Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Bild: Vogelherdhöhle (Lonetal-Härtsfeld)
Vogelherdhöhle im Lonetal (Ldkr. Heidenheim)
(© LUBW, Autor: C. Ritter)

Die ca. 40 m lange Höhle bei Niederstotzingen-Stetten liegt an einem ehemaligen Umlaufberg der Lone.Die prägenden Gesteinformationen bestehen aus Massenkalken des Weißen Jura. Entdeckt wird sie im Jahr 1931 durch den Heidenheimer Heimatforscher Hermann Mohn. Bis dahin war die Höhle vollständig mit Jurakieseln, Schlamm und Bodensubstrat (Humus) verfüllt und in der Landschaft nicht erkennbar.

Die Vogelherdhöhle wurde über längere Zeiträume immer wieder von Menschen bewohnt. Belegt ist dies durch archäologisch wertvolle Funde wie z.B. Steinzeitwerkzeuge und Elfenbeinschitzereien (Höhlenlöwe, Wildpferd, Mammut). Die Fundstücke befinden sich heute im Schloßmuseum Hohentübingen. Mehrere Schautafeln informieren vorort über die kulturhistorische Bedeutung der Höhle.

Heutzutage hinterlassen hier Menschen häufig weniger nützliche Dinge. Die Installation eines Müllbehälters stört den Gesamteindruck des Kulturdenkmals erheblich, dennoch ist diese Maßnahme aufgrund der hohen Besucherzahlen absolut notwendig (Aufn. Mai 2008)