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Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Truppenübungsplatz Münsigen (Altes Lager), Sitz des Biosphärenzentrums Schwäbische Alb
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Bild: Zufahrt zum Alten Lager, Münsingen
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Zufahrt zum Alten Lager Münsingen (Aufn. Juni 2017).

Bereits 1895 wurde auf dem Gebiet der „Münsinger Hardt“ ein Truppenübungsplatz für das XIII. Königlich Württembergische Armeekorps eingerichtet. Das weitläufige und relativ unbewohnte Geländes gab den Ausschlag für die Entscheidung zur Anlage des damaligen Schießplatzes. Im Jahr 1937 wurden die militärischen Anlagen nochmals erweitert. Dafür musste das Dorf Gruorn, im Westen des Platzes, weichen.

Nach Beendigung der militärischen Nutzung im Jahr 2005, stellt heute der Truppenübungsplatz, mit einer Größe von ca. 6.700 Hektar, einer der wenigen unzerschnittenen Räume auf der Schwäbischen Alb dar. Im Oktober 2010 öffnet das Biosphärenzentrum Schwäbische Alb erstmals seine Pforten und empfängt seither Besucher in zwei stilvoll renovierten Gebäuden des Alten Lagers in Münsingen.

Biosphärenzentrum Schwäbische Alb

Von der Osten Straße 4, 6 (Altes Lager)
72525 Münsingen

Tel. 07381/ 93293831
Fax. 07381/ 93293815

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Schwäbische Alb: Biosphärengebiet Schwäbische Alb

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Biosphärengebiet Schwäbische Alb

 
Bild: Münsinger Hardt (Schwäbische Alb)
Münsinger Hardt - Herzstück des Biosphärengebiets Schwäbische Alb
(© public domain, Autor: Karlo)

Die abwechslungsreiche traditionelle Kulturlandschaft auf der Schwäbischen Alb mit ihren Wacholderheiden, Magerrasen, Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Wäldern kennzeichnen das Biosphärengebiet.

Bereits 1895 wurde auf dem Gebiet der „Münsinger Hardt“ ein Truppenübungsplatz für das XIII. Königlich Württembergische Armeekorps eingerichtet. Das weitläufige und relativ unbewohnte Geländes gab den Ausschlag für die Entscheidung zur Anlage des damaligen Schießplatzes. Im Jahr 1937 wurden die militärischen Anlagen nochmals erweitert. Dafür musste das Dorf Gruorn, im Westen des Platzes, weichen.

Nach Beendigung der militärischen Nutzung im Jahr 2005, stellt der ehemalige Truppenübungsplatz, mit seiner Größe von ca. 6.700 Hektar, einer der wenigen unzerschnittenen Räume auf der Schwäbischen Alb dar. Die meisten Wege auf dem Gelände sind lediglich geschottert. Nur in den südlichen und östlichen Randbereichen wird auf relativ kleinen Flächeneinheiten Landwirtschaft mit Ackerbau, Mähwiesen und von Rindern beweidetem Grünland betrieben.

Es ist ein Glücksfall, das diese unzerschnittene, parkartige Landschaft von kulturhistorischer Bedeutung so bewahrt werden konnte.

 
Bild: Truppenübungsplatz  Münsingen
Ehemaliger Truppenübungsplatz ''Gutsbezirk Münsingen''
(© LUBW)

Der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen wurde im April 2006 zum Teil der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insgesamt 35 Kilometer überwiegend asphaltierter Wegstrecke sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad frei befahrbar. Ausgehend von dem stillgelegten Truppenübungsplatz „Gutsbezirk Münsingen" wurde im März 2008 das Biosphärengebiet Mittlere Schwäbische Alb mit einer Fläche von ca. 85.000 ha  ausgewiesen.

Biosphärengebiete dienen dem großräumigen Schutz von Natur- und Kulturlandschaften. Vornehmliche Ziele sind die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch hergebrachte vielfältige Nutzungen geprägten Landschaft und der darin historisch gewachsenen Arten- und Biotopvielfalt. Darüber hinaus sollen sie beispielhaft der Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Wirtschaftsweisen in allen Wirtschaftssektoren dienen.

Ausgehend von dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Gutsbezirk Münsingen" wurde im März 2008 das Biosphärengebiet Mittlere Schwäbische Alb mit einer Fläche von ca. 85.000 ha  ausgewiesen. Beteiligt sind insgesamt 29 Gemeinden aus den Regierungsbezirken Tübingen und Stuttgart, die Landkreise Reutlingen, Esslingen und Alb-Donau sowie der Gutsbezirk Münsingen. Es war das erklärte Ziel der Landesregierung, für dieses Gebiet die UNESCO-Anerkennung zu erhalten. Am 26. Mai 2009 spricht der Internationaler Koordinierungsrat die UNESCO-Anerkennung aus.

Das Gebiet ist entsprechend den  UNESCO-Vorgaben in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen unterteilt. Die Kernzonen - in diesem Fall ausschließlich Waldflächen - werden vollständig aus der Bewirtschaftung genommen. Dabei handelt es sich v.a. um Hangbuchen- und Hangschuttwälder an den steilen Hängen des Albtraufs. In den angrenzenden Pflegezonen, die eine Pufferfunktion für die Kernzonen haben und wesentliche Elemente unserer Kulturlandschaft (Wälder, Hecken,Wiesen,Weiden u.a.m) umfassen, ist eine schonende, naturnahe Landnutzung im bisherigen Umfange vorgesehen. In der Entwicklungszone - dies sind etwa  55 % der Fläche - liegen auch besiedelte Bereiche und Städte.  Hier sollen vor allem Vorhaben entwickelt und gefördert werden, die die natürlichen Ressourcen schonen, um so insgesamt zu einer nachhaltigeren Nutzung beizutragen.

Mit diesem Konzept wird mittelfristig eine ökologische Modellregion entstehen, in der sich eine nachhaltige regionale Entwicklung und ein beispielhaftes Zusammenleben von Mensch und Natur entwickeln kann.

Ab sofort gibt es das Junior Ranger-Programm im Biosphärengebiet Schwäbische Alb auch für Kinder von Gästen des Großschutzgebiets. Anhand von Rätseln und Aktionen im so genannten Junior Ranger-Entdecker-Heft können sie sich als Junior Ranger auf Entdecker-Tour qualifizieren. Das neu konzipierte Heft wurde am 19. März 2013 durch Regierungspräsident Hermann Strampfer († 2. September 2015) im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb vorgestellt und damit offiziell in den Verkauf gegeben.

Übersicht:

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