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Posidonien-Schiefergrube Bad Langenbrücken
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Die Schiefergrube in Bad Schönborn/ Langenbrücken
Posidonienschieferwand - überhängende Gesteinsplatten
(Element 1 von 8: Bild)
Bild: Posidonien-Schiefer Langenbrücken (Ldkr. Karlsruhe)
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Aufgeschlossene Ölschieferwand (Schwarzer Jura) mit geschichteten Platten, die sehr instabil sind. Bis zu der Endphase des 2. Weltkriegs wurde versucht aus dem ölhaltigen Gestein auch Treibstoff herzustellen.

Posidonien-Schiefergrube Bad Langenbrücken:
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Posidonien-Schiefergrube Bad Langenbrücken

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Schwarzer Jura am Kraichgaurand

 
Bild: Posidonien-Schiefergrube (Ldkr. Karlsruhe)
Blick in die Posidonien-Schiefergrube
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Posidonien-Schiefergrube Bad Langenbrücken nach der Umgestaltung (Aufn. April 2009).

 

 
Bild: Posidonienschiefer, Bad Langenbrücken
Posidonienschieferwand, Schichten im Unteren Jura
(© M. Linnenbach)

Kompakte Gesteinsreste des Unteren Jura sind lediglich in der Langenbrücker Senke erhalten. Sie bildet den westlichen und tektonisch tiefsten Bereich der Kraichgaumulde. Jurassische Sedimete finden sich noch in der Umgebung zwischen Malsch, Mühlhausen, Rettigheim und Rauenberg.

Das Gemeindegebiet von Bad Langenbrücken, im Landkreis Karlsruhe, liegt am Westrand des Kraichgaus und hat westlich noch Anteil an der Nördlichen Oberrheinebene. Bis 1926 wurde hier der dunkel gefärbte "Posidonien-Schiefer" durch die Portland-Zementwerke-Heidelberg abgebaut. Ein kleiner Bereich des ehemaligen Steinbruchs blieb bis heute erhalten und ist für Jedermann zugänglich. Vorort aufgeschlossen sind die Formationen des Unteren bzw. Schwarzen Juras (Lias ε).

Die Gesteine des Juras treten in dieser Region lediglich in der sog. "Langenbrückener Senke" zu Tage. Die  tiefreichenenden geologischen Spalten dieser Randniederung führen mineralhaltiges Wasser. Im Osten der Verwerfung stehen die genannten Schwarzjuraschichten an. Dabei handelt es sich um feinkörnige dunkle Tone und bräunlich gefärbte, schieferartige Gesteinsplatten. Weitere Ablagerungen des Jura kommen stellenweise noch bei Rauenberg, Malsch, Mühlhausen, Östringen (Schwefelquelle), Rettigheim (Tonmergelgrube) und Ubstadt vor.

Durch Pflege und Unterschutzstellung (Naturdenkmal) ist dieses geologische Fenster der Nachwelt erhalten geblieben. Eine vor Ort installierte Hinweistafel informiert den Besucher ausführlich über die geologischen Hintergründe sowie die Geschichte des Steinbruchs.

Im Jahr 2007 musste der direkte Zugang zur Abbruchkante aufgrund von Steinschlaggefahr gesperrt werden. Nach Umgestaltung der Anlage im Jahr 2008, ist die Grube wieder öffentlich zugänglich.

Die bekannteste Posidonien-Schiefergrube Baden-Württembergs befindet sich bei Holzmaden (Ldkr. Esslingen).

weiterführende Literatur:

Essig, W. (1993): Die Langenbrückener Sen­ke: eine landschaftliche und geologische Be­son­­derheit am Nordwestrand des Kraich­gaus. - Kraichgau 13, S. 11-21. Sinsheim.

Sauer, K. (1966): Geologie und chemische Zu­sam­men­setzung der Schwefelwässer von Bad Lan­gen­brüc­ken bei Bruchsal. - Mitt. bad. Landes­ver. Naturkde. Naturschutz 9, S. 303-308. Frei­burg.

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