Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
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Baar, Wutachgebiet und Klettgau
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Typische Böden in der Baar, im Wutachgebiet und im Klettgau
Humoser Pelosol-Pseudogley aus Gipskeuper-Fließerde
(Element 1 von 29: Bild)
Bild: 7917_203 Humoser Pelosol-Pseudogley
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Dieser, im oberen Bereich auffallend dunkel gefärbte Tonboden befindet sich am Rand einer breiten ebenen Senke im bewaldeten Gipskeuper-Hügelland bei Bad Dürrheim. Es handelt sich um einen schwer durchwurzelbaren, zu Staunässe und Windwurf neigenden Standort. Das Material der obersten 23 cm des Profils ist weniger tonreich als der Unterboden und vermutlich in der Vergangenheit durch Bodenerosion in die Senke geschwemmt worden. Der darunter liegende schwarze Ton (II fAa-P-Sd) ist in noch früherer Zeit durch Humusansammlung bei zeitweiliger Versumpfung entstanden.

Baar, Wutachgebiet und Klettgau:
Weitere Informationen
 

Baar, Wutachgebiet und Klettgau: Klima

 

Kalte Baar und warmer Klettgau

Bild: Klimakarte Baden-Württemberg
Klimakarte Baden-Württemberg
(© LUBW, Autor: JENDRITZKY, G. et al. (1990))
Regionale Temperaturverteilung in Baden-Württemberg:

Sehr warme Bereiche (rot) befinden sich in der Oberrheinebene, in Teilen des Hochrheins und im Neckarbecken. Kühlere Bereiche (blau) in den Hochlagen von Nord- und Südschwarzwald sowie auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu. Eine Kälteinsel stellt die Hochebene am Katzenbuckel im Odenwald dar. Die Oberen Gäue nehmen klimatisch eine Mittelstellung ein (gelbe bis weißliche Flächen).

Im Jahr 2003 ergaben sich neue Rekorde für die Anzahl klimatologischer „Sommertage“ (Temperaturmaximum mindestens 25 °C) und klimatologisch „Heißer Tage“ (Temperaturmaximum mindestens 30 °C). Im Oberrheingebiet registrierte man bis zu 53 solcher heißen Tage und bis zu 83 Sommertage in Freiburg i. Br. , d.h. nur an 9 der 92 Tage des Sommers wurde kein Sommertag verzeichnet.

 


JENDRITZKY, G. et al. (1990) : Methodik zur räumlichen Bewertung der thermischen Komponente im Bioklima des Menschen - das fortgeschriebene Klima-Michel-Modell. - Beiträge 114, Akademie für Raumforschung und Landesplanung.

Mit relativ niedrigen Jahresniederschlägen und großen Temperaturschwankungen im Tages- und Jahreslauf weist das Klima der zentralen Baar kontinentale Züge auf. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt im westlichen Baarschwarzwald ca. 1000-1200 mm, nimmt zur zentralen Baar nach Osten hin auf ca. 700-800 mm ab und steigt im Osten im Bereich der Baar-Alb wieder auf ca. 900 bis über 1000 mm an. Das Niederschlagsmaximum liegt dabei deutlich im Sommerhalbjahr. Charakteristisch für die Baar ist die durch die Hochmuldensituation (ca. 700 m NN) bedingte Bildung von Kaltluftseen bei austauscharmen Strahlungswetterlagen und die damit verbundene Frosthäufigkeit bzw. Spätfrostgefahr. Daraus ergibt sich auch der Umstand, dass die Baar mit die niedrigsten Januarmittelwerte der Temperatur in Baden-Württemberg besitzt und nicht selten zu den Kältepolen Deutschlands zählt. Die Jahresdurchschnittstemperaturen betragen auf der Baar überwiegend zwischen 6 und 7 °C.

Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt auf den Hochflächen des südlich an die Baar anschließenden Wutachgebiets ca. 900-1100 mm und nimmt zum Klettgauer Tal hin auf 850-900 mm ab. Das Klettgauer Tal und das unterste Wutachtal gehören als tief gelegene (ca. 400 m NN) Seitentäler des Hochrheins mit 8-9 °C Jahresdurchschnittstemperatur zu den wärmebegünstigten Regionen des Landes.