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Kuppenförmiger Dünenrücken mit offenen Sandflächen
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Kuppenförmiger Dünenrücken mit offenen, vegetationsfreien Sandflächen (Blickrichtung Südost). Lebensraum für Pioniergesellschaften.

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Meldungen

09.02.2012 Einigung zum Kreislaufwirtschaftsgesetz mehr

09.02.2012 Anwendung der neuen Holzschutznormen DIN 68800-1 und DIN 68800-2 für bauliche An… mehr

08.02.2012 Mannheimer Reservekraftwerk GKM 3 erstmals in Betrieb mehr

02.02.2012 Niedrigere Feinstaubwerte im Jahr 2011 mehr

Weitere Nachrichten

Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Weißbruststockente, Unterer Neckar, Februar 2012
Weißbruststockente (Anas platyrhynchos ssp.), Unterer Neckar
(© C. Ritter)

Wildlebende Stockentenerpel neigen zu einer Bastardisierung mit anderen Entenarten. Gelegentlich kreuzen sie sich auch mit den von ihnen abstammenden Hausenten, die bei Kleinturzuchtvereinen häufig in Freilandhaltung gehalten werden. Danach tritt phänotypisch ein weißer „Latz“ an der Brust auf, die auf eine Bastardisierung mit weißen Hausenten zurückgehen dürfte.

Der Themenpark Umwelt ist ein Projekt, das von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, gemeinsam mit anderen Stellen, entwickelt wurde.

Im Rahmen dieses Internetportals findet der Besucher sowohl ausgewählte Informationen über Umwelt und Klima in Baden-Württemberg als auch zahlreiche Hinweise zu lokalen Umwelterlebnisorten. Unsere abwechslungsreiche Natur und Landschaft erbringen durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen für Umwelt und Erholung.

Leitmotiv dieses Internetportals ist, der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung und Bewahrung unserer Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form näher zu bringen. Das Informationsangebot umfasst derzeit ca. 2.700 Internetseiten.- Schauen Sie rein, es lohnt sich.


 

Jede 2. FSME-Erkrankung verläuft in Baden-Württemberg

 
Bild: Schildzecke, Acari, Ixodidae, Milbe
Vollgesaugte Schildzecke (Ixodes ricinus)
(© privat; Autor: M. Linnenbach)

Zecken sind 1-2 mm kleine blutsaugende Parasiten aus der Familie der Spinnentiere. Am Kopf besitzen sie einen Stechrüssel mit Widerhaken. Im vollgesaugten Zustand können sie bis zu 1 cm groß werden.

Zecken, darunter insbesonders die Schildzecken (Ixodiden), sind Überträger von gefährlichen Viren und Bakterien. Sie können unter anderem durch ihren Biss die Infektionskrankheiten Borreliose (Lyme-Desease) und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf den Menschen übertragen. Meist halten sich Zecken im Gestrüpp, in hohen Gräsern und Farnen oder im Unterholz (bis ca. 1,5 m Höhe) auf. Sie lassen sich meist von ihren potenziellen Wirten, die sie an Erschütterungen, Körperwärme und Duftstoffen erkennen, im Vorübergehen von der Pflanze abstreifen und krabbeln dann mehrere Stunden lang am Körper umher, bis sie eine passende Einstichstelle gefunden haben. Besonders die Kniekehlen, der Haaransatz, die Leistenbeuge und die feine Haut hinter den Ohren sind ein beliebtes Ziel.

Um Zecken möglichst fernzuhalten, sollte man lange, geschlossene Kleidung und feste Schuhe tragen.

 
Bild: FSME, Verbreitungskarte
FSME-Risikogebiete in Deutschland
(© public domain; Autor: Robert Koch-Institut, 2011)

Der Verursacher der Frühsommer-Meningoenzephalitis ist das FSME-Virus, ein humanpathogenes Virus aus der Familie der Flaviviridae. Die Bezeichnung Frühsommer kommt von der russischen Taigazecke, die nur im Frühjahr und Frühsommer aktiv ist. In Mitteleuropa dagegen sind Zecken ganzjährig - außer in kalten Wintern - aktiv.

