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Bodendauerbeobachtung
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Eindrücke aus dem Basismessnetz
Beobachtungsfläche Domäne Rahlenhof (Ldkr. Ravensburg)
(Element 1 von 21: Bild)
Bild: Domäne Rahlenhof, BDF 5, Bodensee
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Landwirtschaftliche Fläche bei der Domäne Rahlenhof (BDF 5) im Naturraum "Bodenseebecken".

Die Lockerböden der Grundmoräne des ehemaligen Rheingletschers und die tonreichen Seeterrassen sind für den Ackerbau geeignet.

Basismessprogramm:
Weitere Informationen
 

Basismessprogramm: Standortauswahl

 

Was war wichtig bei der Auswahl der Standorte?

 
Bild: Landschaft 23 Irndorfer Hardt
Bodendauerbeobachtungsfläche Irndorfer Hardt (Ldkr. Tuttlingen))
(© LUBW, Autor: Hartig)
Ansicht der Dauerbeobachtungsfläche der LUBW im Naturschutzgebiet "Irndorfer Hardt" im Naturpark Obere Donau. Vorort herrschen kalkfreie Lehmböden mit Magerrasen vor, obwohl hier das kalkhaltige Ausgangsgestein des Oberen Jura (Weißjura) für die Bodenbildung der Kalkstein ansteht. Die lehmigen Bestandteile auf dem Oberen Jura wurden bereits vor der letzten Eiszeit durch Residualanreicherung (= Lösungsrückstand des verwitterten Kalks) gebildet. Stellenweise zeigen sich trichterförmige Erdfälle durch Auslaugung des Untergrunds.
 
Bild: Schwaebische Alb Terra fusca (Bodenprofil 23)
Bodenprofil Braunerde-Terra fusca unter Grünland, Irndorfer Hardt
(© LUBW, Autor: Hartig)

Bodenprofil einer Terra fusca-Braunerde unter Grünland im Bereich der Irndorfer Hardt (Hohe Schwabenalb im Landkreis Tuttlingen, Standort 23 der Basis-Bodendauerbeobachtung).

In den tieferen Bodenschichten erkennt man das anstehende Weißjura-Gestein (hier: Weißjura β), das teilweise Spuren der Verkarstung aufzeigt (ausgehöhlte, löchrige Oberflächen). Daüber lagern ca. 60 cm tiefe schluffig-lehmige Lössauflagen. Je schluffiger der Lösslehm desto kalkärmer ist der Oberboden.

Verschiedene Überlegungen spielten bei der Errichtung des Basismessnetzes eine Rolle:

  • Ziel der Bodenbeobachtung ist es, den landesweiten Zustand der Böden in Baden-Württemberg zu erheben. D. h. die charakteristischen Landschaften, Bodenformen und Nutzungsarten (Acker, Grünland, Wald) sollen repräsentativ aus den verschiedenen Naturräumen Baden-Württembergs vertreten sein.
  • Es sollen möglichst naturnahe Böden untersucht werden. Die ausgewählten Flächen sollen raumbezogen von unmittelbaren Schadstoffeinflüssen (z.B. Emissionen durch Verkehr u. Industrie) möglichst weit entfernt sein.
  • Die Veränderungen sollen langfristig abgeschätzt werden. Das heißt, äußere Einflüsse wie z.B. die Nutzung einer Fläche soll über einen längeren Zeitraum möglichst gleich bleiben.