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Grube Anna-Elisabeth

 

Besucherbergwerk "Grube Anna-Elisabeth" in Schriesheim

 
Bild:  Besucherbergwerk Grube Anna-Elisabeth - Eingang
Grube Anna-Elisabeth - Schriesheim
(© M. Linnenbach)

Besucherbergwerk "Grube Anna-Elisabeth" in Schriesheim - Eingangsbereich. Der Bergwerksverein Schriesheim e.V. sorgt seit 1985 für den Erhalt und die Sicherung der ehemaligen Silbergrube.

 
Bild: Besucherbergwerk Grube Anna-Elisabeth - Tagstollen
Der Tagstollen
(© M. Linnenbach)

Der Tagstollen im Besucherbergwerk ist nach historischem Vorbild mit hölzenernen Türstöcken (Grubenholz) verbaut bzw. gesichert. Luftfeuchtigkeit und Temperatur haben einen großen Einfluss auf die Haltbarkeit von Grubenholz.

 
Bild: Köhnle-Brunnen bei der Grube Anna-Elisabeth
Köhnles-Brunnen bei der Grube Anna-Elisabeth (Rhein-Neckar-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Der Köhnles-Brunnen bei der Grube Anna-Elisabeth wurde im Angedenken an die Familie Köhnle errichtet. Der Mannheimer Gastwirt Ignatz Köhnle hatte das stillgelegte Bergwerksgelände mit dem dazugehörigen Sudhaus im Jahr 1904 erworben und zu einer Pension umgebaut. Ansonsten beließ er die Außenanlagen des historischen Bergwerks weitgehend in seinem Originalzustand.

Die Familie Köhnle starb im Jahr 1963 ohne jegliche Erbfolge aus. Das Bergwerksgelände und das Sudhaus gingen somit in das Eigentum der Stadt Schriesheim über.

Die Grube Anna-Elisabeth befindet sich am Branich im Osten Schriesheims, in einem engen Taleinschnitt des Kanzelbachs. Das Bergwerk wird 1473 erstmals urkundlich erwähnt und war mit mehreren Unterbrechungen bis 1817 in Betrieb. Im 15. und 16. Jh. diente es zunächst der Gewinnung von Silbererzen. Später wurde zeitweise Eisenvitriol gewinnbringend abgebaut und weiterverarbeitet.

Man geht inzwischen davon aus, dass die Entstehung des Bergwerks eng mit dem Bau der Strahlenburg, dem Wahrzeichen von Schriesheim, zusammenhängt. Die Erbauer und ursprünglichen Besitzer, die Ritter von Strahlenberg, finanzierten mit den Erlösen aus der Silbermine nicht nur die Errichtung der Burg sondern auch den Ankauf der umliegenden Ortschaften Altneudorf, Vorderheubach, Hinterheubach und Heiligkreuzsteinach. Bereits um das Jahr 1510 gingen die Silbervorkommen im Bergwerk deutlich zurück. Über mehrere Jahre sucht man erfolglos nach weiteren Silberadern bis das Bergwerk letztendlich 1545 geschlossen wurde.

Im Jahr 1701 wird der Bergbaubetrieb durch den pfälzischen Berghauptmann Johann Heinrich Stirezy wieder aufgenommen. Mit zwei Bergleuten gräbt er nicht mehr nach Silber sondern nach Vitriolerzen (z. B. kristallines Eisensulfat), das in vergangener Zeit zur Herstellung von Tinte benötigt wurde. Ein finanzieller Erfolg stellt sich zunächst nicht ein.

Erst 1780 stößt der sächsische Bergmann Eugen Schulmeister im hinteren Bereich des Bergwerks auf umfangreiche Vorkommen von Vitriolerz. Die hohe Qualität des Materials brachte der Grube über mehrere Jahrzehnte gute Gewinne. Interne Querelen und Unstimmigkeiten unter den Anteilseignern führten zu finanziellen Schwierigkeiten und letztendlich im Jahr 1817 zur endgültigen Schließung der Grube.

1904 erwirbt der Mannheimer Gastwirt Ignatz Köhnle das stillgelegte Bergwerksgelände mit dem dazugehörigen Sudhaus im Jahr 1904 und baut es zu einer Pension um. Ansonsten beließ er die Stollen und Außenanlagen weitgehend in seinem Originalzustand. Die Familie Köhnle starb im Jahr 1963 ohne jegliche Erbfolge aus. Das Bergwerksgelände und das Sudhaus gingen somit in das Eigentum der Stadt Schriesheim über. Seit 1985 sorgt der Bergwerksverein Schriesheim e.V.   für den Erhalt und die Sicherung der ehemaligen Silbergrube.

Anmeldung und Information

 

Besucherbergwerk "Grube Anna-Elisabeth"
Talstraße 157

69198 Schriesheim

Telefon: 06203-68167

Telefax: 06203-660186

E-Mail : fuehrungen@bergwerk-schriesheim.de

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