06.02.2012 Zecken sind in Europa die bedeutendsten Überträger von Krankheitserregern. Besonders bekannt sind die Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningo-Enzephalitis - kurz FSME. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart (LGA) zählte für das Jahr 2011 nach eigenen Angaben insgesamt 201 FSME-Patienten. Dies sind 83 Betroffene mehr als im Jahr 2010. Somit liegt Baden-Württemberg bei der Infektionskrankheit bundesweit vorne. Derzeit zählen den amtlichen Angaben zufolge 42 der insgesamt 44 Stadt- und Landkreise zu den Risikogebieten (s. Karte). Der Regierungsbezirk Freiburg ist die Region mit den meisten gemeldeten Patienten. Die Stadtkreise Heilbronn und Ulm sind von FSME noch nicht betroffen.

Der direkte und indirekte Nachweis des FSME-Erregers ist meldepflichtig. Bundesweit gibt es demnach 409 neu Erkrankte. Nach Baden-Württemberg landet der Freistaat Bayern mit 165 Erkrankten auf Platz zwei. Experten erwarten mit der Klimaerwärmung noch bessere Bedingungen für die Ausbreitung von FSME. Insbesondere Personen, die sich viel im Freien aufhalten, sollten sich präventiv gegen FSME impfen lassen. Für einen vollständigen Impfschutz benötigt man drei Teilimpfungen. Nach der dritten Injektion sollte die erste Auffrischung innerhalb von drei Jahren erfolgen, die weiteren alle fünf Jahre.

Zecken und von Zecken übertragene Krankheiten sind von großer Bedeutung für die Gesundheit von Mensch und Tier. Über die Faktoren, die ihre Verbreitung und Dynamik beeinflussen, ist bislang nur wenig bekannt. Die etwas irreführende Bezeichnung "Frühsommer-Meningo-Enzephalitis" kommt von der russischen Taigazecke, die nur im Frühjahr und Frühsommer aktiv ist. In Mitteleuropa dagegen sind Zecken ganzjährig - außer in kalten Wintern - aktiv. Dies erhöht das Infektionspotential erheblich. Im Rahmen des Forschungsprogramm BWPLUS fördert das Umweltministerium Baden-Württemberg ein Projekt um den Einfluss von Wetter, (Mikro-)Klima, Habitat, Landnutzung, menschlichen Eingriffen und die Populationsdynamik von Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheitserregern in Baden-Württemberg genauer zu ermitteln.


 

Neue Schutzzonen-Verordnung für Wasserentnahme bei Sipplingen ab 26. Januar in Kraft

 
Bild: Bodenseewasserversorgung bei Sipplingen
Bodenseewasserversorgung bei Sipplingen
(© LUBW; Autor: LUBW)

Der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung (BWV) ist ein in weiten Teilen Baden-Württembergs tätiges Fernwasserversorgungsunternehmen, das 180 Verbandsmitglieder (146 Städte und Gemeinden und 34 Wasserversorgungs-Zweckverbände) mit Trinkwasser aus dem Bodensee (hier: Überlinger See) beliefert. Etwa 4 Millionen Bürger beziehen ihr Trinkwasser von der BWV. Die Wasserabgabe beläuft sich auf jährlich etwa 130 Millionen Kubikmeter.

 

 
Bild: Kanister
Gefahrenquelle Treibstoffe
(© public domain; Autor: JohnM)

 25.01.2012 Zum Schutz der Seewasserentnahmeanlagen des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung (BWV) haben das Landesministerium für Verkehr und Infrastruktur sowie das Landratsamt Bodenseekreis eine Verordnung erlassen. Kern der neuen Regelung ist ein rund 1800 Meter langer und etwa 400 Meter breiter Sperrbereich parallel zum Bodenseeufer ab dem Spetzgarter Hafen bis etwa zum Beginn des Kiesufers westlich des Seepumpwerks. Dieser darf von Wasserfahrzeugen jeglicher Art nicht befahren werden. Auch für Schwimmer und Taucher ist der Bereich tabu. Allerdings fallen ein 50 bis teilweise 100 Meter breiter Wasserstreifen entlang des Ufers und der Uferbereich selbst nicht in die Verbotszone. Baden und Wassersport mit nicht motorisierten Fahrzeugen sind dort weiterhin möglich.

