Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Baden-Württemberg
BW-Standardkarte
Anregungen oder Fragen?
Suche
Suche in …
Umweltportal
Porphyrsteinbruch am Wachenberg, Steinbruchterrassen
(Element 1 von 6: Bild)
Bild: Porphyrsteinbruch am Wachenberg, Rhein-Neckar-Kreis
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

An den steilen, bis zu 230 m hohen Felswänden kommt es immer wieder zu Rutschungen.

Was ist neu oder geändert?

Meldungen

07.12.2016 Projekt C/sells startet in die Praxisphase mehr

06.12.2016 Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Atomausstieg 2011 war rechtens –… mehr

05.12.2016 5. Smart Grids-Kongress in Fellbach: Energiewende im Trend: Intelligent – … mehr

01.12.2016 Planung für einen nachhaltigen Neubau der LUBW beginnt mehr

Weitere Nachrichten

Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Blaumeise (Parus caerleus), Winter
Blaumeise (Parus caerleus)
(© W. Detemple)

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden-Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 3.000 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

Der Zugang Unsere Umwelt präsentiert das Inventar an Bodenlandschaften, Geotopen, Mooren, Schutzgebieten sowie das BodenseeWeb.

In den Umweltthemen werden umweltpolitische Fragen zu Abfall als Ressource, Biologischer Vielfalt, Bodenschutz, Klimaschutz und Umweltbildung behandelt und beispielhafte Aktionen wie das Natura-TV präsentiert.

Die Umweltbeobachtung informiert über die Messnetze der landesweiten Bodendauerbeobachtung und über den Landschaftswandel in Baden-Württemberg.

Der Zugang Umwelt erleben führt zu Umwelterlebnisgebieten in Stadt- und Landkreisen. Auch Einrichtungen mit umweltgerechten Freizeitangeboten wie Naturschutzzentren, Freilichtmuseen und Lehrpfade werden hier gezeigt.

Aktuelle Themen


 

Heimische Landwirtschaft setzt auf artgerechte Nutztierhaltung, Klimaschutz und Artenvielfalt

Bild: Schaf mit Ohrmarke
Hausschaf (Ovis orientalis aries), beliebtes Nutztier
(© M. Linnenbach)

Die Ohrmarke dient der amtlichen Kennzeichnung und Registrierung von Haus- und Nutztieren.Seit Juli 2005 gilt dies auch für Ziegen und Schafe.

29.11.2016 Mit dem Förderprogramm FAKT werde ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt gesunder Nutztierbestände und intakter Kulturlandschaften geleistet. Beides seien Grundlagen für hochwertige Lebensmittel aus Baden-Württemberg, so der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern erzeugen Lebensmittel und Rohstoffe unter Einhaltung höchster Standards. Die steigende Nachfrage der Betriebe nach unseren Umweltförderprogrammen belegt, dass dabei eine artgerechte Tierhaltung und der Schutz der Umwelt einen breiten Raum einnehmen", sagte der Minister.

Allein beim Ausgleichsprogramm FAKT liege das beantragte Fördervolumen dieses Jahr acht Prozent über dem Vorjahreswert. Rund 53 Prozent der Betriebe würden über FAKT einen Ausgleich für entsprechende Maßnahmen beantragen. Weitere Fördermittel stünden bereit. Ein Einstieg in FAKT wäre nach wie vor möglich.

Das Förderprogramm FAKT
Das Ziel von FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl) ist der Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaft, der Schutz des Klimas und der natürlichen Ressourcen Wasser, Boden, Luft, der Erhalt und die Verbesserung der Biodiversität sowie die Förderung der artgerechten Tierhaltung.

Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

 


 

Vogelgrippe * am Bodensee - Maßnahmenfahrplan festgelegt

Bild: Reiherente_Erpel
Reiherente (Aythya fuligula) - Erpel
(© Autor: T. Dove)

Die bevorzugten Lebensräume der Reiherente (Aythya fuligula) sind Seen und Fließgewässer mit mäßiger Fließgeschwindigkeit. Auch auf größeren Baggerseen lassen sich rastende Reiherenten in kleinen Trupps gut beobachten.

09.11.2016 Mit Blick auf das Auftreten der für Vögel sehr gefährlichen Vogelgrippe H5N8 am Bodensee macht sich der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, vor Ort ein Bild über die Lage und stellt das weitere Vorgehen vor.

„Die Erfahrungen aus den Vogelgrippefällen früherer Jahre (z. B. 2005) zeigen, dass ein abgestimmtes, angemessenes aber entschlossenes Handeln der richtige Weg ist, um die Krankheit bestmöglich einzudämmen. In ganz Europa ist immer wieder mit dem Auftreten der Vogelgrippe zu rechnen, und unsere Experten sind deshalb gut vorbereitet. Auch das Zusammenspiel der Behörden aller Ebenen funktioniert", sagte Hauk in Konstanz.

Umgehend notwendige Maßnahmen veranlasst
Gemeinsam mit einem Expertenstab habe er umgehend notwendige Maßnahmen veranlasst. Auch wenn jeder Vogelgrippefall immer etwas anders gelagert sei, könne man auf erprobte Konzepte zurückgreifen. Dementsprechend arbeite man nun den vorliegenden Fall in enger Abstimmung mit den Nachbarländern zielorientiert ab. Derzeit sei die Vogelgrippe in verschiedenen Regionen Europas aufgetreten.

