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Schwäbische Alb
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Schwäbische Alb - Böden
Pararendzina aus Mergel- und Kalkstein des Oberjuras auf der Ostalb
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Bild: Pararendzina aus Mergelstein
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Pararendzina aus Mergel- und Kalkstein des Oberen Weißjura unter Wacholderheide.

Schwäbische Alb:
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Schwäbische Alb

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Böden am Albtrauf und in den Tälern

 
Bild: Hohenurach TBq17 (Landkreis Reutlingen)
"Runder Berg" (links) und "Schlossberg" mit Ruine Hohenurach bei Bad Urach (Mitte)
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Durch die Eintiefung des Ermstals mit seinen zahlreichen Seitentälern ist der Albrand bei Bad Urach stark zerlappt. Die bewaldeten steilen Traufhänge sind oft von imposanten Felsen gekrönt. In der Bildmitte ist der Talboden des Brühlbachs zu sehen, der an seinem Oberlauf über den Uracher Wasserfall hinabstürzt und unterhalb von Urach in die Erms mündet. Auf dem Runden Berg brachten archäologische Grabungen die Reste mehrerer bronzezeitlicher und keltischer Siedlungen zu Tage. (Ausschnitt aus der Bodenkarte)

 
Bild: TBr7 Donautal bei Unterneidingen
Donautal bei Beuron-Unterneidingen mit dem Schaufelsenmassiv (links) und dem Lenzenfelsenmassiv (rechts)
(© Autor: K. Rilling)

Zwischen Tuttlingen und Sigmaringen hat die Donau ein enges Durchbruchstal geschaffen, in dem auf langen Strecken beeindruckende Felskulissen zu sehen sind. Die wenig entwickelten trockenen Rohböden (Syroseme) auf Felsköpfen und jungen Schutthalden sind oft Standorte für seltene Pflanzenarten. Die tiefgründigen kalkhaltigen Auenböden in der Talsohle und die Böden auf Schuttansamlungen am Hangfuß und an Talausgängen werden als Grünland genutzt.

 
Bild: Talsohle des Lautertals TBq08
Talsohle des Lautertals
(© Autor: K. Rilling)
Das von Felsen und Höhlen gesäumte, tief in die Mittlere Alb eingeschnittene Tal der Großen Lauter ist ein beliebtes Ausflugsziel. In der Talsohle finden sich grundwasserbeeinflusste Auenböden.

Felsen, Rutschungen und Zeugenberge

Die Böden der steilen, z. T. mit Felsen gekrönten und mit Buchenwäldern bewachsenen Hänge am Albtrauf und an den Talhängen sind oft an Weganschnitten oder kleinen Steinbrüchen direkt zu sehen. Häufig handelt es sich um einen schwarzen, krümeligen, stark humosen Boden aus scherbigem Kalksteinschutt (Rendzina). An den weniger steilen, unteren Stufenhängen, die vom unteren Weißjura und vom oberen Braunjura aufgebaut werden, ist dem Hangschutt zunehmend graues Mergelmaterial beigemengt. Neben Rendzinen sind dort auch tonig-mergelige Pararendzinen verbreitet.

Vielerorts tritt anstelle dieses gleichmäßigen Hangprofils ein unübersichtliches, in Verflachungen Kuppen und Rinnen gegliedertes Hangrelief auf, das auf Rutschungen zurückzuführen ist. Die Bodenverhältnisse wechseln in solchen Bereichen sehr kleinräumig. Punktuell können auch nasse und vermoorte Böden auftreten. Säbelwuchs der Bäume und immer wieder auftretende kleine Rutschereignisse zeigen, dass die Hänge an vielen Stellen noch in Bewegung sind. Eine Großrutschung gab es zuletzt am Hirschkopf bei Mössingen im Jahre 1983. Durch die starke Abtragung ist der Albtrauf im Laufe der jüngeren Erdgeschichte immer weiter zurückgewandert. Vor dem Albanstieg stehen gebliebene Berge werden als Zeugenberge bezeichnet (z. B. Lemberg, Hohenzollern, Achalm, Hohenstaufen, Ipf).

Das Karstwasser der Schwäbischen Alb tritt in den Tälern in z. T. stark schüttenden Karstquellen wieder zutage. An Quellen und am Oberlauf der Bäche fällt der in den Weißjuraschichten gelöste Kalk als poröser Kalktuff (Kalksinter) wieder aus. Neben festen kompakten Kalktuffen, die z. T. terrassenartig in den Tälern auftreten, sind in den Talsohlen lockere verschwemmte Kalktuffsande verbreitet, die meist von einem bei Überschwemmungen abgelagerten Auenlehm überdeckt sind. In den gefällearmen, zur Donau gerichteten Tälern treten auch Torflagen auf. Als Böden sind in den Talsohlen je nach Tiefenlage des Grundwassers kalkhaltige Braune Auenböden oder Auengleye verbreitet.