Die Verordnung wird am 25. Januar 2012 im Gesetzblatt für Baden-Württemberg veröffentlicht sowie in den örtlichen Tageszeitungen verkündet und tritt einen Tag später in Kraft. Ihr ging ein entsprechender Antrag des Zweckverbands im April 2010 voraus. Die BWV strebt damit einen besseren Schutz ihrer Wasserentnahmestelle vor Anschlägen an. Mit den täglich bis zu 540 Millionen hier abgepumpten Litern Seewasser werden rund vier Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt.

Der anfängliche Entwurf der Verordnung hatte vorgesehen, dass die Sperrzone bis zur Uferlinie reichen sollte. Die Verkleinerung der Verbotszone um einen Wasserkorridor entlang des Ufers ist das Ergebnis eines intensiven Abstimmungs- und Moderationsprozesses von April bis August 2011 unter Federführung des Landratsamts Bodenseekreis. „Wir haben mit allen Beteiligten Gespräche geführt und nach Kompromissen gesucht, die den Schutzzweck nicht schmälern aber auch unseren Bürgern und Gästen entgegenkommen“, erklärt Norbert Schültke, Dezernent für Umwelt und Technik im Landratsamt. „Vor allem lag uns am Herzen, dass der Uferbereich weiterhin für die Naherholung nutzbar und erlebbar bleibt“, so der Behördenvertreter.

Insgesamt 174 Einzelpersonen, davon 136 auf Unterschriftenlisten, sowie 10 Vereine und Verbände hatten im Anhörungsverfahren zum Verordnungsentwurf Anregungen und Bedenken vorgebracht. Soweit die Verordnung die Ausübung des sogenannten Gemeingebrauchs - also das Baden, Tauchen und das Befahren mit kleineren unmotorisierten Fahrzeugen - im Bereich der Verbotszone betrifft, ist das Landratsamt zuständig. Die schifffahrtsrechtlichen Regelungen der Verordnung liegen in der Zuständigkeit des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur.

Die neue Verordnung sieht vor, dass die Verbotszone bei berechtigtem Interesse ausnahmsweise befahren werden darf. Das gilt insbesondere für die Berufsfischer und unter bestimmten Voraussetzungen für Mitglieder der örtlichen Wassersportvereine. Diese müssen sich jedoch vorher bei der BWV-Schaltwarte auf dem Sipplinger Berg telefonisch anmelden (Tel. 07551 8331131). Auch wenn eine Gefahr für Leib und Leben dadurch abgewendet werden kann, gilt das Verbot nicht.

Die Verbotszone endet auf der Seeseite an der Grenze der Schutzgebietsverordnung aus dem Jahr 1987. Diese hatte bereits das Befahren mit motorisierten Fahrzeugen im Bereich der Wasserentnahmeanlagen verboten. Die dort vorhandenen Bojen sollen teilweise auch zur Kennzeichnung der neuen Zone verwendet und deshalb neu beschriftet beziehungsweise ergänzt werden. Weitere Bojen sollen hinzukommen, teilt das Ministerium mit.

Eine Verletzung der Verbotszone stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu mehreren tausend Euro geahndet werden kann. Die Schaltwarte der Bodensee-Wasserversorgung wird die Verbotszone mit Videokameras überwachen.

Alle Infos auch auf www.bodenseekreis.de

Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg


 

Wettbewerb 'Umweltpreis für Unternehmen 2012' gestartet

 
Bild: Logo Umweltpreis 2012
Umweltpreis 2012 - Logo
(© UM)
 
Bild: Nachhaltigkeitskongress 2011
Umweltminister Franz Untersteller
(© StM; Autor: Staatsministerium)

Umweltminister Franz Untersteller im Gespräch mit Jugendlichen.

 
Bild: Kohler natürlich einrichten GmbH & Co. KG
Kohler natürlich einrichten GmbH & Co. KG - Preisträger 2008
(© UVM; Autor: Kohler GmbH & Co. KG)

Das 1996 gegründete Einzelhandelsunternehmen ist in den drei Bereichen "Natürlich Wohnen", "Gesundes Schlafen" (natürliche Bettinhalte) und "ergonomisch gesundes Sitzen" tätig. Peter Kohler ist seit 1991 in diesen Bereichen selbständig aktiv.