„Nach aktuellem Kenntnisstand können wir davon ausgehen, dass H5N8 für den Menschen ungefährlich ist. Allerdings raten die Experten, beim Umgang mit tot aufgefundenen Tieren grundsätzlich ein Höchstmaß an Sorgfalt walten zu lassen und die Grundsätze der Hygiene zu beachten sowie die Tierkörper nicht zu berühren", betonte Hauk. Das Sozialministerium sei eingebunden. Bürgerinnen und Bürger, die derzeit am Bodensee tote Vögel, vor allem tote Enten fänden, sollten sich an die jeweils zuständige Gemeinde/Stadt oder das Landratsamt wenden.

Schutzstreifen angeordnet
„In einem ersten Schritt wird behördlich angeordnet, dass in einem Uferstreifen von 1.000 Metern Breite am Bodensee Geflügelbestände ‚aufgestallt‘, also in Ställe verbracht werden müssen. In diesem Schutzstreifen gelten zusätzlich besondere Biosicherheitsmaßnahmen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit unseren Nachbarn am Bodensee und mit der Geflügelwirtschaft, die ein großes Interesse an der Gesunderhaltung der Nutztierbestände hat", erklärte Hauk. Besondere Biosicherheitsmaßnahmen werden vorsorglich auch entlang des gesamten baden-württembergischen Rheinufers auf 500 Meter Breite angeordnet.

Flankierend dazu betreibe man ein engmaschiges Monitoring am Bodensee selbst, aber auch am Rhein entlang, wo sich immer wieder Rast- und Ruheplätze von Zugvögeln befänden, die für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlich wären. „Behörden, Fischer, Landwirte und Jäger werden hier mit einbezogen. Deren besondere Ortskenntnis ist sehr hilfreich", betonte Hauk. Zusätzlich sollten landesweit Jägerinnen und Jäger erlegte Enten und Gänse für eine Beprobung zur Verfügung stellen.

„Im Landkreis Konstanz wird das Landratsamt als zuständige Behörde in Kürze die rechtliche Anordnung erteilen", so Landrat Frank Hämmerle. „Darüber hinaus empfehlen wir auch Hundehaltern, im Bereich des Ufers ihre Tiere anzuleinen."

„Da sich die Lage täglich ändern kann, ist unser Maßnahmenplan nicht statisch. Ausgehend von der jeweiligen Einschätzung der Experten richten wir unser Handeln am Erforderlichen aus. Hierzu stehen wir mit unseren Partnern der Internationalen Bodenseekonferenz in engem Kontakt", sagte der Minister. In die Expertise würden alle notwendigen Fachrichtungen einfließen. Veterinäre, Landwirte und Verwaltungsfachleute würden gemeinsam an einem Strang ziehen.

Hintergrundinformationen
Bei 37 tot aufgefundenen Reiherenten wurde das Virus H5N8 nachgewiesen. Bei weiteren 13 Funden laufen die Untersuchungen noch. Fundorte in Konstanz, Radolfzell, Moos, Bodman-Ludwigshafen und Friedrichshafen.

Aktuell verzeichnet Baden-Württemberg 50 (Stand 12.11. 10.00 Uhr) bestätigte Fälle des für Geflügel hochpathogenen Virus H5N8 im Landkreis Konstanz und im Bodenseekreis. Derzeit gibt es insgesamt 121 tote Wildvögel im Bereich des Bodensees auf baden-württembergischer Seite, 73 im Landkreis Konstanz und 48 im Bodenseekreis. Die Abklärung, ob die 71 Verdachtsfälle ebenfalls an H5N8 verendet sind, läuft derzeit.

---------------------------------------------------

' Vogelgrippe ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Geflügelpest. Dabei handelt es sich um eine durch Viren hervorgerufene Tierseuche, von der Hühner, Puten, Gänse, Enten, wildlebende Wasservögel und andere Vögel betroffen sein können. Bei einer Infektion mit den aggressiveren Virusstämmen führt sie meist zum Tod der infizierten Vögel. Einige Varianten der Geflügelpest-Viren können in Einzelfällen auf Menschen aber auch auf Hauskatzen übertragen worden.


 

Klatschmohn (Papaver rhoeas) wird Blume des Jahres 2017

Bild: Klatschmohn, Blüte
Klatschmohn (Papaver rhoeas), Blüte
(© C. Antesberger)

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist eine einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 cm erreicht. Die Blütezeit verläuft je nach Standort und Klima von Mai bis Juli. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber der Milchsaft.

Blume des Jahres 2017

31.10.2016 Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) als bekanntester Vertreter aller Mohnarten, ist Blume des Jahres 2017. Das teilte die Loki Schmidt Stiftung, die diese jährlich kürt, am 31. 10. 2016 in Hamburg mit. Die auffallend rot blühende zarte Ackerpflanze sei in Deutschland gar nicht mehr so häufig.

Durch diese Wahl solle auf die allgemeine Gefährdung der Ackerwildkräuter und deren Bedeutung für die Vielfalt in der Kulturlandschaft aufmerksam gemacht werden.Aufgrund des fortschreitenden Rückgangs der Pflanzenvielfalt sind auch die Bestäuber wie Schmetterlinge und Bienen sowie andere Insekten, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und Lebensstätte nutzen, stark bedroht.

