Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Jura
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Zollernalbkreis
Das Seeheimer Berg-Bürgle (Zollernalbkreis)
(Element 1 von 18: Bild)
Bild: Seeheimer Berg-Bürgle
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Deutlicher, dem Albtrauf, hier dem Sporn des Seeheimer Berges, vorgelagerter Hügel, ca 1100 m östlich der Gemeinde Jungingen. Am Seeheimer Berg, als Bestandteil des Weißjura-ß, reichen die geschichteten Kalke von knapp 805 m ü. NN bis zum Gipfelpunkt (Burgstelle) von 833,4 m. 400 m südwestlich trägt das Bürgle (739 m ü. NN) eine Weißjura-ß-Kappe in direktem Kontakt zum Ornaten-Ton des Braunjura bei 710 m ü. NN. Das Gebiet stellt somit einen fossilen Bergsturz dar. Der horizontale Versatz gegenüber den anstehenden Felsen beträgt ca. 90 m.

Das "Bürgle" und der benachbarte Fuß des Albtraufs wurden im Jahr 1987 - allerdings nicht aus geologischen Gründen - sondern auf Grund seiner landschaftsprägenden Wacholderheiden als Naturschutzgebiet ausgewiesen.


ausgewählte Literatur:

HORNUNG, A. (1991): Vegetationskundliche Untersuchungen im Naturschutzgebiet "Bürgle" im Killertal.‑ Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.‑Württ., 66 (1990): 141‑179.

 

Jura:
Weitere Informationen
 
Vorherige Seite Nächste Seite
 

Jura - Geotope im Zollernalbkreis

 
Bild: Mühlenfelsen
Der Mühlenfelsen bei Albstadt (Zollernalbkreis)
(© LGRB, LUBW, Autor: H.-D. Bergner)

Die linke Hangseite des Schmeie- bzw.  Schmichatals  bei Albstadt (Zollernalbkreis) wird von den Massenkalken des Weißjura δ aufgebaut. Der Mühlenfelsen ragt als knapp 15 m hoher Massenkalkblock aus dem waldbestandenen, mittleren Hang, östlich der Ehestetter Mühle, imposant hervor.

Für den Felsen gilt ein ganzjähriges Kletterverbot. Naturdenkmal.


* Das baden-württembergische Naturschutzgesetz (2005) definiert als Naturdenkmale Gebiete bis zu 5 ha (flächenhafte Naturdenkmale) oder Einzelbildungen der Natur, deren Schutz und Erhaltung aus wissenschaftlichen, ökologischen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder kulturellen Gründen oder wegen ihrer Eigenart, Seltenheit oder landschaftstypischen Kennzeichnung erforderlich ist.

 
Bild: Unterjura-Hügelland bei Balingen-Erzingen TB_n_14
Unterjura-Hügelland bei Balingen-Erzingen, Blick auf das Lochen-Massiv (Schwäbische Alb)
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Die Kreisgrenze des Zollernalbkreises erreicht im Norden fast den Neckar und im Südosten das Obere Donautal. Das weithin sichtbare Wahrzeichen, die Burg Hohenzollern, und die Schwäbische Alb rund um den Zollern verleihen der Landschaft ihren außergewöhnlichen Reiz. Durch den Landkreis verläuft die Europäische Wasserscheide. Der landschaftlich abwechslungsreiche Charakter des Zollernalbkreises fußt auf dem Anteil der drei Bodenlandschaften des südwestdeutschen Schichtstufenlandes:

Geologisch betrachtet herrscht große Vielfalt vor. Die Flüsse (Schlichem, Bära, Eyach), deren Einzugsgebiete sich im Inneren der Schwäbischen Alb befinden, haben während der letzten Kaltzeit sehr viel Gesteinsschutt des Oberen Jura (Weißjura) von der Alb in das Albvorland transportiert. Da nur ein Teil des Schutts abtransportiert und dem Neckar zugeführt werden konnte, kam es zu einer Aufschotterung der Täler. Gleichzeitig führte die seitliche Erosion in den weichen Unterjura- und Mitteljura-Gesteinen zu einer Talverbreiterung.

Der Zollernalbkreis liegt im subozeanisch beeinflussten Klimabereich. Die höchsten Niederschläge fallen in den nach Nordwesten exponierten Randlagen, besonders in den traufnahen Bereichen. Da sie im Staubereich der regenreichen Winde der West-Wetterlagen liegen, erhalten die Flächen zwischen 900 bis 1.000 mm Niederschlag pro Jahr. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 6,5 °C, geht aber in Hochlagen auf 6 °C zurück (z.B. Schafberg-Lochenstein). Die Talzüge besitzen wesentlich milderes Klima.

Besonders markant ist die von Nadel- und Mischwäldern sowie von den Wacholderheiden geprägte Albvegetation. Für Wanderer und Urlauber ist der Zollernalbkreis aufgrund der intakten Natur, kilometerlanger Rad- und Wanderwege sowie fantastischer Aussichtspunkte entlang des Albtraufs, ein Geheimtipp.

Übersicht:

3 Jura - Geotope im Zollernalbkreis