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Der Teckberg
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Burg und Berg Teck
Teckberg mit Burg (Ldkr. Esslingen)
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Bild: Der Teckberg mit Burg
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Das Gelände um den Teckberg weist eine Vielzahl unterschiedlichster Landschaftselemente auf, die in ihrer Kombination eine einmalig schöne Ausprägung zeigen. Das Naturschutzgebiet im Bereich der Teck wurde im November 1999 ausgewiesen und hat eine Größe von rund 386 ha. Die Schutzgebietsflächen verteilen sich auf die drei Gemeinden Bissingen (161 ha), Gde. Dettingen (22 ha) und Gde. Lenningen (82 ha) sowie auf die Stadt Owen (121 ha).

Der Teckberg:
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Übersicht

Der Teckberg

 

Der Teckberg - Wahrzeichen der Schwäbischen Alb

 
Bild: Der Teckberg (Ldkr. Esslingen
Teckberg, Hohenbol und Gelber Fels (Ldkr. Esslingen)
(© LUBW, Autor: M. Schöttle)

Der Teckberg vom Tal aus betrachtet. Der breite Sockel des Berges ist aus den Schichten des Mittleren Jura (Braunjura) aufgebaut. Links unten vorgelagert liegt der Vulkanembryo Hohenbol (Basaltschlot), der sich erst im Tertiär durch die anstehenden Jura-Schichten empor geschoben hat und rechts oben, als helle Fläche zwischen den Bäumen erkennbar, befindet sich der Gelbe Fels.

 

 
Bild: NSG Teck, Hohenbol
Vulkanschlot Hohenbol (Ldkr. Esslingen)
(© LUBW, Autor: M. Schöttle)

Der Hohenbol ist ein deutlich aus dem umgebenden Gestein (Brauner Jura bis Weißer Jura ) herauspräparierter Schlot des „Schwäbischen Vulkans“. Er liegt nordöstlich der Gemeinde Owen im Landkreis Esslingen unterhalb der Teck. An seinem Südhang ist in zwei aufgelassenen kleinen Steinbrüchen Basalttuff aufgeschlossen (s. helle Bereiche unterhalb des Vulkankegels). Beide Gesteinsaufschlüsse sind von naturkundlichem Wert und als Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten von großer Bedeutung. Naturschutzgebiet.

 
Bild: Feuerbölle
Aufschluss Bölle bei Owen (Landkreis Esslingen)
(© LUBW, Autor: M. Schöttle)

In dem bei Owen (Landkreis Esslingen) angeschnittenen Vulkanschlot Bölle (syn. auch Feuerbölle genannt) des „Schwäbischen Vulkans“ wurde der Aufschluss eines ehemaligen Basalt-Steinbruchs als Naturdenkmal ausgewiesen. An dieser Stelle befindet sich nachweislich das einzige bisher bekannte Vorkommen flüssigmagmatischen Gesteins der zahlreichen Schlote des Schwäbischen Vulkans aufgeschlossen.

 

Nahezu drei Kilometer springt der Teckberg (775 Meter über NN) nach Norden aus der Schwäbischen Alb hervor. Ein Sattel (610 Meter) trennt ihn vom steil ansteigenden Albtrauf beim Rauber und der Diepoldsburg nahezu ab. Den Westhang flankiert die weite Talmündung der Lenninger Lauter.

Der Berg überragt das Vorland um fast 400 Meter und ist von weither gut sichtbar. Hier ist zunächst der gleiche landschaftliche und geologische Aufbau wie am übrigen Albanstieg zu erkennen. Begehbar von allen Seiten, befahrbar von Owen her, beginnt der Teckberg von unten her bei 400 Meter Höhe mit einem eher sanften Anstieg durch Obstbaumwiesen und Hecken zu den offenen Heiden an den Parkplätzen Hohenbol, Hörnle und Bölle auf ca. 600 Meter Höhe. Danach folgt der bewaldete eigentliche Steilanstieg bis zur Burg oder bis zum Gelben Fels (771 Meter über NN). Diese horizontale Gliederung bildet auch den anstehenden Gesteinsuntergrund ab.

Der breite Sockel des Teckberges ist aus den Schichten des Mittleren Jura (Braunjura) aufgebaut. Am gratförmigen Bergrücken sowie im Kuppenbereich des Berges steht flächendeckend Oberer Jura (Weißjura γ) an. Die Juraschichten am Teckberg liegen ca. 40 Meter tiefer als am gegenüberliegenden Breitenstein. Diese Verwerfung verläuft am Ostrand des Teckberges und zieht sich am Engelhof vorbei in die Alb hinein.

Der Teckberg ist von zahreichen Zeugen des Vulkanismus umgeben. Wie Pflöcke stecken die Basaltschlote von Hörnle, Bölle und Hohenbol mit ihren Tuffröhren im Braunjurasockel des Teckberges und haben diesen dadurch vor der Abtragung bewahrt. Das harte Eruptivgestein wurde am Hohenbol und am Bölle bis 1933 abgebaut und vorort als Straßenschotter weiter verwendet.

Im Teckberg stecken noch zwei weitere Schlote. Der zum Sattelbogen abfallende südöstliche Bergsporn enthält einen kleinen Schlot von etwa 200 Meter Durchmesser, der wegen seiner Wasserundurchlässigkeit das fließende Wasser daran hindert, den Teckberg von der Alb abzuschnüren. Gut sichtbar ist auch der Vulkantuff an der Raubersteige hinauf zum Engelhof, wo am Steilhang ein Schlot von fast 500 Meter Durchmesser angeschnitten ist.

Die bekannteste Höhle des Teckbergs ist das Sibyllenloch, direkt unterhalb der Burg. Sie geht über den betretbaren Teil weit hinaus und steht mit dem vergitterten Höhleneingang auf der Ostseite des Teckfelsens in Verbindung. Zahlreiche Spalten führen nach oben, möglicherweise auch in den Burghof.

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