Anschrift
Keplerstraße 26
88453 Erolzheim
Telefon (08395) 93023
Telefax (08395) 93024
E-Mail info@kohler-einrichten.de
Internet www.kohler-einrichten.de

 
Bild: E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH, Oberderdingen
E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH, Oberderdingen - Preisträger 2010
(© UM)

Anschrift
Rote-Tor-Straße 14
75038 Oberderdingen
Telefon (07045) 45 0
Telefax (07045) 45 67 870
E-Mail
Internet www.egoproducts.com

Gründungsjahr 1931
Mitarbeiterzahl 6.000 Mitarbeiter E.G.O.-Gruppe weltweit, davon 1.800 am Standort Oberderdingen
Branche Elektrogerätebau
Standort Stammsitz in Oberderdingen, Sitz der internationalen Gruppe in Zug (Schweiz), Produktions- und Vertriebsgesellschaften weltweit

Umweltminister Franz Untersteller: „Umweltfreundliche Unternehmen sind Vorbilder für die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger“

 19.12.2011 Erstmals Preis für ‚Energieexzellenz‘ ausgelobt

Umweltminister Franz Untersteller hat am 19. Dezember 2011 in Stuttgart den Wettbewerb 'Umweltpreis für Unternehmen 2012' gestartet. "Immer mehr Unternehmen in Baden-Württemberg setzen auf betrieblichen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften und sind so Vorbilder für die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger im Land. Diese vorbildlichen Unternehmen wollen wir mit dem Umweltpreis auszeichnen", erklärte Untersteller. Mit dem Umweltpreis werden ökologisch herausragende und besonders qualifizierte Leistungen eines Unternehmens gewürdigt. Entscheidend für die Vergabe des Preises ist, dass der Betrieb beim Umweltschutz vorbildlich und wegweisend aufgestellt ist. Im Vordergrund stehen dabei neue Ideen und Ansätze, die mit Hilfe des Wettbewerbs bekannt werden und zur Nachahmung anregen sollen.

"Erstmals werden wir einen Jurypreis ‚Energieexzellenz‘ verleihen. Dieser ist für ein Unternehmen in Baden-Württemberg vorgesehen, das durch regenerative Energiegewinnung, konsequente Energiesparmaßnahmen und innovative Ideen zur Steigerung der Energieeffizienz besonders vorbildlich ist. In Anbetracht der großen Herausforderungen, die die Energiewende für unser Land darstellt, bin ich auf diesen Preisträger ganz besonders gespannt", so Untersteller.

Informationen:
Der Umweltpreis hat inzwischen Tradition. 1993 wurde dieser erstmals und 2012 wird er bereits zum 15. Mal verliehen. Über 150 Unternehmen wurden seither mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet. Der in zweijährigem Turnus ausgeschriebene Wettbewerb ist mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 50.000 Euro dotiert. Die Preisgelder müssen für betriebliche Umweltschutzmaßnahmen eingesetzt werden.

Der Jury gehören neben dem Umweltministerium auch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, die LUBW sowie Vertreter von Wirtschafts- und Umweltverbänden an. Im Sommer 2012 wird die Jury unter dem Vorsitz des Ministers für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft die Preisträger für den Umweltpreis 2012 nominieren. Folgende Kriterien sind dabei ausschlaggebend: Verringerung von Umweltbelastungen, Energieeffizienz, schonender Umgang mit Ressourcen, abfallvermeidende Maßnahmen, Einsatz innovativer Umwelttechnologien und umweltorientierte Unternehmensführung.

Die Bekanntgabe der Preisträger und die Verleihungen der Umweltpreise werden durch den Ministerpräsidenten und den Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg am 6. Dezember 2012 im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart erfolgen.