 

 


 

Fichte ist Baum des Jahres 2017

Bild: Taubenmoos(Ldkr. Waldshut), winter
NSG Taubenmoos, bodensaurer Fichtenwald
(© LUBW, Autor: J. Schaber)

Auf den schattigen Lichtungen der Waldmoore und in den nordexponierten Lagen der Hangmoore taut der Schnee meist erst Ende April/Anfang Mai vollständig ab.  Das NSG wurde 2007 gemeinsam mit dem "Naturschutzgroßprojekt Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental" durch das Regierungspräsidium Freiburg ausgewiesen. Derzeit laufen Überlegungen die ökologisch wertvolle Hochfläche in die Gebietskulisse des Biosphärengebiets Südschwarzwald einzubinden.

 13.10.2016 Die Fichte ist eine wichtige Baumart für die heimische Waldwirtschaft. Sie wächst in Baden-Württemberg auf 34 Prozent der Waldfläche. Fichtenholz ist ein wichtiger Rohstoff für die heimische holzverarbeitende Industrie. Nach Branchenangaben finden bundesweit rund zwei Drittel des erzeugten Nadelschnittholzes Verwendung in der Bauwirtschaft. Fichte ist in Baden-Württemberg die dominierende Nadelholzart.

„Lange Jahre war die heimische Baumart Fichte als naturfern verpönt. Richtig eingesetzt und richtig behandelt, ist die Fichte eine sehr leistungsfähige Baumart mit vielen Vorzügen. Ihre Wahl zum Baum des Jahres 2017 begrüße ich außerordentlich", sagte Forstminister Peter Hauk. Neben vielen anderen Baumarten werde die Fichte auch in Zukunft auf den richtigen Standorten klimastabile Mischwälder im Südwesten mit prägen. Fichtenholz, das zu Bauholz verarbeitet werde, speichere langfristig große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid.

Der Baum des Jahres wird durch die Dr. Silvius Wodarz-Stiftung ausgerufen.


 

80 neue Schülermentoren für den Umweltschutz ausgezeichnet

Bild: Dr. Andre Baumann
Staatssekretät Dr. Andre Baumann
(© Land BW)

Dr. Andre Baumann wurde 1973 in Heidelberg geboren, ist in Schwetzingen aufgewachsen, wo er auch heute mit seiner Familie lebt. Er hat an der Universität Marburg Biologie mit den Schwerpunkten Naturschutz und Ökologie studiert. Parallel hat Baumann ein zweites Hauptstudium der Rechtswissenschaften absolviert, aber nicht abgeschlossen. An der Universität Regensburg wurde der Diplom-Biologe promoviert. Im Mai 2016 wurde er zum Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg ernannt.

 30.09.2016 Staatssekretär Andre Baumann hat 80 jungen Schülerinnen und Schülern aus Baden-Württemberg ihr Abschlusszertifikat zur Schülermentorin oder zum Schülermentor für den Umweltschutz übergeben. Damit endet für die jetzigen Neuntklässlerinnen und Neuntklässler eine einjährige Fortbildung mit dem Schwerpunkt Klimaschutz.

„Die Jugendlichen werden die Folgen des Klimawandels besonders zu spüren bekommen", erklärte Staatssekretär Baumann. „Mit dem Programm „Schülermentoren für den Umweltschutz an Schulen" unterstützt die Landesregierung das große Interesse und Engagement der Teenager an Themen wie Ressourcenschutz oder Energiesparen." Die Aktivitäten, die die Schülerinnen und Schüler an ihren Schulen selbständig durchführten, würden sie zu wichtigen Vorbildern machen, betonte Andre Baumann. „Dieses Engagement bringt die Nachhaltigkeit im Land weiter voran. Daher wird das Land auch im laufenden Schuljahr wieder 80 Achtklässlerinnen und Achtklässler zu Schülermentorinnen oder zum Schülermentor für den Umweltschutz ausbilden."

Schülermentoren für den Umweltschutz an Schulen

Das landesweite Programm „Schülermentoren für den Umweltschutz an Schulen" fand im Schuljahr 2015/16 bereits zum 15. Mal statt und richtet sich an Achtklässler aus allen weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport.

Das Modellprojekt wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission mehrmals als offizielles Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Damit sind die Projektträger in die „Allianz Nachhaltigkeit lernen" aufgenommen. Die ausgezeichneten Projekte gelten als beispielhaft für eine innovative und breitenwirksame Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Liste der teilnehmenden Schulen (PDF)


 

Land baut Flutinformations- und Warnsystem für Kommunen weiter aus

Bild: Neckarhochwasser 01-2011 (4)
Alte Brücke in Heidelberg - Hochwasser Januar 2011
(© privat, Autor: B. Grießmann)

Die Feuerwehr Heidelberg und die für den Hochwasserdienst zuständigen Kräfte der Stadt Heidelberg waren im Januar 2011 durch die Wetterereignisse extrem gefordert. Die Feuerwehr verzeichnete in diesem Zusammenhang insgesamt 34 Einsätze, davon 25-mal Wasser in Gebäuden, drei Einsätze wegen umgestürzter Bäume, zwei Einsätze zur Wasserrettung sowie viele sonstige Einsätze.

16.09.2016 Umweltminister Franz Untersteller und Innenminister Thomas Strobl: „Kommunen müssen sich auf Hochwasser intensiv vorbereiten, um die Bevölkerung schützen zu können. Unser Flutinformations- und Warnsystem FLIWAS hilft ihnen dabei."

Umweltminister Franz Untersteller und Innenminister Thomas Strobl haben die nächste Ausbaustufe des Flutinformations- und Warnsystems des Landes FLIWAS 3 als Testversion freigeschaltet. Ab sofort können Städte und Gemeinden das modernisierte Instrument nutzen, um sich noch gezielter auf mögliche Hochwasser vorzubereiten. Mit der Nutzung von FLIWAS 3 können alle Verantwortlichen im Ernstfall schnell, koordiniert und zielgerichtet handeln.

