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Landschaft und Böden im Neckarbecken
Die Felsengärten bei Hessigheim (Ldkr. Ludwigsburg)
(Element 1 von 19: Bild)
Bild: Felsengärten Hessigheim, Luftbild
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Neckarbecken:
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Ideal für Reben und Rüben

Bild: Klimakarte Baden-Württemberg
Klimakarte Baden-Württemberg
(© LUBW, Autor: JENDRITZKY, G. et al. (1990))
Regionale Temperaturverteilung in Baden-Württemberg:

Sehr warme Bereiche (rot) befinden sich in der Oberrheinebene, in Teilen des Hochrheins und im Neckarbecken. Kühlere Bereiche (blau) in den Hochlagen von Nord- und Südschwarzwald sowie auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu. Eine Kälteinsel stellt die Hochebene am Katzenbuckel im Odenwald dar. Die Oberen Gäue nehmen klimatisch eine Mittelstellung ein (gelbe bis weißliche Flächen).

Im Jahr 2003 ergaben sich neue Rekorde für die Anzahl klimatologischer „Sommertage“ (Temperaturmaximum mindestens 25 °C) und klimatologisch „Heißer Tage“ (Temperaturmaximum mindestens 30 °C). Im Oberrheingebiet registrierte man bis zu 53 solcher heißen Tage und bis zu 83 Sommertage in Freiburg i. Br. , d.h. nur an 9 der 92 Tage des Sommers wurde kein Sommertag verzeichnet.

 


JENDRITZKY, G. et al. (1990) : Methodik zur räumlichen Bewertung der thermischen Komponente im Bioklima des Menschen - das fortgeschriebene Klima-Michel-Modell. - Beiträge 114, Akademie für Raumforschung und Landesplanung.

Das Neckarbecken gehört zusammen mit dem Kraichgau und dem Oberrheinischen Tiefland zu den wärmsten Landschaften Baden-Württembergs. Es zeichnet sich durch geringe klimatische Unterschiede aus. In weiten Bereichen fallen im Jahreslauf durchschnittlich etwa 700 bis 750 mm Regen und Schnee. Nur am Anstieg zu den Keuperbergen und in der Backnanger Bucht am Ostrand des Neckarbeckens werden z. T. über 850 mm im Jahr erreicht. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen auf den Gäuflächen bei 8,5–9,5 °C. In den Tallagen, wie z. B. bei Heilbronn oder Stuttgart, steigen sie bis auf sehr warme 10 °C.

In weiten Teilen des Neckarbeckens herrschen allerdings ungünstige Luftaustauschbedingungen vor (geringe mittlere Windgeschwindigkeit, hohe Inversionshäufigkeit). Aufgrund der ingesamt hohen Emissionsmengen kann es so in Teilen zu kritischen Luftbelastungen kommen. Wegen der ausgesprochenen Klimagunst und den vorherrschend sehr fruchtbaren Böden wird im Neckarbecken ein großes Spektrum anspruchsvoller landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kulturpflanzen angebaut. Dagegen spielt die Rinderhaltung aufgrund des geringen Grünlandanteils nur eine untergeordnete Rolle