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Hochwasser 1999
Bodensee-Hochwasser 1999, Uferzone des Eriskircher Ried
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Bild: Bodensee-Hochwasser 1999 (1)
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"Land unter" im Naturschutzgebiet ''Eriskircher Ried''. Das Strandbad ist 1999 nur noch schwimmend zu erreichen. Mit einem Scheitelwert von 5,12 m (Pegel Konstanz) erreicht das Hochwasser im Juni 2016 am Bodensee ähnliche Ausmaße.

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Bodensee: Hochwasser

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Hochwassermanagement und Wasserstandsregulierung

Der Bodensee ist auch heute einer der wenigen naturnahen und nicht regulierten Alpenseen. Das war nicht immer selbstverständlich. Schon seit über 100 Jahren machten sich Ingenieure der Anrainerstaaten Gedanken über mögliche Maßnahmen zur Kontrolle des Wasserstands am See. Die Vorstellung ist verlockend: Durch eine Staumauer am Abfluss des Hochrheins könnte das Austrocknen des Bodensees bei Niedrigwasserständen vermieden und die Rheinschifffahrt auch bei geringem Wasserstand aufrecht erhalten werden. Bei Hochwasser könnten dagegen die Schleusen geöffnet werden, um den Seespiegel abzusenken. Allerdings wären auch eine umfangreiche Vertiefung des Rheins und ein weiteres Wehr im Unterlauf notwendig, um ein vernünftiges Hochwassermanagement zu betreiben.

Regulierung des AlpenrheinsKlimabedingte Wasserspiegelschwankungen

Natur geht vor

In heutiger Zeit sind solche Baupläne endgültig vom Tisch. Die moderne Gesetzgebung verlangt die Einbeziehung der Naturschutzbelange in die Planungsverfahren und eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit. Der Nutzen, der sich durch eine Regulierung maximal erzielen ließe, ist gering im Vergleich zu dem massiven Aufwand, der zu treiben wäre und den ökologischen Folgen für die Uferbereiche. Man wird am Bodensee also weiterhin mit größeren Wasserspiegelschwankungen rechnen müssen.

Für solche Baumaßnahmen ist heute eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben, bei der die Auswirkungen vorab bewertet werden.

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

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