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Fachwerkstadt Eppingen
Baumann´sches Haus
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Bild: Eppingen, Baumannsches Haus, Ldkr. Heilbronn
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Das Baumann´sche Haus in der Kirchgasse errichtete der Metzger und Viehhändler Hans Zierner im Jahr 1582. Es gilt als das schönste Bürgerhaus im Kraichgau. Die Frontseiten zeigen reiche Verzierungen, wie Fratzen und Gesimsbänder. Der steinerne Sockel besteht aus aus Schilfsandstein, der bei Eppingen-Mühlbach im Landkreis Heilbronn ansteht (Aufn. 2012).

Eppingen, 985 erstmals genannt, wird 1191/92 zur Stauferstadt. Grund dafür war die günstige Verkehrslage, die die staufischen Besitztümer im Elsass und der Pfalz mit den badischen Ländereien verband. Heute ist die Stadt ein industrialisierter Standort im Mittleren Kraichgau, der sich mit der unzerstörten Altstadt seinen spätmittelalterlichen Charme bewahrt hat. Zahlreiche alemannisch-fränkische Fachwerkhäuser sowie einige Militär- und Befestigungsanlagen (Eppinger Linien), sind bis heute in ihrer Substanz erhalten geblieben. In der 22.000 Einwohner großen Fachwerkstadt Eppingen finden sich insgesamt sieben funktionierende Museen auf engstem Raum.

 
Übersicht

Landkreis Heilbronn, Heilbronn Stadt

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Heilbronn - Industriemetropole am Neckar

 
Bild: Heilbronn Wilhelmskanal (1840)
Heilbronn, Wilhelmskanal mit Lastkähnen um 1840
(© public domain, Autor: A. von Keller)

Bereits 1821 ließ König Wilhelm I. einen Schifffahrtskanal – den Wilhelmskanal – errichten, durch welchen erstmals die zahlreichen Heilbronner Wehre und Mühlen umfahren werden konnten. Der Wasserstand im Kanal war durch Einlass- und Auslassvorrichtungen regulierbar.

 
Bild: Heilbronner Stadtplan (Urkatasterplan) von 1858
Heilbronner Stadtplan mit Hafenanlagen von 1858
(© public domain)

Heilbronn am Neckar 1858. Erste Hafenanlagen sind im Entstehen.

 
Bild: NSU Fabrik um 1900, Ldkr. Heilbronn
Neckarsulmer Fahrradwerke, Blick auf die NSU-Fabrik an der Sulm (Aufn. 1900)
(© Audi AG)

Die ersten mechanischen Werkstätten von NSU lagen nicht in Neckarsulm sondern in Riedlingen a.d. Donau. Dort gründeten zwei junge Mechaniker Christian Schmidt und Heinrich Stoll das Unternehmen " Mechanische Werkstätte zur Herstellung von Strickmaschinen". Die beengten Verhältnisse in Riedlingen bewogen die beiden Unternehmer, die Fabrikation im Jahr 1880 nach Neckarsulm zu verlegen.

Die Wandlung des Werkes, von der Strickmaschinenherstellung hin zur Automobilproduktion, verlief nicht auf direktem Weg. Ab 1886 wurden zunächst Fahrräder und ab dem Jahr 1901 auch Motorräder gebaut. Obwohl Automobile auch schon vor dem zweiten Weltkrieg in Neckarsulm gebaut worden waren, war Neckarsulm lange Zeit vor allem für seine Zweiräder bekannt. Mit großem Erfolg, der NSU um 1955 zum größten Zweiradhersteller der Welt avancieren ließ.

Seit Mitte der 1960iger Jahre werden im Werk Neckarsulm nur noch Automobile produziert. Zum Zeitpunkt der Fusion mit der Auto Union GmbH besaß das Werk eine Stammbelegschaft von etwa 11.500 Mitarbeitern, die rund 145.000 Fahrzeuge fertigen konnten.

 
Bild: Heilbronn, Sulmerstraße (1929)
Heilbronn, Sulmerstraße am Stadtturm (Aufn. 1929)
(© LUBW, Autor: H. Schwenkel)

Individualverkehr und Reklameschilder im Aussenbereich prägten schon damals das Straßenbild der wirtschaflich florierenden Stadt Heilbronn.

 
Bild: Kohlekraftwerk am Neckar
Kohlekraftwerk der ENBW in Heilbronn (2011)
(© M. Linnenbach)

So alt wie Heilbronn selbst ist auch seine Tradition als Handelsplatz. Bis zum Ende der reichsstädtischen Freiheit im Jahr 1803 profitierte die Stadt von ihren historisch gewachsenen Stapel- und Umschlagrechten. 1821 ließ König Wilhelm I. einen Schifffahrtskanal – den Wilhelmskanal – errichten, durch welchen erstmals die Heilbronner Wehre und Mühlen umgangen werden konnten. Die Eröffnung der Eisenbahnlinie Heilbronn-Stuttgart im Jahr 1848 und die damit beginnende Industrielle Revolution formten die Stadt zum „schwäbischen Liverpool“.  1875 wurde ein Floßhafen errichtet, 1886 folgte ein Salzhafen und 1888 der Karlshafen. Seit langem ist die Stadt auch das Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken, die den Nordosten Baden-Württembergs umfasst.

Der Wirtschaftsraum Heilbronn verfügt heute über eine ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur. Die Stadt Heilbronn sowie ihre Umgebung sind sowohl zu Wasser, per Schiene als auch über die Straße gut erreichbar. Hier haben sich u.a. international agierende Firmen wie z. B. NSU, Audi AG und Fiat Deutschland angesiedelt, die durch eine große Zahl mittelständischer Unternehmen ergänzt werden. Der Heilbonner Neckarhafen ist der siebtgrößte Binnenhafen Deutschlands. Jährlich werden im Kanalhafen, am Neckar-Ostufer sowie im Salzhafen weit über 4 Mio. t Güter umgeschlagen. Das Gros der Heilbronner Hafenumschläge machen mineralische Rohstoffe (z.B. Kiese, Sande, Schilfsandstein bis 1968) aus, gefolgt von Steinkohle.

Der Neckar ist nicht nur ein wichtiger Handels- und Schifffahrtsweg, er ermöglicht auch die Stromgewinnung durch Wasserkraftwerke in Horkheim und im Heilbronner Neckarpark. Daneben dient das Neckarwasser zur Kühlung bei der Stromerzeugung durch das Kohlekraftwerk Heilbronn. Über die stets steigende Nutzung dieser Flusslandschaft informieren die nachstehenden Fotos.

Blick auf Heilbronn und den Neckar (1959)

Stadt und Kraftwerk Heilbronn (1959), A. Brugger, © LMZ-Archiv

Stadt und Kraftwerk Heilbronn (1987)

Stadt und Kraftwerk Heilbronn (1987), A. Brugger, © LMZ-Archiv

Stadt und Kraftwerk Heilbronn (2007)

Stadt und Kraftwerk Heilbronn (2007),  A. Welscher, © LMZ-Archiv

Übersicht:

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