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Obere Gäue - Typische Böden
Terra fusca im Oberen Muschelkalk
(Element 1 von 13: Bild)
Bild: 7517_r_m Terra fusca im Oberen Muschelkalk
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Diese Terra fusca im Verbreitungsgebiet des Oberen Muschelkalks (Heckengäu) ist ein mittel bis mäßig tiefgründiger Boden aus gelbbraunem Kalksteinverwitterungston. Trotz des hohen Tongehalts im Unterboden besitzt er ein wasserdurchlässiges und gut durchwurzelbares Bodengefüge. Dem tonärmeren Oberboden ist etwas Lösslehm beigemengt. Der steinige Unterboden enthält zunächst noch viel durchwurzelbares Feinbodenmaterial bevor er in ca. 80 cm Tiefe in den nur wenig verwitterten, festen Muschelkalk übergeht. Das Bodenprofil befindet sich auf einem flachen Scheitelbereich südlich von Schopfloch-Oberiflingen (Lkr. Freudenstadt).
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Obere Gäue: Verbreitung der Böden

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Bodengesellschaften der Oberen Gäue - Bodenübersichtskarte 1:200 000

Bild: Bodenübersichtskarte 1:200 000 Blatt CC7918 Stuttgart Süd
Ausschnitt aus Bodenübersichtskarte 1:200000 zur Bodenlandschaft Obere Gäue
(© Autor: LGRB)

 

Bodengesellschaften der Oberen Gäuen

Ausschnitt aus der Bodenübersichtskarte 1 : 200 000 Blatt CC 7918 Stuttgart-Süd 

Der Kartenausschnitt zeigt den Übergang vom Heckengäu zum Korngäu östlich von Nagold. Bodengesellschaften im Muschelkalk-Gebiet werden mit den Einheiten 9–17 dargestellt. Unter den Nummern 19–22 sind die Kartiereinheiten im Unterkeuper- und Lösslehmgebiet ausgewiesen. 
                        
Das Heckengäu bei Nagold wird vor allem von flachgründigen, steinigen Böden (Rendzina, 9) eingenommen. Erst auf der weniger zertalten Ostabdachung treten tiefgründigere Böden aus Kalkverwitterungston und lösslehmhaltigen Deckschichten hinzu (Terra fusca, Parabraunerde, 10, 11). Die steilen Hänge des Nagoldtals werden von steinigen Böden aus Hangschutt eingenommen (Rend­zina, 15). In der Talaue sind kalkhaltige Auenböden aus lehmigen Hochwassersedimenten mit meist nur geringem Grund­wassereinfluss verbreitet (17). Die Auensedimente des Nagoldtals besitzen einen hohen Sandanteil, der aus dem Einzugsgebiet im Schwarzwald stammt. 

Der kleinräumige Gesteinswechsel in der Unterkeuperlandschaft bedingt ein kompliziertes Bodenmuster, das in der Bodenübersichtskarte nur mit Einheiten darstellbar ist, die viele verschiedene Böden enthalten (z. B. 19: Brau­nerde, Rend­zina, Pelosol, Parabraunerde). Einheitlicher werden die Bodenverhältnisse im eigentlichen Korngäu, wo der Unterkeuper großflächig von Löss und Lösslehm bedeckt ist. Dort dominieren fruchtbare, tiefgründige Lehmböden (Parabraunerden, 20).

 

Die nebenstehende Karte zeigt einen Ausschnitt aus der Bodenübersichtskarte 1:200 000 Blatt CC7918 Stuttgart-Süd. Durch Anklicken der Karte erhalten Sie ein vergrößertes Bild mit Erläuterungen zur Bodenvergesellschaftung im Bereich der Oberen Gäue.

Die folgenden Seiten zeigen Ausschnitte aus Bodenkarten 1 : 25 000 im Bereich der Oberen Gäue.

Informationen und Bezugsmöglichleiten von Bodenkarten und weiteren geowissenschaftlichen Produkten finden Sie unter http://lgrb-bw.de/home.