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Obere Gäue - Typische Böden
Terra fusca im Oberen Muschelkalk
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Bild: 7517_r_m Terra fusca im Oberen Muschelkalk
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Diese Terra fusca im Verbreitungsgebiet des Oberen Muschelkalks (Heckengäu) ist ein mittel bis mäßig tiefgründiger Boden aus gelbbraunem Kalksteinverwitterungston. Trotz des hohen Tongehalts im Unterboden besitzt er ein wasserdurchlässiges und gut durchwurzelbares Bodengefüge. Dem tonärmeren Oberboden ist etwas Lösslehm beigemengt. Der steinige Unterboden enthält zunächst noch viel durchwurzelbares Feinbodenmaterial bevor er in ca. 80 cm Tiefe in den nur wenig verwitterten, festen Muschelkalk übergeht. Das Bodenprofil befindet sich auf einem flachen Scheitelbereich südlich von Schopfloch-Oberiflingen (Lkr. Freudenstadt).
Obere Gäue:
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Zwischen kühlen Mittelgebirgen und milden Beckenlandschaften

Bild: Klimakarte Baden-Württemberg
Klimakarte Baden-Württemberg
(© LUBW, Autor: JENDRITZKY, G. et al. (1990))
Regionale Temperaturverteilung in Baden-Württemberg:

Sehr warme Bereiche (rot) befinden sich in der Oberrheinebene, in Teilen des Hochrheins und im Neckarbecken. Kühlere Bereiche (blau) in den Hochlagen von Nord- und Südschwarzwald sowie auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu. Eine Kälteinsel stellt die Hochebene am Katzenbuckel im Odenwald dar. Die Oberen Gäue nehmen klimatisch eine Mittelstellung ein (gelbe bis weißliche Flächen).

Im Jahr 2003 ergaben sich neue Rekorde für die Anzahl klimatologischer „Sommertage“ (Temperaturmaximum mindestens 25 °C) und klimatologisch „Heißer Tage“ (Temperaturmaximum mindestens 30 °C). Im Oberrheingebiet registrierte man bis zu 53 solcher heißen Tage und bis zu 83 Sommertage in Freiburg i. Br. , d.h. nur an 9 der 92 Tage des Sommers wurde kein Sommertag verzeichnet.

 


JENDRITZKY, G. et al. (1990) : Methodik zur räumlichen Bewertung der thermischen Komponente im Bioklima des Menschen - das fortgeschriebene Klima-Michel-Modell. - Beiträge 114, Akademie für Raumforschung und Landesplanung.

Die Gäulandschaften nehmen in Baden-Württemberg klimatisch eine Mittelstellung zwischen den kühlen, niederschlagsreichen Mittelgebirgen und den milden, niederschlagsärmeren Beckenlandschaften ein.

Für die jährliche Niederschlagsmenge und die Niederschlagsverteilung in den Oberen Gäuen ist ihre Lage im Windschatten des Schwarzwalds ausschlaggebend. Am Westrand der Gäulandschaft, bei Freudenstadt, betragen die jährlichen Niederschläge im Durchschnitt über 1000 mm und nehmen nach Osten hin rasch ab. Auf den relativ hoch gelegenen Gäuflächen am Oberen Neckar zwischen Rottweil und Horb liegen sie durchschnittlich bei 750-850 mm und nehmen nach Osten im Stau der Westalb wieder zu. In der nördlich anschließenden und breiter werdenden Gäulandschaft liegen die Werte überwiegend zwischen 700 und 750 mm, in der Tübinger Stufenrandbucht zwischen Schönbuch und Rammert und im Norden und Nordosten im Übergang zum Enztal und Neckarbecken sinken sie auf unter 700 mm.

Ein ähnliches, an die Höhenlagen gekoppeltes Verteilungsmuster weisen die jährlichen Durchschnittstemperaturen auf. Sie liegen im größten Teil des Gebiets zwischen 7 und 8 °C. Im Korngäu östlich des Würmtals und auf den Gäuflächen beiderseits des Neckartals östlich von Horb liegen sie über 8 °C. In den höheren Lagen im Westen sinken sie auf unter 7 °C.