„Es spricht vieles dafür, dass sowohl große Hochwasserereignisse wie im Jahr 2013 als auch Starkregenereignisse infolge des Klimawandels in Zukunft vermehrt auftreten werden. Umso wichtiger ist es, die organisatorischen Vorkehrungen zur Hochwassergefahrenabwehr zu verbessern", erklärten die für den Hochwasserschutz und für den Katastrophenschutz zuständigen Landesminister Franz Untersteller und Thomas Strobl.

Moderne Informationstechnologie hilft, Gefahren früh zu erkennen und abzuwehren
Untersteller und Strobl forderten die Kommunen auf, der Land-Kommunen-Kooperation FLIWAS 3 beizutreten und die Software zur Stärkung des kommunalen Hochwasserrisikomanagements zu nutzen. Es sei ein mobiles und hochmodernes Instrument, das es erlaube, eine Vielzahl von Daten und Informationen zu bündeln und in Einsatz- und Alarmpläne einfließen zu lassen. „Je besser die Datengrundlage für solche Pläne, desto höher ist der Schutz der Bevölkerung und der Schutz von Eigentum und Sachwerten", so Untersteller und Strobl.Kommunen, die der Land-Kommunen-Kooperation FLIWAS 3 beitreten, erhalten Schulungen und professionelle Unterstützung bei der Nutzung des Systems.

Ergänzende Informationen

FLIWAS ist das webbasierte Hochwassermanagementsystem für Baden-Württemberg. Mit FLIWAS wird Mitarbeitern im Hochwasserschutz ein Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem im Hochwasserfall der hohe Informations- und Kommunikationsbedarf schnell gedeckt werden kann. Alle relevanten Informationen, die zur schnellen Lagebeurteilung benötigt werden, werden an einer Stelle gebündelt. Hochwasseralarm- und -einsatzpläne können mit Hilfe von FLIWAS automatisiert, vernetzt und auf einfache Weise aktualisiert werden. Dank zentraler Datenhaltung und Webtechnologie ist FLIWAS räumlich unabhängig und kann auf jedem PC mit Internetzugang genutzt werden.

Die neu entwickelte Software FLIWAS 3 basiert auf Erkenntnissen aus der Praxis und den Erfahrungen der Anwender mit den Vorgängerversionen. FLIWAS 3 verfügt über eine moderne, intuitiv zu bedienende Oberfläche und kann sowohl landesweit bereitgestellte als auch lokal verfügbare hochwasserrelevante Daten und Informationen in einer Anwendung bereitstellen.


 

Deutschlands schönster Wanderweg 2016 befindet sich auf der Schwäbischen Alb

Bild: Uracher Wasserfall, Bad Urach
Uracher Wasserfall, Bad Urach (Ldkr. Reutlingen)
(© LGRB, Autor: T. Huth)

In einem Seitental des Ermstals befindet sich der Uracher Wasserfall, der wohl schönste Wasserfall der Schwäbischen Alb. Auf dem Weg durch die verkarsteten Kalkbänke nimmt das kohlensäurehaltige Regenwasser Kalk auf, der beim Austritt des Quellwassers an die Luft und beim Aufprall der Wassertropfen unterhalb des Falls wieder ausgeschieden wird. Naturdenkmal

02.09.2016 Deutschlands schönster Wanderweg befindet sich in Bad Urach. Das „Wandermagazin" hat den Wanderweg „Wasserfallsteig" auf der Messe TourNatur in Düsseldorf als „Deutschlands schönster Wanderweg 2016" ausgezeichnet. Der Premiumwanderweg auf der Schwäbischen Alb setzte sich in der Kategorie „Publikumspreis Tagestouren" durch.

Der auch für den Tourismus zuständige Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, sagte: „Ich freue mich sehr, dass sich Deutschlands schönster Wanderweg in diesem Jahr in Baden-Württemberg befindet. Ich gratuliere der Stadt Bad Urach herzlich zu dieser Auszeichnung und danke ihr für ihr herausragendes Engagement."

„Mein Glückwunsch geht an alle Beteiligten, die sich mit viel Engagement für die Instandhaltung und Vermarktung der Wanderwege einsetzen. Die Auszeichnung ist eine tolle Anerkennung für diese Bemühungen und zeigt, dass das einzigartige Wanderangebot in Bad Urach ein wichtiger Grundstein für die weiterhin erfolgreiche Tourismusentwicklung ist", so Wolf weiter.

Baden-Württemberg bietet mit seinen einzigartigen Mittelgebirgen und reizvollen Natur- und Kulturlandschaften optimale Voraussetzungen zum Wandern. Um dieses Potenzial zu nutzen, unterstützt die Landesregierung Tourismuskommunen gezielt bei der Umsetzung hochwertiger Wanderprojekte. Der Wasserfallsteig in Bad Urach sowie die vier weiteren Premiumwanderwege der Grafensteige wurden aus Mitteln des Tourismusinfrastrukturprogramms gefördert. Minister Wolf sagte dazu: „Die Auszeichnung des Wasserfallsteigs zeigt, dass wir uns mit unserer Tourismusförderung auf dem richtigen Weg befinden. Die Auszeichnung ist aber insbesondere ein Erfolg der Akteure vor Ort."

