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Planktonorganismen
Goldalge (Dynobrion divergens)
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Bild: Goldalgen
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Die Goldalgen (Chrysophyceen) sind eine sehr vielgestaltige und im Bodensee häufige Gruppe. So bildet die Gattung Dynobrion Kolonien in Form kleiner Bäumchen. Bei der Wahl ihrer Nahrung ist diese Alge nicht zimperlich: Neben der für Pflanzen typischen Photosynthese lässt sie sich auch gerne Bakterien schmecken, die sie in ihre kleinen Becherchen einsaugt. Diese tierisch-pflanzliche Ernährungsweise nennt man auch "mixotroph".

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Bodensee: Pflanzen- und Tierwelt

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Plankton: Leben im Wassertropfen

Planktonorganismen unter dem Mikroskop

Das Wort Plankton bezeichnet die im freien Wasser treibenden Kleinlebewesen, die vor allem im Sommer zu Milliarden die oberen Wasserschichten bevölkern. Sehen kann man sie nur unter dem Mikroskop. Neben tierischen Planktonorganismen sind dies vor allem einzellige Algen, die durch ihre biologische Aktivität Sauerstoff erzeugen (Photosynthese).

In vielerlei Hinsicht haben sich die Planktonorganismen dem Leben im freien Wasser angepasst. Viele von ihnen lagern Öle oder Gase in ihren Zellen ein, damit sie nicht absinken. Schweben nennt man das im Gegensatz zum Schwimmen der Fische, die sich aktiv auch gegen den Strom bewegen. Das Plankton steht ganz am Anfang des Nahrungsnetzes im See und ernährt praktisch alle größeren Organismen.

Plankton auf Wanderschaft

Dank ihrer angepassten Anatomie können sich die meisten Planktonorganismen sowohl aktiv fortbewegen als auch durch Austarieren wie ein U-Boot vertikal durch unterschiedliche Wasserschichten navigieren. So begibt sich jeder an seinen Lieblingsplatz im See: Algen bilden häufig ganze Wolken in nährstoffreichen Buchten, viele Zooplankter richten sich in bestimmten Wassertiefen häuslich ein. Einige Arten, wie bestimmte Wasserflöhe legen auch tägliche Vertikalwanderungen an den Tag. Mit diesem Auf und Ab erreichen sie einerseits reiche Nahrungsgründe und entgehen zu anderen Tageszeiten dem Gefressen-Werden durch Abtauchen in die Tiefe.