Bewerbungen können bis zum 30. März 2012 an die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW), Referat 21, Griesbachstr. 1 - 3, 76185 Karlsruhe gerichtet werden. Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen sind im Internet unter www.umweltpreis.baden-wuerttemberg.de erhältlich.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg


 

Winterfütterung der Vögel

 
Bild: Winterfütterung heimischer Singvögel
Blaumeise (Parus caeruleus) am Futterhäuschen
(© W. Detemple)

Blaumeisen kommen häufig in der Nähe des Menschen vor. Generell ist die Blaumeise ein Vogel des Flachlands, im Gebirge konzentrieren sich die Vorkommen weitgehend auf die Täler.

 
Bild: Amsel (Turdus merula) im Schnee
Amsel (Turdus merula)
(© W. Detemple)

Die Amsel (Turdus merula) wird auch Schwarzdrossel genannt (engl.: Common Blackbird).

Ursprünglich war die Amsel ein scheuer Waldvogel. Seit dem 19. Jahrhundert hat sie sich in Europa als Kulturfolger auch in siedlungsnahen Grünzügen sowie in größeren Gärten angesiedelt. Sowohl ihr Erscheinungsbild als auch ihr melodiöser, laut vorgetragener Gesang sind vielen Menschen vertraut. Das Männchen ist schwarz mit leuchtend gelben Schnabel, das Weibchen dunkelbraun und nur an der Kehle gefleckt (Foto zeigt ein Männchen).


"Wer mit frohem Gemüt
seinen Lebensweg zieht,
der macht mit ihr Bekanntschaft.
Ihr gebührt unser Dank,
denn ihr klarer Gesang
erfüllt Stadt, Dorf und Landschaft.
Sie ist nicht auf den Höh`n
im Gebirge zu seh`n,
nicht droben hoch beim Gamsel,
Sie belebt bei uns hier
auch das Gartenrevier
als guter Freund, die Amsel."

Dr. Wolfgang Frie, Auszug aus Liedtext "Das Lied der Amsel"

 
Bild: Dompfaff (2)
Dompfaff (Pyrrhula pyrrhula) - Männchen
(© privat; Autor: C. Ritter)

Dompfaff (Pyrrhula pyrrhula) - Männchen.

 
Bild: Kleiber
Kleiber (Sitta europaea) - Vogel des Jahres 2006
(© T. Dove; Autor: T. Dove)

Der Name des Kleibers (Sitta europaea) rührt daher, dass er den Eingang von Bruthöhlen der Spechte mit Lehm verklebt, um die Höhle selbst zu nutzen. Kleiber leben von Insekten, Spinnen und Samen. Die Jungvögel werden häufig mit Raupen gefüttert. Im Winterhalbjahr nehmen Kleiber hauptsächlich Baumsamen, wie Bucheckern und Haselnüsse, zu sich.. Durch kräftiges Hämmern mit dem Schnabel werden Samen und Füchte geöffnet.

Der Bestand in Baden-Württemberg ist weitgehend stabil. Bislang findet man den Vogel nicht auf der Roten Liste.

 
Bild: Buchfink
Buchfink (Fringilla coelebs), Männchen
(© privat; Autor: C. Ritter)

Der Buchfink (Fringilla coelebs) ernährt sich überwiegend von Samen aller Art. Sein bevorzugter Lebensraum sind lichte Laub- und Mischwälder. Nur in strengen Wintern verläßt er den Schutz der Wälder und dringt in den besiedelten Bereich in Haus- und Naturgärten vor, um dort auf Nahrungssuche zu gehen.

Das Männchen trägt ein blaugraues Gefieder an Kopf und Nacken, die Unterseite ist braunrot gefärbt. Das Weibchen ist auf der Oberseite grünlich-braun, auf der Unterseite heller grau-braun, der Schnabel des Weibchens ist hellbraun.

 
Bild: Rotkehlchen
Rotkehlchen (Erithacus rubecula)
(© T. Dove; Autor: T. Dove)

Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) aus der Familie der Fliegenschnäpper. Es ernährt sich hauptsächlich von kleinen Insekten, kleinen Spinnen und Würmern. Im Winter nimmt es ergänzend auch Früchte und kleinere, dünnschalige Samen zu sich (sog. Weichfutter).