Der Publikumspreis „Der schönste Wanderweg Deutschlands" des „Wandermagazins" wird jährlich verliehen. Im Jahr 2016 standen zehn Wanderwege in der Kategorie „Tagestouren" zur Wahl, an der 22.162 Personen teilnahmen. Der zweite und dritte Platz in der Kategorie Tagestouren ging an den Wanderweg Galgenvenn im Naturpark Schwalm-Nette am Niederrhein und die Traumschleife Rheingold in Boppard.


 

Drei Radfernwege in Baden-Württemberg ausgezeichnet

 
Bild: Radfahren
Fahrradfahren liegt im Trend
(© LUBW)


 
Bild: Bodensee Radwanderweg, Logo
Bodensee Radwanderweg

.

31.08.2016 Baden-Württemberg wird als Radreiseregion immer beliebter. Nun sind mit dem Stromberg-Murrtal-Radweg, dem Odenwald-Madonnen-Radweg und dem Bodensee-Radweg drei Top-Radfernwege vom ADFC-Bundesverband ausgezeichnet worden.

„Baden-Württemberg hat den Trend Fahrradtourismus für sich erkannt und investiert mit einer groß angelegten Qualitätsoffensive in den Ausbau der Infrastruktur" sagte Thomas Froitzheim, stellvertretender Leiter des ADFC-Fachausschusses Fahrradtourismus anlässlich der Fahrrad-Leitmesse Eurobike.

Prof. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im baden-württembergischen Verkehrsministerium, sagte: „Unser Engagement für mehr Qualität im Radtourismus zahlt sich aus: Das zeigen die aktuellen Zahlen der ADFC-Radreiseanalyse, nach denen Baden-Württemberg als Radreiseregion immer beliebter wird. Wir wollen erreichen, dass Baden-Württemberg zur attraktivsten Radreiseregion in Deutschland wird. Deshalb unterstützt das Land nicht nur den Klassifizierungsprozess, sondern investiert auch systematisch in die Qualität der Radinfrastruktur und in eine gute Beschilderung. Die Klassifizierung des ADFC nach bundesweit einheitlichen Kriterien bestätigt uns auf diesem Weg."

Als ADFC-Qualitätsradrouten ausgezeichnete Radwege

  • Stromberg-Murrtal-Radweg (157 km): drei Sterne: Auf dem Stromberg-Murrtal-Radweg kann man das „Ländle" einmal von West nach Ost durchqueren. Die Route beginnt in Karlsruhe und verbindet zwei Unesco-Welterbestätten mit romantischen Fachwerkhäusern, Flusstälern und Naturparken. Sie bietet viele Erlebnisse und ist optimal an den öffentlichen Verkehr angebunden. Der eine oder andere Anstieg ist mit dabei.
  • Odenwald-Madonnen-Radweg (187 km): vier Sterne: Der Radfernweg führt von Tauberbischofsheim bis nach Speyer und durchquert dabei den Naturpark Neckartal-Odenwald sowie das „Madonnenländchen", das mit einer Vielzahl sakraler Bauten aufwartet. Er bietet jeweils eine Routenführung für sportliche Fahrer sowie für Familien. Dank guter Wegweisung fällt die Orientierung vor Ort nicht schwer.
  • Bodensee-Radwanderweg (260 km): vier Sterne, durch 3 Länder: Der Radfernweg verläuft meist direkt am Ufer des Sees durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dabei hat man stets das Alpenpanorama im Blick. Unterwegs lohnen Stopps in Konstanz, Meersburg oder Lindau. Der Großteil der Route ist autoverkehrsarm geführt, belebtere Abschnitte lassen sich per Schiff- oder Bahnfahrt gut überbrücken. Die radwegebegleitende Infrastruktur ist hervorragend.

 

ADFC-Qualität setzt sich durch - auch grenzüberschreitend

Der ADFC hat damit insgesamt 36 Qualitätsradrouten und fünf RadReiseRegionen ausgezeichnet und Kilometer für Kilometer überprüft. Mehrere ADFC-Qualitätsradrouten überschreiten die Grenzen zu Nachbarländern.


 

Ausbreitung eingewanderter invasiver Arten soll bekämpft werden

Bild: Nutria (Myocastor coypus), Sumpfbiber, Kopf
Nutria (Myocastor coypus)
(© LUBW, Autor: R. Kober-Moritz)

Der Nutria (Myocastor coypus) stammt ursprünglich aus Südamerika. Die invasive Art hat sich in Deutschland etabliert.

Stuttgart 03.08.2016 In dieser Woche ist die erste EU-Liste invasiver Arten in Kraft getreten. Insgesamt 37 Tier- und Pflanzenarten sind darin aufgeführt, mindestens 24 von ihnen kommen in Deutschland vor, darunter der amerikanische Ochsenfrosch und der Signalkrebs. Es handelt sich dabei um Tier- und Pflanzenarten, die eingewandert sind, und einheimische Arten ggf. verdrängen, Schäden in Flora und Fauna anrichten und/oder zu gesundheitlichen Schäden führen. Die Europäische Kommission beziffert allein die medizinischen und ökonomischen Folgekosten durch eingewanderte Arten in der EU auf rund zwölf Milliarden Euro pro Jahr.

Die Liste geht auf die Biodiversitätsstrategie der EU zurück, deren Ziel es ist, den Rückgang der Artenvielfalt aufzuhalten. Ein Punkt dabei ist die Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten. „Für Baden-Württemberg ist nur ein Teil der Liste relevant, es fehlen aber beispielsweise Riesenbärenklau oder Kalikokrebs - also Arten, die hierzulande massive Schäden anrichten können", sagt Martin Klatt, Artenschutzreferent des Naturschutzbunds NABU. In der gesamten EU gehen Fachleute von rund 12 000 eingewanderten Arten aus, von denen rund 10 bis 15 Prozent als invasiv eingestuft werden.

