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Obere Gäue - Typische Böden
Terra fusca im Oberen Muschelkalk
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Bild: 7517_r_m Terra fusca im Oberen Muschelkalk
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Diese Terra fusca im Verbreitungsgebiet des Oberen Muschelkalks (Heckengäu) ist ein mittel bis mäßig tiefgründiger Boden aus gelbbraunem Kalksteinverwitterungston. Trotz des hohen Tongehalts im Unterboden besitzt er ein wasserdurchlässiges und gut durchwurzelbares Bodengefüge. Dem tonärmeren Oberboden ist etwas Lösslehm beigemengt. Der steinige Unterboden enthält zunächst noch viel durchwurzelbares Feinbodenmaterial bevor er in ca. 80 cm Tiefe in den nur wenig verwitterten, festen Muschelkalk übergeht. Das Bodenprofil befindet sich auf einem flachen Scheitelbereich südlich von Schopfloch-Oberiflingen (Lkr. Freudenstadt).
Obere Gäue:
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Böden im Gebiet des Unteren und Mittleren Muschelkalks

 
Bild: Steinbruch (mu) bis (so) bei  Freudenstadt, Schwarzwald
Aufgelassener Steinbruch bei Freudenstadt
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Steinbruch, südöstlich von Freudenstadt – Die grauen Mergel- und Dolomitsteine des Unteren Muschelkalks liegen hier über roten Tonsteinen und Sandsteinen des Oberen Buntsandsteins. In diesem geologischen Grenzbereich vollzieht sich ein deutlicher Farbenwechsel der Gesteine. Sie zeigen den Übergang des Schwarzwalds zu den Oberen Gäuen an. In der näheren Umgebung des Steinbruchs sind flachgründige, kalkhaltige und trockene Böden aus Mergel- und Dolomitstein vorherrschend (Rendzina und Pararendzina).

 
Bild: 7517_m_la Landschaft im Unteren Muschelkalk
Landschaft im Unteren Muschelkalk
(© LGRB, Autor: K. Rilling)
Feuchtstandorte in einem Nebental der Steinach im Unteren Muschelkalk nördlich von Horb-Altheim; im Muldenzentrum Nassgley mit Schilfröhricht, am Rand der Mulde abgeschwemmtes Bodenmaterial (Kolluvisol), an den Hängen flachgründige Mergel- und Dolomitböden (Pararendzina und Rendzina)

Farbenwechsel am Schwarzwaldrand

Wo am Ostrand des Schwarzwalds (östlich der Linie Pforzheim-Freudenstadt- Schramberg) das vom Buntsandstein geprägte Rot der Ackeroberflächen in graubraune Farbtöne übergeht, vollzieht sich der Übergang zum Muschelkalk und damit zu den Oberen Gäuen.

Die Hänge und Hügel im Unteren und Mittleren Muschelkalk werden überwiegend von tonig-lehmigen, kalkhaltigen Böden aus Mergel- und Dolomitgestein eingenommen. Sie sind oft trocken, flachgründig und steinig (Rendzina, Pararendzina). In Flachlagen treten entkalkte schwere Tonböden auf, die vielerorts zu Staunässe neigen (Pelosol, Pseudogley). Nicht selten sind an den Hängen Quellen und in den Tälern grundwasserbeeinflusste feuchte und nasse Böden zu finden (Auengley, Gley, Nassgley). In dem wenig zertalten Flachrelief an der oberen Eschach (Raum Fluorn-Winzeln und Dunningen) ist der Mittlere Muschelkalk großflächig von Lösslehm bedeckt. Verbreitet treten dort tiefgründige, z. T. zu Staunässe neigende Lehmböden auf (Parabraunerden, Pseudogleye).