Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Carl-Ludwig-See
Karte
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Carl-Ludwig- See einst und heute
Damm in den Mathäuswiesen (Aufn. 1952)
(Element 14 von 14: Bild)
Bild: NSG Hockenheimer Rheinbogen, Matthäuswiesen
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Der Pfad über die Dammkrone führte früher zur Ziegelei (Vereinigte Speyerer Ziegelwerke AG) am Rhein. Das Unternehmen wurde am 22.05.1889 gegründet. Dabei fusionierten Ziegelei Jakob Ganter u. Cie. und die Speyerer Dampfziegeleien zur Firma Vereinigte Speyerer Zielgewerke AG. Geschäftszweck war die Herstellung von Dachziegeln und Backsteinen. Die Back- und Ziegelsteinproduktion wurde 1961 eingestellt. 1968/69 erwarb die Dachziegelwerke Ergoldsbach AG die Aktien der Vereinigten Speyerer Ziegelwerke AG. Kurz darauf erfolgte die Fusion zur Erlus AG mit Sitz in Neufahrn. Im Jahr 2000 stellte die Erlus AG den Betrieb ein und veräußerte den Standort der MVG Mineralfaser-Verwertungs-Gesellschaft GmbH.

Carl-Ludwig-See:
Weitere Informationen
Erlebnisort in der Nähe:
 
Übersicht
 

Carl-Ludwig-See Moor bei Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis)

Eingebettet im Naturschutzgebiet "Hockenheimer Rheinbogen", südlich von Ketsch, liegt eine weitläufige ehemals vermoorte Senke, deren Fläche noch heute als Carl-Ludwig-See bezeichnet wird. Kurfürst Carl-Ludwig (1617 - 1680) war beim Volk sehr beliebt, da er nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges viel für den Wiederaufbau der Kurpfalz und für deren wirtschaftliche Förderung leistete. Im Rahmen dieser Maßnahmen enstand 1649 vorort eine riesige Teich- und Fischzuchtanlage. Die Gesamtfläche des Sees war beachtlich (ca. 1,75 km2!). Bedingt durch Kriege und Hochwasser setzte in der Mitte des 18. Jahrhunderts der Zerfall der Anlagen ein. Die Flächen wurden in der Folgezeit nur noch landwirtschaftlich als Grünland genutzt.

Das heutige Schutzgebiet "Carl-Ludwig-See" hat eine Größe von ca. 112 ha. Das einst weitläufige Landschaftsbild zeigt nur noch in Teilen den typischen Niederungscharakter mit ausgedehnten Wiesen und Auwaldresten. Entwässerung, Ackerbau und damit einhergehender Humusabbau führten mittlerweile zur weitgehenden Zerstörung des einstigen Niedermoors. Die noch bestehenden Moorflächen liegen durch Erdreich überdeckt in einem Bogen entlang der Niederterrasse. Seit 2001 gehören die Flächen zum Natura 2000-Gebiet "Rheinniederung zwischen Mannheim und Philippsburg" (Gebietsnr.: 6617301).

Bild: Schutzgebiet Carl Ludwig See
Niedermoor Carl Ludwig See - Restflächen
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)
Im Gewann Carl-Ludwig-See findet sich noch heute der typische Niederungscharakter mit ausgedehnten Wiesen und Auwaldresten. Die Restflächen des Niedermoors stehen inzwischen unter Schutz. Sie dienen der Erhaltung eines biologisch vielfältigen, sekundären Feuchtgebiets, das sich zu einem Lebensraum von hoher ökologischer Bedeutung in der Kulturlandschaft entwickelt hat.