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Hörschbachschlucht
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Hörschbachtal
Vorderer Wasserfall in der Hörschbachschlucht bei Murrhardt
(Element 1 von 9: Bild)
Bild: Wasserfall Hörschbachklinge (Rems-Murr-Kreis)
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In der Hörschbachschlucht bieten sich entlang des Bachlaufs gute Einblicke in den Gesteinsuntergrund der Keuperberge. Das Bachbett liegt hier oft direkt in den anstehenden Gesteinen. Die harte Corbula-Bank im Gipskeuper (früher: "Engelhofer Platte") verhindert ein gleichmäßiges Einschneiden des Hörschbaches. So bildete sich der etwa 5 m hohe Wasserfall.

 

Hörschbachschlucht:
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Übersicht

Hörschbachschlucht

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Die Hörschbachschlucht bei Murrhardt (Rems-Murr-Kreis)

 
Bild: Hörschbachschlucht, Vorderer Wasserfall, Rems-Murr-Kreis
Hörschbachschlucht -Vorderer Wasserfall
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Aus ca. 5 m Höhe stürzt der Hörschbach in die Hörschbachklinge. Der Wasserfall sägt unablässlich an der harten Gesteinsunterlage, die im Laufe der Zeit hufeisenförmig zurückweicht. Am Fuße des Wasserfalls ist das Bachbett kreisförmig ausgekolkt.

 
Bild: Hörschbachtal
Hörschbachschlucht (Rems-Murr-Kreis)
(© LUBW; RP S, Autor: Klotz)

Der Bach formt aktiv die enge Schlucht.

Die Hörschbachschlucht im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald bietet dem Besucher eine ganze Reihe von natürlich entstandenen geologischen Aufschlüssen mit markanten Felsbildungen. Die verschiedenen geologischen Schichten mit feuchten, kalkreichen Standorten auf Mergel und nährstoffarmen, sauren Standorten auf Schilfsandstein sind der Grund für ein vielfältiges Mosaik verschiedener Pflanzengesellschaften, wie sie für die natürlichen Vegetation der Keuperklingen des Murrhardter Waldes typisch sind.

Mähderbach und Langenwaldbach bilden durch ihren Zusammenfluss den Hörschbach, dieser fließt unmittelbar nach seinem Entstehen durch die Schlucht, die schon früh die Menschen durch ihre Schönheit beeindruckt hat. So wie der Vordere Wasserfall, der ca. 5 Meter tief über die sog. "Engelhofer Platte" (= kompakte Steinmergelbank im Gipskeuper/ Mittlerer Keuper) herabstürzt. Die Engelhoferr Platte leistet der Erosion des fließenden Wassers deutlich mehr Widerstand als die darunter anstehenden weicheren Mergelschichten. Besonders beeindruckend ist der Anblick des Vorderen Wasserfalls im Winter, wenn er zu Eis erstarrt.

Der Hintere Wasserfall stürzt zunächst 3 m senkrecht über eine Schilfsandsteinstufe nach unten und fließt im Anschluss in mehreren Kaskaden weitere 12 m über die Schichten der Bunten Mergel in Richtung Murrhardt. Dort mündet der Bach in die von Osten kommende Murr. An den steilen Schluchthängen überwiegt Buche mit Bergahorn, Bergulme und Esche. Die Rutschhänge der Bunten Mergel und des Gipskeupers machen eine intensive forstliche Nutzung unmöglich.

Der schmale Talgrund des Hörschbachs ist gefüllt mit zahlreichen Schilfsandsteinblöcken, die im Laufe der Zeit von den Schluchthängen herabgestürzt sind. Frische Hangrutschungen deuten immer wieder auf die starke Erosionskraft des Wassers hin. Aus diesem Grund ist die Schlucht während der Schneeschmelze oder nach starken Niederschlägen  wegen möglicher Gefahren durch Hangrutschungen meist gesperrt.

Teilbereiche der Schlucht sind seit 1991 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zudem ist der Schluchtwald  als Schonwald ausgewiesen. Er soll sich ohne Eingriffe des Menschen auf natürliche Weise weiter entwickeln.

Übersicht:

1 Die Hörschbachschlucht bei Murrhardt (Rems-Murr-Kreis)