 
Bild: Distelfink (Stieglitz)
Distelfink (Carduelis carduelis)
(© C. Ritter)

Distelfink (Carduelis carduelis) auch Stieglitz genannt. Der Vogel ist an Waldrändern, in Streuobstwiesen, in Feldgehölzen, in Heckenlandschaften und an Flussufern zu finden. Wenn Ruderalstandorte vorhanden sind, sucht er auch Kiesgruben, alte Gärten, Friedhöfe, Weinberge, Alleen und Parkflächen auf.

Der Vogel ernährt sich von halbreifen und reifen Samen von Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen. Weiche, unreife Samen werden mit dem Schnabel zunächst zerquetscht und gefressen. Reife Samen befreit der Stieglitz zuerst von den Hüllspelzen. Aus offenen Fruchtständen werden die Samen direkt herausgepickt.

 
Bild: Zaunkönig - Wren
Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)
(© T. Dove; Autor: T. Dove)

Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) lebt in Büschen, Hecken sowie im Unterholz von Wäldern. Stellenweise werden auch schilfreiche Habitate angenommen.

 

 
Bild: Kohlmeise
Kohlmeise (Parus major) am Meisenknödel
(© W. Detemple)

Kohlmeisen zählen zu den sog. Mischköstlern. Sie bevorzugen sowohl Weich- als auch Körnerfutter.

 
Bild: Weidenmeise
Weidenmeise (Poecile montana)
(© T. Dove; Autor: T. Dove)

Die Weidenmeise oder auch Mönchsmeise (Poecile montana, früher Parus montanus) genannt. Die Art brütet in Mischwäldern, Erlenbrüchen und anmoorige Flächen mit Weidenbeständen. Sie bevorzugt allgemein feuchte Gebiete mit morschen Gehölzen. Hier zimmert der Vogel oft eigene Bruthöhlen im Stamm abgestorbener Bäume.


Gefährdung

Rote Liste Baden-Württemberg Kategorie V - Vorwarnliste

Literatur:

Hölzinger, J., Bauer, H.-G., Berthold, P., Boschert, M. & Mahler, U.(2008): Rote Liste und kommentiertes Verzeichnis der Brutvogelarten Baden-Württembergs. Naturschutz-Praxis, Artenschutz 11.

 

 

 
Bild: Wanderfalke im Schnee
Wanderfalke (Falco peregrinus)
(© LUBW; Autor: D. Nill)
 
Bild: Schneestorch
Weißstorch im Schnee (12.02.2010)
(© KIT; Autor: Natura-TV)

Störche, die den Winter nicht im warmen Süden verbringen, werden hierzulande meist gefüttert.

 
Bild: Blässhühner auf Eis (Unterer Neckar)
Blässhühner auf dem zugefrorenen Neckar bei Ladenburg (Aufn. Januar 2009).
(© privat; Autor: C. Ritter)

Das Blässhuhn (Fulica atra), auch Blässralle genannt, ist ein guter Schwimmer und Taucher. Der Vogel ist in der Lage, bis 3 m tief zu tauchen. Der Tauchvorgang wird durch einen charakteristischen Kopfsprung ins Wasser eingeleitet. Es besitzt ein tief schwarzes Gefieder, einen weißen, spitzen Schnabel sowie den charakteristischen weißen Fleck (Hornschild) auf der Stirn. Männliche Exemplare sind am größeren Hornschild erkennbar.

Die Vögel bevorzugen flache Stillgewässer sowie langsam fließende Gewässer mit vielen Wasserpflanzen und einem dichten Schilfgürtel. Blässhühner ernähren sich von Wasserpflanzen und Wasserinsekten, aber auch von Gräsern an Land. Im Winter, wenn die Nahrung knapp wird, verzehren sie auch größere Mengen Süßwassermuscheln. Der Nestbau erfolgt meist im Schilf oder auch als schwimmende Strohinsel. Das Nest sowie die angrenzende Umgebung werden während der Brutzeit aggressiv gegen Eindringlinge verteidigt. Die Blässhuhnküken sind in den ersten Wochen grauschwarz gestreift mit rötlichem Kopf.

