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Obere Gäue - Typische Böden
Terra fusca im Oberen Muschelkalk
(Element 1 von 13: Bild)
Bild: 7517_r_m Terra fusca im Oberen Muschelkalk
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Diese Terra fusca im Verbreitungsgebiet des Oberen Muschelkalks (Heckengäu) ist ein mittel bis mäßig tiefgründiger Boden aus gelbbraunem Kalksteinverwitterungston. Trotz des hohen Tongehalts im Unterboden besitzt er ein wasserdurchlässiges und gut durchwurzelbares Bodengefüge. Dem tonärmeren Oberboden ist etwas Lösslehm beigemengt. Der steinige Unterboden enthält zunächst noch viel durchwurzelbares Feinbodenmaterial bevor er in ca. 80 cm Tiefe in den nur wenig verwitterten, festen Muschelkalk übergeht. Das Bodenprofil befindet sich auf einem flachen Scheitelbereich südlich von Schopfloch-Oberiflingen (Lkr. Freudenstadt).
Obere Gäue:
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Böden der Talhänge und Talauen

 
Bild: 7518_t_12 Neckartal bei Horb
Neckartal östlich von Horb a. N. (Ldkr. Freudenstadt)
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Im Neckartal östlich von Horb a. N. finden sich an den Hängen steinige, oft zu Trockenheit neigende Böden aus Muschelkalk-Hangschutt (Rendzina), in der Talsohle sind dagegen tiefgründige Lehmböden aus Hochwassersedimenten des Neckars verbreitet (Brauner Auenboden).

 
Bild: Dießener Bach
Talaue des Dießener Bachs
(© LGRB, Autor: B. Link)
Der Dießener Bach westlich von Horb a. N. entspringt aus einer kräftig schüttenden Karstquelle. In der Talsohle sind Auenböden aus Auenlehm über Kalktuff verbreitet.
 
Bild: Neckarburg bei Rottweil
Naturschutzgebiet Neckarburg (Ldkr. Rottweil)
(© verlag regionalkultur, Autor: F. Staub)

Das Bild zeigt die ehemalige Flussschlinge des Neckars ("Neckarburg") nördlich von Rottweil. Die Neckarburg, auch Bergle genannt, überragt die ehemalige Talsohle des Neckars um etwa 30 m und liegt im Grenzbereich Muschelkalk / Unterer Keuper. An den Hängen befinden sich durch Schafbeweidung entstandene Wacholderheiden auf flachgründigen Kalksteinböden (Rendzinen). Die hiesigen Wacholderheiden zählen mit zu den ökologisch wertvollsten außerhalb der Schwäbischen Alb. Die Talsohle wird von tiefgründigen, lehmigen Ackerböden aus abgeschwemmtem Bodenmaterial eingenommen (Kolluvisole).

Bedeutendes Naturschutzgebiet.

Tiefe Täler und schmale Auen

Die Gäuplatten sind durch die tief eingeschnittenen Täler des Neckars und seiner Nebenflüsse (Eschach, Glatt, Eyach, Starzel) gegliedert. Ein Teil des östlichen Korngäus wird über die weniger stark eingetiefte Ammer zum Neckar hin entwäs­sert. Hauptentwässerungsadern im Norden sind Nagold und Würm. Die nördliche Begrenzungslinie der Oberen Gäue bildet das Enztal.

An den bewaldeten steilen Talhängen dominieren flache steinige Böden (Rendzina) aus Hangschutt. An südexponierten, extrem erodierten Standorten treten lokal trockene Rohböden aus Fels und Kalksteinschutt auf. Wo sich das Tal bis in den Unteren Muschelkalk eingetieft hat, gehen die Unterhänge z. T. in landwirtschaftlich genutzte, weniger steile Hänge mit steinärmeren Böden über.

In den Talauen überwiegen tiefgründige, mehr oder weniger humose, karbonathaltige Lehmböden (Vega) mit meist nur geringem Grundwassereinfluss. Wegen der Hochwassergefahr werden die Auenböden fast ausschließlich durch Grünland genutzt. Stärker vernässte Böden (Auengley, Anmoorgley) treten oft in kleinen Tälern im quellenreichen Verbreitungsgebiet des Unteren Muschelkalks auf.