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Tropfsteinhöhle Buchen-Eberstadt
Tropfsteinhöhle Eberstadt (Neckar-Odenwald-Kreis)
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Bild: Tropfsteinhöhle Eberstadt
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Die bekannte Tropfsteinhöhle bei Buchen-Eberstadt (Neckar-Odenwald-Kreis) entstand im Unteren Muschelkalk. Das Alter der Tropfsteinhöhle schätzt man inzwischen auf zwei Millionen Jahre. Ein einzigartiges Naturdenkmal - der Besuch lohnt sich.

 

Eberstadter Tropfsteinhöhle:
Weitere Informationen
 
Übersicht

Eberstadter Tropfsteinhöhle

 

Tropfsteine - Zeugen der Erdgeschichte

 
Bild: Höhleneingang, Tropfsteinhöhle Eberstadt
Tropfsteinhöhle Eberstadt im Jahr 1971, unmittelbar nach der Entdeckung
(© Repro LUBW, Autor: W. Eberle)

Ursprünglicher Höhleneingang der Eberstadter Tropfsteinhöhle, wenige Tage nach der zufälligen Freilegung durch Sprengarbeiten. Der Eingang zur Höhle lag etwa 10 m höher als die Sohle des Steinbruchs. Der Zugang war zunächst nur über eine Feuerwehrleiter möglich.


ausgewählte Literatur:

Eberle, W. (1987): Entdeckung und Ausbau der Eberstadter Tropfsteinhöhle, 30 S.

 
Bild: Eberstadter Tropfsteinhöhle, Höhleneingang
Eberstadter Tropfsteinhöhle, heutiger Eingangsbereich
(© privat, Autor: M. Linnenbach)
Die Eberstadter Tropfsteinhöhle im Neckar-Odenwald-Kreis ist die einzige Schauhöhle im Unteren Muschelkalk Süddeutschlands. Die ehemalige Höhlenöffnung der Naturhöhle - der heutige Eingangsbereich - wurde im Dezember 1971 im Zuge von Sprengarbeiten rein zufällig freigelegt. Schon bei den ersten vorsichtigen Begehungen wurden erdgeschichtlich sehr alte und außergewöhnlich große Tropfsteinformationen entdeckt.

Die Eberstadter Tropfsteinhöhle im Naturpark Neckartal-Odenwald, ist die einzige Schauhöhle im Unteren Muschelkalk Süddeutschlands. Sie befindet sich am Rand des Baulands, einer flachhügeligen Landschaft zwischen Neckar, Jagst und Tauber. Ihre Entdeckung verdankt sie einem Zufall.

Am 13. Dezember 1971 öffnet sich bei Sprengungen im Muschelkalksteinbruch bei Buchen-Eberstadt ein ca. 3 m breiter Spalt zu einer tiefen Höhle mit außergewönlich großen Tropfsteinen. Schon nach den ersten vorsichtigen Erkundungen wird den Entdeckern die Schönheit und Seltenheit dieses geologischen Naturschauspiels bewußt. Das Alter der Karsthöhle schätzen herbeigerufene Fachleute auf ca. 2 Millionen Jahre. Um den freigelegten Hohlraum näher zu untersuchen, stellt man die Sprengarbeiten vorort ein.

Bereits ein Jahr nach ihrer Entdeckung wird die Eberstadter Tropfsteinhöhle am 15. Dezember 1972 als flächenhaftes Naturdenkmal (FND) ausgewiesen. Ab September 1973 wird das Höhleninnere auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Inzwischen haben mehr als 3,6 Millionen Menschen die Höhle besichtigt. Der gut begehbare Besucherbereich innerhalb, verläuft rund 600 m unterirdisch durch einzigartige Tropfsteinformationen. Mit Ausnahme des Eingangsbereichs, herrscht unter Tage eine konstante Temperatur von 11° C. In der Höhle ist Fotografieren verboten! Ausführliche Bildergalerien finden sich unter den weiterführenden Links.

Pressemitteilungen vom 27. und 28.11.2005 zufolge, wird im Sommer 2005 in der Nähe eine weitere Höhle entdeckt, deren wissenschaftliche Erforschung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Ob die neu entdeckte Karsthöhle, die offensichtlich noch weitaus größer ist, jemals für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, ist bislang noch unklar. Große Teile des Höhlensystems sind schwer zugänglich und stellenweise unter Wasser. Im Medienraum der „Eberstadter Höhlenwelten“ wird dem Besucher der aktuelle Stand der Forschungsarbeiten anhand eines Videos präsentiert.

Höhlen, Grotten und Bergwerke unterliegen dem Bergrecht, hier in Baden.-Württemberg dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg (i. Br). Darüberhinaus sind sie Zeugen der Erdgeschichte und damit als naturgeschichtliche Urkunde gesetzlich geschützt.