Wichtig sei jetzt, die angemessenen Konsequenzen zu ziehen. Nach Einschätzung des NABU spielen Monitoring und Prävention eine wichtige Rolle. „Nur wenn man genau im Blick hat, welche Arten sich wie ausbreiten, kann man bei Bedarf rechtzeitig sinnvolle Maßnahmen ergreifen", sagt Klatt. Ein Beispiel ist der Kalikokrebs: Er stammt aus Nordamerika, wurde 1993 erstmals nahe Baden-Baden gefunden und hat sich am Oberrhein mittlerweile von Baden-Württemberg nach Rheinland-Pfalz ausgebreitet. Die Tiere wandern über Land, besiedeln neue Gewässer, zerstören dort häufig die Vegetation und vernichten die Amphibien- und Libellenbestände. Derzeit wird untersucht, wie verhindert werden kann, dass der Krebs neue Gewässer besiedelt.

Ob eine Bekämpfung invasiver Arten sinnvoll ist, hängt nach Angaben des Umweltministeriums auch davon ab, wie weit die Art bereits verbreitet ist. Vor diesem Hintergrund werden in Baden-Württemberg üblicherweise punktuelle Maßnahmen gegen noch nicht weit verbreitete Arten oder zum Schutz naturschutzfachlich hochwertiger Flächen durchgeführt.

Nach befürwortender Stellungnahme durch den zuständigen Verwaltungsausschuss hat die EU-Kommission am 14.7.2016 die erste Unionsliste veröffentlicht, die am 3.8.2016 in Kraft getreten ist. Steckbriefe mit wesentlichen Angaben zum Vorkommen und zum Aussehen der gelisteten Arten sind in den  BfN-Skripten 438 verfügbar.

Quelle: Staatsanzeiger BW


 

UNESCO-Biosphärenreservat im Schwarzwald, Umweltministerium, Regierungspräsidium Freiburg und beteiligte Kommunen und Kreise stellen UNESCO-Antrag

Bild: TP_BGL1_081 Wasserfall bei Todtnau
Wasserfall bei Todtnau
(© Autor: K. Rilling)

Nördlich von Todtnau stürzt der Stübenbach in einem breiten Wasserfall über 60 m in die Tiefe. Entstanden ist der Wasserfall während der Eiszeiten, als sich der Hauptgletscher im Schönenbachtal in Richtung Todtmoos bewegte und ein tiefes Muldental ausschürfte. Der kleine Hanggletscher bei Todtnauberg hatte nicht die Kraft, der Tieferlegung des Hauptgletschers zu folgen. Das Stübenbachtal stellt daher ein so genanntes Hängetal dar und der Wasserfall fällt über die Talkante ins Haupttal ab. Aufgrund der Wiederständigkeit der harten Migmatite blieben die schroffen Formen und Wasserfallkanten bis heute erhalten. Nach Nordwesten setzen sich entlang der Schindelhalde felsenreiche Steilhänge mit flachen Steinschuttböden fort (Regosole, Ranker).

29.07.2016 Der Antrag, das Biosphärengebiet Schwarzwald international als UNESCO-Biosphärenreservat anzuerkennen, wurde am 29.07.in der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets in Schönau unterzeichnet worden. Zu den Unterzeichnern gehören Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller, die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, der Geschäftsführer des Biosphärengebiets Schwarzwald Walter Kemkes, sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Kreise und Kommunen. Der Antrag wird vom deutschen Nationalkomitee für das UNESCO-Programm „Man and the Biosphere" an die UNESCO weitergeleitet. Eine Anerkennung wäre dann bis Ende 2017 möglich.

„Gemeinsam erleben wir hier im Schwarzwald, in den Grenzen des Biosphärengebiets, wie eine einzigartige Modellregion mit erheblichem Mehrwert für Wirtschaft, Tourismus und Natur entsteht", erklärte Umweltminister Franz Untersteller. Er lobte das Engagement der beteiligten Kreise und Kommunen und hob die naturschutzfachlich herausragende Bedeutung des Biosphärengebiets Schwarzwald hervor: „Das Biosphärengebiet begeistert mit seiner typischen und durch die Allmendweiden einmaligen Landschaft, mit seinen Wäldern, Mooren und Felsen und mit seinen Gewässern. Es lohnt sich, diese Natur- und Kulturlandschaft mit ihrem Reichtum an Pflanzen und Tieren zu schützen und weiter zu entwickeln."

Umweltminister Franz Untersteller und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Wir stärken den Schutz der biologischen Vielfalt und sichern Lebensräume für Mensch und Natur."
Das künftige Biosphärenreservat umfasst ein Gebiet von über 63.000 Hektar. Etwas mehr als zwei Drittel davon sind als so genannte Entwicklungszone deklariert, rund 30 Prozent sind Pflegezone und gut drei Prozent bilden die Kernzone des Reservats. Während die Kernzone ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden muss, kann und soll in den beiden anderen Zonen naturschonend und nachhaltig gewirtschaftet und gepflegt werden. In der Pflegezone steht die naturschonende Nutzung der Kulturlandschaften im Vordergrund, in der Entwicklungszone ist die nachhaltige Entwicklung der Flächen das Ziel, wobei die Flächen grundsätzlich uneingeschränkt wirtschaftlich, landwirtschaftlich oder touristisch genutzt werden können.

