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Bodensee-Impressionen
Der Bodensee vom Pfänder (Vorarlberg) aus betrachtet
(Element 1 von 14: Bild)
Bild: Bodensee Überblick
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Abendstimmung am Pfänder (Vorarlberg)

Bodensee:
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Bodensee

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Das Wassereinzugsgebiet

 
Bild: Bodensee Einzugsgebiet
Bodensee Einzugsgebiet
(© LUBW, 2003)
 
Bild: Der Hinterrhein
Der Alpenrhein
(© ISF 2011)

Der unverbaute Alpenrhein ist noch ein naturnaher, ungezähmter Flusslauf. Aus den Alpen fließt im Winter nur wenig Wasser ab, da die Niederschläge meist als Schnee fallen.

 
Bild: Wasserkraftwerk, Bodensee
Wasserkraftwerk am Alpenrhein
(© ISF 2011)

Kraftwerke und Staustufen können mit Fischtreppen (im Bild rechts) für Fische durchgängig gemacht werden.

11.500 km2 Fläche
1.650.000 Einwohner (Stand 2015)
5
Staaten
50 %
des Einzugsgebiets über 1.500 m Höhe
372 m3/s
mittlerer Zufluss
230 m3/s Hauptzufluss Alpenrhein

Die größte Wassermenge liefert der Alpenrhein. Aus den Alpen fließt im Winter nur wenig Wasser ab, da Niederschläge meist als Schnee fallen. Zur Schneeschmelze im Frühjahr kann der Pegel des Bodensees um bis zu 3 m ansteigen! Die Alpengletscher und Stauseen im Oberlauf speisen den See auch im Sommer noch mit ausreichend Frischwasser. Veränderungen der Niederschlagsverteilung in Folge der Klimaerwärmung beeinflussen aber zunehmend auch den Bodensee.

Klimabedingte Wasserspiegelschwankungen

Wirtschaftliche Nutzung des Alpenrheins

Als größter Zufluss hat der Rhein erhebliche Auswirkungen auf den Bodensee. Nur etwa 1/3 der Zuflüsse stammen aus dem oberschwäbischen Voralpenland. Während die Wasserqualität des Rheins dank der fortschrittlichen Abwasserreinigung inzwischen sehr gut ist, beeinträchtigt aber seine wirtschaftliche Nutzung die ökologische Qualität noch stark. Neben dem Kiesabbau ist vor allem die Stromproduktion aus Wasserkraft und der damit verbundene "Schwall- und Sunkbetrieb" ein Thema.

Über 20 Speicherbecken reihen sich entlang der Zuflüsse des Alpenrheins. Seit die Elektrizität zunehmend als Spekulationsobjekt gehandelt wird, dienen die Wasserkraftwerke überwiegend zur Deckung der Spitzenlast, wenn der Strom am teuersten ist. Der sogenannte Schwall beim zeitweisen Turbinenbetrieb ist für die Gewässerorganismen sehr nachteilig. Wasserspiegel- und Temperaturschwankungen sowie ständige Änderungen des Sauerstoffgehalts und der Sedimentfracht machen den Pflanzen und Tieren schwer zu schaffen.

Besonders zur Verbesserung der Gewässerstruktur, wie es die Wasserrahmenrichtlinie fordert, bleibt noch einiges zu tun. So müssen Wanderungshindernisse für die Fische beseitigt und durchgängige Fischwege für den Auf- und Abstieg geschaffen werden, etwa in Form naturnaher Bäche zur Umgehung der Stauanlagen. Die im Bodensee lebende Seeforelle findet z.B. nur in den Zuflüssen geeignete Laichgewässer.