damit auch die wasserarmen Landesteile nicht "verdursten", betreibt die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) ein Netz von Fernleitungen mit einer Gesamtlänge von 1.600 km, das fast die Hälfte aller Haushalte in Baden-Württemberg mit Trinkwasser versorgt. Rund 75% der gesamten Trinkwasserentnahmen aus dem Bodensee fließen in das Netz der BWV.