Für Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ist die Unterzeichnung ein Meilenstein: „Mit der Unterzeichnung des UNESCO-Antrags gehen wir einen weiteren Schritt in der Erfolgsgeschichte des Biosphärengebiets im Schwarzwald. Die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat wird mit vielen kreativen Ideen einen spürbaren Impuls für die Steigerung der Qualität und Attraktivität dieser Region und somit für das Wohlergehen der Menschen, die hier leben, geben." Sie ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir weitere 200 Hektar Staatswald in die Kernzone des Biosphärengebiets einbringen können. Das ist nochmals ein starkes Bekenntnis der Landesregierung zum Biosphärengebiet."

Ergänzende Informationen
Der Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat ist von Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller, der Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, dem Geschäftsführer des Biosphärengebiets Schwarzwald, Walter Kemkes, sowie Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Kreise Lörrach, Waldshut und Breisgau-Hochschwarzwald sowie der Stadt Freiburg unterzeichnet worden.

Außerdem unterstützen die 28 Kommunen des Biosphärengebiets Schwarzwald den Antrag: Aitern, Böllen, Fröhnd, Hausen im Wiesental, Häg-Ehrsberg, Kleines Wiesental, Schönau im Schwarzwald, Schönenberg, Schopfheim, Todtnau, Tunau, Utzenfeld, Wembach, Wieden, Zell im Wiesental (alle Landkreis Lörrach), Albbruck, Bernau im Schwarzwald, Dachsberg, Höchenschwand, Häusern, Ibach, St. Blasien, Ühlingen-Birkendorf, Wehr (Landkreis Waldshut), Hinterzarten, Horben, Oberried, Schluchsee (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets ist in Schönau eingerichtet. Neben Geschäftsführer Walter Kemkes, einer Verwaltungskraft und einer Assistenz werden dort Fachleute für Naturschutz, für Landnutzung, für Wirtschaft/Tourismus/Regionalentwicklung/Vermarktung und für Bildung/Kultur/Gesellschaft/Soziales arbeiten. Ein Besucherzentrum für das Biosphärengebiet wird voraussichtlich in Todtnau entstehen.

Die Kosten für das Biosphärengebiet von etwa 660.000 Euro jährlich trägt in den ersten drei Jahren das Land, danach übernehmen die Kreise und Kommunen 30 Prozent der Kosten.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft


 

Nationalparkticket Schwarzwald geht an den Start

Bild: NSG Schliffkopf (1989), Luftbild, Nationalpark
Hochfläche des Naturschutzgebiets Schliffkopf
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Naturschutzgebiet Schliffkopf - als Schutzgebiet seit 1938 ausgewiesen. Erweiterung und Neuverordnung im Jahr 1986 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe. Heutige Flächengröße ca. 1.357 ha. Seit dem 08. September 2013 zählt das Schutzgebiet auch zur Gebietskulisse des Nationalparks Schwarzwald.

Sehenswürdigkeiten: Bergheiden, Moorflächen, Blockhalden, Lotharpfad und Buhlbachsee (Karsee) mit Schwingraseninsel. Die Hochfläche zwischen Hornisgrinde und Kniebis stellt auch eine Wasserscheide dar. Hier finden sich die Quellgebiete von Acher, Murg und Rench.

01.06.2016 Minister Untersteller: "Ein Baustein für die umweltfreundliche Mobilität in der Nationalparkregion." Mit einem einfachen und preiswerten Ticket können künftig Nationalparkbesucher verbundübergreifend den ÖPNV nutzen. Ich freue mich, dass es mit Hilfe von Landesmitteln gelungen ist, ein kundenfreundliches Angebot zu machen", so Verkehrsminister Winfried Hermann am Mittwoch, 01. Juni 2016 zum Start des Nationalparktickets.

Naturschutzminister Franz Untersteller ergänzte: „Der Nationalpark Schwarzwald erfreut sich wachsender Beliebtheit und Akzeptanz. Mit dem heute neu eingeführten Nationalparkticket können wir nun allen Gästen die umweltfreundliche Mobilität mit dem öffentlichen Verkehr im gesamten Gebiet des Nationalparks Schwarzwald erleichtern."

Das Gebiet des Nationalparks Schwarzwald erstreckt sich über zwei Teilbereiche, in denen die Tarifgebiete der drei Verkehrsverbünde Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV), Tarifverbund Ortenau GmbH (TGO) und Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt GmbH (VGF) aneinander grenzen. Entsprechend konnte der Nationalpark bislang nicht komplett mit einem einzigen Ticket erkundet werden. Hier schafft das Nationalparkticket Abhilfe. Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto anreisen, können dann vor Ort bequem und nachhaltig mobil sein. Aber auch Gäste, die beispielsweise mit einem Fahrschein von KVV, TGO oder VGF in den Nationalpark kommen, erhalten mit dem Nationalparkticket die Möglichkeit, im Anschluss per Bus im ganzen Gebiet des Parks unterwegs zu sein.

