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Obere Gäue

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Obere Gäue: Kornkammer, Heckensäume und Ballungsraum

 
Bild: img0053_2 Heckengäu bei Dornstetten
Heckengäulandschaft bei Dornstetten (Ldkr. Freudenstadt)
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Heckengäu-Landschaft im Oberen Muschelkalk bei Dornstetten mit flachgründigen steinigen Böden (Rendzina)

 
Bild: TB9 Korngäu
Korngäulandschaft bei Rottenburg
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Gäulandschaft westlich von Rottenburg, verbreitet mit fruchtbaren Lösslehmböden

Unter dem Begriff „Gäu“ versteht man seit alters her überwiegend landwirtschaftlich genutzte Landschaften, die von mehr oder weniger geschlossenen Waldgebieten umgeben sind. Bei den Oberen Gäuen handelt es sich um wellige oder hügelige Flachlandschaften, die von wenigen tiefen Tälern zerschnitten sind. Sie erstrecken sich in Süd-Nord-Richtung vom Oberen Neckar bei Rottweil bis an die Enz bei Pforzheim und Mühlacker. Im Westen ragen die Oberen Gäue bei Freudenstadt weit in den Schwarzwald hinein. An ihrem Ostrand befinden sich die Städte Rottenburg, Herrenberg, Böblingen und Leonberg. Im Vergleich zum angrenzenden Schwarzwald und dem Keuperbergland (Schönbuch, Rammert…) besitzen die Oberen Gäue ein relativ mildes Klima und fruchtbare Böden. Daher wurden sie in weiten Teilen schon seit der Jungsteinzeit als Siedlungsraum bevorzugt. Neben ausgedehnten ländlichen Bereichen befinden sich am Rand der Oberen Gäuen auch große Verdichtungsräume wie Böblingen/Sindelfingen und Pforzheim.

Den geologischen Untergrund bilden in der Hauptsache Gesteine des Muschelkalks und des Unteren Keupers (Lettenkeuper). Weite Bereiche werden von Löss und Lösslehm bedeckt.