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Keuperbergland

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Waldberge, Reben und Rodungsinseln

 
Bild: Keuperberge Murrtal (Rems-Murr-Kreis)
Das Keuperbergland mit dem Murrtal bei Oppenweiler
(© LGRB, Autor: M.Weiß)

Im Vordergrund das teilweise von Lösslehm überdeckte und ackerbaulich genutzte Gipskeuperhügelland. Die südwestexponierten steilen Stufenhänge unterhalb der Burg Reichenberg tragen Streuobstwiesen. Rechts davon der breite Einschnitt des Murrtals. Im Hintergrund die Plateaus des Stubensandsteins.

Die Burg Reichenberg verdankt ihre Lage auf einem Vorsprung der Keuperstufe dem hier aufgrund der tektonischen Störungen der Neckar-Jagst-Furche weiter nach Südwesten hervortretenden Kieselsandstein.

 
Bild: Stromberg von Südwesten
Blick auf den Stromberg von Südwesten
(© LGRB, Autor: M. Weiß)
Im Vordergrund liegt das Gipskeuperhügelland mit seiner vielfältigen Nutzung aus Äckern und Obstwiesen auf den Hügeln, feuchten Talwiesen und den Laub- und Mischwäldern am Fuß der Schilfsandsteinstufe. Die südexponierten steilen Stufenhänge sind mit Reben bepflanzt. Die Hochflächen des Strombergs (Stubensandstein) im Hintergrund sind fast vollständig bewaldet.

Zwischen den Gäuflächen und der Schwäbischen Alb liegt das Keuperbergland. In seinem südwestlichen Teil etwa von Schwenningen bis Tübingen bildet die Schichtstufe des Mittelkeupers dabei nur eine schmale Landterrasse östlich des Neckartals. Mit Schönbuch, Glemswald und Rammert zeigt sich das Keuperbergland dann als eigenständige Landschaft. Unterbrochen durch die Filderebene entfaltet sich ab dem Schurwald östlich von Stuttgart bis zu den Löwensteiner Bergen östlich von Heilbronn und den Ellwanger Bergen im Osten die Vielfalt der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge. Westlich von Heilbronn liegen Strom- und Heuchelberg.

Den Übergang von den Gäulandschaften zu den Keuperbergen bildet das örtlich noch mit Lösslehm überdeckte Gipskeuperhügelland mit seinem unruhig-kuppigen Relief. Durch den mehrfach wiederkehrenden Wechsel harter Sandsteine und wenig widerstandsfähiger Ton- und Mergelsteine entstand die stark zertalte und am Rand z. T. mehrfach abgetreppte Keuperschichtstufe. Sie erhebt sich bis zu 200 m über die Gäuflächen. Während im näheren Einzugsgebiet des Neckars die Plateaus zu schmalen Rücken zerschnitten und die Täler häufig schluchtartig eingetieft sind, entwickelte sich nach Osten mit dem Übergang zum Flusssystem der Donau eine weiträumige schwach wellige Hochflächenlandschaft. Einige Vorkommen von Unterjura-Sandsteinen sind als Einzelberge oder Bergketten weithin sichtbar.

Aufgrund der wenig fruchtbaren Böden wurde das Keuperbergland in weiten Bereichen erst im Hochmittelalter besiedelt. Zur Zeit des Römischen Reichs verlief der Limes als Reichsgrenze zeitweise durch die Waldberge (Limes-Wachturm). Mit Ausnahme der dicht besiedelten Täler von Neckar und Rems wird das Gebiet auch heute von großen Waldflächen sowie von mit Äckern und Grünland umgebenen Dörfern geprägt. Im milden Klima zwischen Heilbronn, Stuttgart und Maulbronn nehmen Weinberge häufig die sonnexponierten Hänge ein. Daneben gehören ausgedehnte Streuobstwiesen zum Landschaftsbild.

Übersicht:

1 Waldberge, Reben und Rodungsinseln