Minister Hermann: Ein Ticket statt drei!
Das Nationalparkticket gilt künftig in dem definierten Bereich des Nationalparks. Überregional verbundüberschreitend gültige Fahrkarten (z. B. Baden-Württemberg-Ticket, KONUS) behalten ihre Gültigkeit, ebenso wie die Verbundtarife vor Ort. Das Nationalparkticket ergänzt diese Tarife verbundüberschreitend im Park. Es trägt dazu bei, dass der Park mit nur einem Ticket über Verbundgrenzen hinweg und preiswert befahren werden kann. Das Gültigkeitsgebiet erstreckt sich dabei über Teilbereiche der drei Verkehrsverbünde KVV, TGO und VGF und fasst diese nutzerfreundlich zusammen. Dazu zählen alle heutigen und künftigen Haltestellen zwischen Schwanenwasen an der B 500 (KVV) und Kniebis Skistadion (VGF) an der B 28. Hinzu kommen die Haltestellen von/bis Herrenwies/Dorfplatz, von/bis Bühlertal/Wiedenfelsen, Sasbachwalden-Brandmatt, ab/bis Hornisgrinde, von/bis Seebach/Wolfsbrunnen, von/bis Obertal/Adler, sowie von/bis Zuflucht.

Das Nationalparkticket ist in verschiedenen Varianten erhältlich:

Einzelticket 2,40 Euro
Familienticket 4,60 Euro
Gruppenticket für fünf Personen 9,20 Euro pro Tag
Der Ticketvertrieb wird von drei Busunternehmen (Firmen RVS, Katz, Klumpp) vor Ort erbracht.

Die Preise basieren auf Gremienbeschlüssen des Nationalparks und machen Ausgleichszahlungen an die Verkehrsverbünde nötig. Das Land übernimmt in der Startphase des Nationalparktickets für zwei Jahre diese Zahlungen und stellt dafür Mittel in Höhe von 40.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Budget des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) zur Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für den Nationalpark Schwarzwald gestellt, das Verkehrsministerium (VM) betreut die Förderung fachlich.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie Ministerium für Verkehr


 

45 Jahre Ramsar Konvention

 
Bild: Ramsar Logo
Ramsar Logo
(© public domain)

International Convention on Wetlands of International Importance especially as Waterfowl Habitat.

 
Bild: Wollmatinger Ried, Moor, Ramsar
Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried (Ldkr. Konstanz)
(© LUBW, Autor: M. Witschel)

Das Naturschutzgebiet "Wollmatinger Ried, Giehrenmoos und Dreifußwiesen" - so der amtliche Name - ist eines der wertvollsten Schutzgebiete am Bodensee. Die erste Unterschutzstellung reicht bis in das Jahr 1930 zurück. Die internationale Bedeutung wurde 1968 durch die Verleihung des Europadiploms der EU gewürdigt. Inwischen zählt die Fläche auch zur Gebietskulisse der global agierenden Ramsar-Konvention.

Am 02 Februar 2016 beging die Ramsar Konvention ihren 45. Geburtstag als die älteste globale Naturschutzkonvention mit derzeit 160 Mitgliedstaaten weltweit. Der Name der Konvention geht zurück auf die iranische Stadt Ramsar, in der 1971 das internationale Abkommen beschlossen wurde. Deutschland unterzeichnete die Konvention 1976. Sie ist ein völkerrechtlicher Vertrag, deren Ausarbeitung ursprünglich von der UNESCO angestoßen wurde.

Das Abkommen verpflichtet die Beitrittsstaaten, geeignete Maßnahmen zu unternehmen, die Biodiversität in ausgewiesenen Schutzgebieten zu erhalten. Dort wird aber kein totales Nutzungsverbot angestrebt sondern der Grundsatz der nachhaltigen, ökologisch ausgewogenen Nutzung (z.B. durch Tourismus). Ein eigenes Büro, dasInternationale Ramsar-Sekretariat in Gland, am Genfersee, dient der Überwachung der Umsetzung der Konvention und ihrer Weiterentwicklung.

Deutschland hat bislang 35 Ramsar-Gebiete benannt. In Baden-Württemberg sind derzeit drei Ramsar-Gebiete ausgewiesen:

  • NSG Wollmatinger Ried (767 ha)
  • NSG Mindelsee (459 ha)
  • sowie seit August 2008 das grenzübergreifende Ramsar-Gebiet "Oberrhein - Rhin supérieur" (Anteil Baden-Württemberg 25.117 ha, Anteil Elsaß 22.413 ha).

 

Was tun im Klimawandel? Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums zu den Folgen des Klimawandels

Bild: Umfrage Klimawandel UM
Umfrage zu den Folgen des Klimawandels

Dem Klimawandel entschlossen begegnen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schrittweise verringern - diese Ziele stehen im Vordergrund der Klimapolitik des Landes. Doch selbst bei einer begrenzten weltweiten Klimaerwärmung um zwei Grad, lassen sich für Mensch, Umwelt und Natur weitgehende Folgen ableiten und teilweise schon heute - auch in Baden-Württemberg - erkennen.

Über die gravierenden gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen sind sich die Menschen in sehr unterschiedlichem Umfang bewusst. Deshalb hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft eine Online-Umfrage im Beteiligungsportal des Landes gestartet. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Einschätzungen, Erwartungen und Vorschläge zum Umgang mit den Klimaveränderungen einbringen.

Die Ergebnisse fließen in die Anpassungsstrategie des Landes ein. Mit dieser will sich die Landesregierung gegen die zu erwartenden Klimafolgen wappnen, mögliche Chancen nutzen und Folgekosten verringern. Einen ersten Entwurf der Strategie hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft am 14. November vorgestellt.

Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums und nehmen Sie sich circa 15 Minuten Zeit, um die 19 Fragen zu den Auswirkungen des Klimawandels zu beantworten! Die Teilnahme ist bis zum 19. Dezember 2015 möglich.