Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Baar, Wutachgebiet und Klettgau
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Typische Böden in der Baar, im Wutachgebiet und im Klettgau
Humoser Pelosol-Pseudogley aus Gipskeuper-Fließerde
(Element 1 von 29: Bild)
Bild: 7917_203 Humoser Pelosol-Pseudogley
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Dieser, im oberen Bereich auffallend dunkel gefärbte Tonboden befindet sich am Rand einer breiten ebenen Senke im bewaldeten Gipskeuper-Hügelland bei Bad Dürrheim. Es handelt sich um einen schwer durchwurzelbaren, zu Staunässe und Windwurf neigenden Standort. Das Material der obersten 23 cm des Profils ist weniger tonreich als der Unterboden und vermutlich in der Vergangenheit durch Bodenerosion in die Senke geschwemmt worden. Der darunter liegende schwarze Ton (II fAa-P-Sd) ist in noch früherer Zeit durch Humusansammlung bei zeitweiliger Versumpfung entstanden.

Baar, Wutachgebiet und Klettgau:
Weitere Informationen
 

Baar, Wutachgebiet und Klettgau

Vorherige Seite Nächste Seite
 

Böden der Senken und Täler der Baar und im Wutachgebiet

 
Bild: Flussschlingen der Donau
Flussschlingen der Donau
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Im Vordergrund ist die Donauaue westlich von Geisingen-Gutmadingen mit Feuchtwiesen und naturnahen Mäanderbögen zu sehen. Dahinter folgt das überwiegend ackerbaulich genutzte Stufen- und Hügelland im Unterjura östlich von Donaueschingen-Pfohren.

 
Bild: Moorlandschaft in der Baar
Moorlandschaft im Naturschutzgebiet Birken-Mittelmeß - (Schwarzwald-Baar-Kreis)
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Im Übergang vom Unter- zum Mitteljura ist eine breite vermoorte Senke entstanden, in der früher Torf abgebaut wurde. Im Hintergrund ist die Baaralb mit dem Fürstenberg zu sehen.

Das Naturschutzgebiet befindet sich östlich der Großen Kreisstadt Donaueschingen (Ortsteil Pfohren) und ist bedeutender Lebensraum zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten sowie Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für gefährdete Vogelarten.

 

 
Bild: NSG Wutachflühen südlich von Achdorf
Wutachflühen bei Blumberg-Achdorf (Schwarzwald-Baar-Kreis)
(© Autor: K. Rilling)

Hohe Felswände der unterschiedlichsten Gesteinsformationen (z.B. Muschelkalk, Keuper) sowie naturbelassene Wälder prägen das Landschaftsbild im Naturschutzgebiet Wutachflühen.

Moore, sanfte Auen und wilde Schluchten

Bei Donaueschingen vereinigen sich Brigach und Breg in einer breiten Talebene zur Donau. Es dominieren Auenböden aus sandigen und lehmigen, humosen Hochwassersedimenten. Auch heute noch werden Teile der Donauaue oft überflutet. In den kleinen Seitentälern und am Neckar bei VS-Schwenningen finden sich Böden aus lehmig-tonigen Auensedimenten. Die Grundwasserstände sind dort wie auch an der Donau oft recht hoch, wurden aber vielerorts durch Entwässerung und Flussbegradigung abgesenkt. Das Mäandrieren der Bäche und Flüsse und das sehr geringe Gefälle hatte an vielen Stellen die Bildung tonreicher, oft schwarz gefärbter Stillwassersedimente zur Folge. Die darin entwickelten Böden weisen neben dem Grundwassereinfluss oft auch Staunässemerkmale auf. In flachen breiten Senken am Fuß der Schichtstufen, auf Wasserscheiden und in den Talauen kam es an zahlreichen Stellen zur Bildung von Mooren. Eines der größten ist das Schwenninger Moos, das Quellgebiet des Neckars. Die meisten Moore wurden durch Torfabbau und Entwässerung stark beeinträchtigt.

An den Steilhängen der Wutachschlucht finden sich entsprechend der Vielfalt der dort ausstreichenden geologischen Formationen auch eine Vielfalt verschiedener Böden, die aber wegen des geringen Alters der Schlucht und den verbreitet auftretenden Rutschungen und Abschwemmungen nur wenig entwickelt sind. Besonders in den felsigen Hangabschnitten finden sich nur Rohböden (Syroseme). In den Talsohlen der Wutach und ihrer Nebentäler besteht das Bodenmaterial aus lehmigen und sandigen, z. T. kiesigen Auensedimenten (Vega (Brauner Auenboden), Auengley). Auf den Talschultern über der Wutach- und Gauchachschlucht sind großflächig eiszeitliche Schotterablagerungen der „Feldbergdonau" verbreitet. Auf ihnen sind lehmige und sandige, z. T. stark kiesige Böden entwickelt (Braunerden, Parabraunerden).