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Institut für Seenforschung
Institut für Seenforschung - Eingangsbereich
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Bild: Institut für Seenforschung in Langenargen
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Das Institut für Seenforschung der LUBW mit Sitz in Langenargen stellt Arbeitsschwerpunkte und Ergebnisse sowie Fragen der Limnologie und des Gewässerschutzes am Bodensee und den übrigen natürlichen Seen in Baden-Württemberg dar.
Bodensee:
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Bodensee: Seenforschung

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Der Bodensee als Forschungsobjekt

 
Bild: Bodenexkursion 2005 (37), ISF, Bodensee
Auf dem LUBW, ISF-Forschungsschiff Kormoran (Juli 2005)
(© KIT, Autor: C. Düpmeier)

Ausfahrt des LUBW Forschungsschiff Kormoran. Im Hintergrund der Yachthafen von Langenargen (Bodenseekreis).

 
Bild: Donau-Schwebegarnele (von oben)
Donau-Schwebegarnelen (Limnomysis benedeni) leben auch im Bodensee
(© Hydra, Autor: P. Rey)

Die Donau-Schwebegarnele (Limnomysis benedeni) ist vom Schwarzen Meer aus, über die Donau eingewandert und wurde 1973 erstmals in Österreich nachgewiesen. Seitdem hat sie sich flussaufwärts über den Main-Donau-Kanal bis in die Niederlande und nach Frankreich verbreitet.

Im Bodensee trat die Schwebegarnele erstmals im Sommer 2006 auf. Bereits ein Jahr später kam die Art im gesamten Obersee vor. Mittlerweile ist sie in allen Teilen des Bodensees zu finden. In einigen Bereichen gibt es Massenvorkommen.

Die Tiere halten sich über Steingrund oder zwischen Wasserpflanzen auf. Bei der Wahl ihrer Nahrung sind die Krebstiere nicht wählerisch. Die Garnelen haben ein breites Nahrungsspektrum. Sie ernähren sich von Phytoplankton (aus Kieselalgen, Grünalgen, Goldalgen, Dinoflagellaten und Cyanobakterien) und filtrieren zerfallende organische Substanzen, also Reste abgestorbener Pflanzen und Tiere (Detritus).

 

Der Bodensee zählt heute zu den bestuntersuchten Gewässern der Welt. Viele grundlegende Forschungsarbeiten zur Gewässerökologie wurden hier in den letzten Jahrzehnten durchgeführt. Trotzdem birgt sein Ökosystem noch zahlreiche Geheimnisse. Die komplexen Zusammenhänge im See verstehen wir nur im Ansatz. Interdisziplinäre Forschungsprojekte sollen die Vorgänge im See und seinem Umfeld aufklären.

In der Bodenseeforschung wird momentan besonderes Gewicht auf die Untersuchung der Ufer- und Flachwasserzone gelegt. Wegen seiner ökologischen Bedeutung hat dieser Bereich großen Einfluss auf den Gesamtzustand des Sees. Hier findet beispielsweise der höchste Stoffumsatz statt. Gleichzeitig ist der Uferbereich aber auch stark von der verkehrstechnischen und touristischen Erschließung betroffen. Die Auswirkungen auf das Ökosystem Bodensee werden am ISF in Langenargen untersucht.

Das Institut für Seenforschung (ISF)

Seit 1920 steht der Ort Langenargen für die Gewässerforschung am Bodensee. So lange gibt es dort schon das Institut für Seenforschung, das heute zur LUBW - Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz gehört. Die Bodenseeforscher arbeiten dabei auch im Auftrag der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB).

Neben modernsten Gewässerlabors stehen ihnen dazu auch mehrere Forschungsschiffe zur Verfügung. Um die komplexen Abläufe im See zu erkunden, sind die verschiedensten Wissenschaften vertreten. Zu den Mitarbeitern des Instituts zählen Physiker, Chemiker, Biologen, Fischereifachleute, Geowissenschaftler und Informatiker.

Das Institut für Seenforschung bietet auch regelmäßig öffentliche Vorträge und Fachveranstaltungen an.