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Donaudurchbruch Beuron
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Donaudurchbruch bei Beuron
Blick vom Eichfelsen auf die Donau
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Bild: Donaudurchbruch (Ldkr. Sigmaringen)
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Blick ins das tiefeingeschnittene Obere Donautal. Das Obere Donautal zwischen Fridingen und Sigmaringen zählt zu den schönsten Landschaften Baden-Württembergs.

 

Donaudurchbruch Beuron:
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Donaudurchbruch Beuron: Kulturgeschichte

 

Kulturhistorie

Die im Donautal zahlreichen oberirdisch zugänglichen Karsthöhlen bieten bereits dem frühen Mensch Schutz und Lebensraum. So wurden im Bereich von Höhlen zahlreiche vor- und frühgeschichtliche Reste des Menschen gefunden, die teilweise bis zu 40 000 Jahre alt sind. Das landschaftlich sehr abwechslungsreiche Gebiet war aufgrund seines Pflanzen- und Tierreichtums schon immer ein bevorzugter Lebensraum für Jäger und Sammler.

Die Erzabtei St. Martin zu Beuron im Donautal wurde 1863 von den Brüdern Maurus und Placidus Wolter als Benediktiner-Kloster neu gegründet. Der Sage nach, wurde bereits im Jahr 777 das erste Kloster in Beuron gegründet, das zwischenzeitlich zerstört wurde. Die im Jahr 1077 wieder errichteten Gebäude hatten bis zur Säkularisation 1802 ein Augustinerkloster beherbergt. 1868 wurde das Kloster zur Abtei erhoben. Im Laufe des preussischen Kulturkampfs von 1875 bis 1887 erfolgt eine Vertreibung der Mönche. Dadurch begannen Gründungen und Neubesiedlungen anderer Klöster, die später zu einem Zusammenschluss der verschiedenen von Beuron aus begründeten Klöster in der sog. Beuroner Kongregation führten. Zu ihr gehören die Abteien Weingarten, Neresheim, Wimpfen und Stift Neuburg bei Heidelberg. Heute besitzt die Erzabtei Beuron mit über 400.000 Werken die größte Klosterbibliothek Deutschlands.

Bild: Beuron - historische Ansicht von 1916
Beuron mit Benediktinerkloster - historische Ansicht von 1916
(© public domain)
Neben der Pastoralarbeit in benachbarten Gemeinden und dem Gästehaus des Klosters bilden auch wissenschaftliche Tätigkeiten ein wichtiges Arbeitsfeld. So besitzt die Abtei Beuron mit über 400.000 Werken die größte Klosterbibliothek Deutschlands. Die älteste erhaltene Urkunde über das Kloster Beuron stammt aus dem Jahre 1097.