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Donaudurchbruch Beuron
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Donaudurchbruch bei Beuron
Donaudurchbruch
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Bild: Donaudurchbruch
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Durchbruch der Oberen Donau durch die Schwäbische Alb bei Beuron. Die landschaftlich attraktiven Felsen im Bereich des Durchbruchs gehören zu den wenigen, natürlich unbewaldeten Pflanzenstandorten Deutschlands.

Die Donau als zweitgrößter Fluss Europas (längster Fluss: Wolga) hat eine Länge von 2.840 Kilometern, davon fließen in Baden-Württemberg zwischen Donaueschingen und Ulm 193 Kilometer. In Baden-Württemberg steht hier eine Fläche von circa 2.000 Hektar, aufgeteilt in zehn Naturschutzgebieten, unter Naturschutz.

Donaudurchbruch Beuron:
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Donaudurchbruch Beuron

 

Felsiges Paradies - der Donaudurchbruch bei Beuron (Landkreis Sigmaringen)

Bild: Donaudurchbruch bei Beuron
Der Donaudurchbruch bei Beuron (Ldkr. Sigmaringen)
(© LUBW, Autor: Schöttle/Steinmetz)

Die Abbildung zeigt den Blick vom Eichfelsen bei Irndorf oberhalb Beuron auf das tief in die westliche Schwäbische Alb eingeschnittene Donautal sowie auf das Schloß Werenwag errichtet auf einem Felsenkranz aus Schwammriffen des ehemaligen Weißjurameeres.

Im Oberen Donautal lässt sich die Erdgeschichte der letzten 160 Millionen Jahre ablesen. Vom Jurameer über die Abtragung der Kalksteine bis zum Kampf um das Wasser zwischen Rhein und Donau ist hier das Buch der Geologie aufgeschlagen. Weiße Felsenkränze aus Kalkgestein begleiten das tief eingeschnittene Flusstal.

Das Landschaftsgebiet Obere Donau ist als Naturpark und in einzelnen Bereichen auch als Naturschutzgebiet bzw. als Naturdenkmal ausgewiesen. Das Schutzgebiet wird auf mehr als 3/4 seiner Fläche durch die harten Kalke des Weißjuras α geprägt. Es bietet einen klassischen Einblick in die Welt der heute noch anhaltenden geologischen Vorgänge, wie Abtragung, Verkarstung und Flussanzapfung. Die Aussicht vom Eichfelsen bei Irndorf ist ein imposantes Naturerlebnis und wird jedes Jahr von zahlreichen Menschen besucht.

Der gesamte Donaulauf in Baden-Württemberg ist für das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 gemeldet. Das FFH-Gebiet „Oberes Donautal zwischen Beuron und Sigmaringen“ mit den prioritären Lebensräumen Kalkpionierrasen, Kalk-Magerrasen (orchideenreiche Bestände) , Kalkschutthalden, Schlucht- und Hangmischwälder, Auenwälder mit Erle, Esche, Weide erstreckt sich entlang der Donau. Als prioritäre Anhang II Arten kommen hier die Spanischen Flagge (Callimorpha quadripunctaria) und der Alpenbock (Rosalia alpina) vor.

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