Trotz seines Namens gehört das Blässhuhn nicht zu den Hühnervögeln, sondern zu den Rallen- und Kranichvögeln (Gruiformes). Blässhühner sind in Baden-Württemberg nicht gefährdet. Die Art hat von der Einwanderung der Dreikantmuschel (Dreissena polymorpha) sowie von der Verringerung des Jagddrucks profitiert.

 
Bild: Hochwasser am Unteren Neckar, Wasservögel
Winterhochwasser am Unteren Neckar - Wasservögel in ihrem Element
(© C. Ritter; Autor: C. Ritter)

Stockenten, Höckerschwäne, Kanadagänse, Bläßhühner und Möwen - das Hochwasser führt sie alle zusammen.

 
Bild: Fasan (2) am Neckar
Fasan (Phasianus colchicus)
(© privat; Autor: C. Ritter)

Jagdfasan (Phasianus colchicus) oder kurz auch Fasan genannt. Auf der Landesfläche des heutigen Baden-Württemberg wurde der Fasan etwa im 18. Jh. für die Jagd im großen Stil eingebürgert. Das Foto zeigt ein männliches Exemplar. Fasane leben polygyn, d.h. auf einen Hahn kommen bis zu 5 Hennen. Für den Fasan kann bei längeren Frost- und Schneeperioden auf freier Feldflur eine Futterstelle hilfreich sein, die am Boden gelegen und durch eine Überdachung vor Schnee, Wind und Regen geschützt sein muss.

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In weiten Kreisen der Bevölkerung wird die Winterfütterung der Singvögel neben dem Aufhängen von Nistkästen als wichtiger Beitrag zum Vogelschutz betrachtet. 51% der Bundesbürger füttern Vögel gelegentlich, 28% sogar regelmäßig. Winterfütterung fördert zudem auch die Beziehungen der Menschen zur Natur und bietet eine Möglichkeit mit wildlebenden Tieren in Kontakt zu treten, sie kennen zu lernen und ihre Verhaltensweisen zu beobachten. Die pädagogische Wirkung der Winterfütterung auf Kinder durch Förderung des Verantwortungsbewusstseins gegenüber der einheimischen Tierwelt ist ebenso hoch einzuschätzen wie ihre beschäftigungstherapeutische Bedeutung.

Die Winterfütterung kann für einige Vogelarten ein Ausgleich für das im Winterhalbjahr eingeschränkte natürliche Nahrungsangebot sein. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung vermag die Winterfütterung zu zwei wichtigen Belangen des Vogelschutzes keinen wesentlichen Beitrag zu leisten: dem Artenschutz und der Hebung der Vogelbestände. Bei den von der Winterfütterung erreichten Arten handelt es sich fast durchweg um ausgesprochen häufige Arten, die nicht in ihrem Bestand bedroht sind.

Gerade weil Standvögel, die nicht wegziehen, dem Winter als hartem Selektionsfaktor ausgesetzt sind, liegt ihre Vermehrungsrate im Allgemeinen höher als bei den Zugvögeln. Hohe Winterverluste sind bei ihnen also »programmiert«. Die meisten Standvogelarten brüten in der Regel wenigstens zweimal, nicht selten auch dreimal (Grünfink, Goldammer, Amsel) oder gar viermal (Haussperling) im Jahr. Auch sind die Gelege relativ groß. Sie können beispielsweise bei Kohl- und Blaumeise bis zu einem Dutzend Eier umfassen. Dagegen haben die meisten einheimischen Zugvögel nur eine Brut im Jahr mit Gelegegrößen von durchschnittlich vier bis fünf Eiern. Bei geringer Wintersterblichkeit reagieren die Standvögel auf die damit verbundene erhöhte Bestandsdichte in der darauffolgenden Brutperiode mit geringeren Gelegegrößen.

Was ist bei der Winterfütterung zu beachten

Ein zu reichliches Futterangebot bei milden Wetterlagen im Winter bewirkt, dass der natürliche Ausleseprozess (Selektion) herabgesenkt wird. Auch suchen die Vögel nicht mehr so intensiv nach ihrem natürlichen Futter wie Wildkrautsämereien, Insekten oder Kleintiere.

Ungeeignetes Futter kann zu schweren Erkrankungen des Verdauungssystems führen, die auch tödlich ausgehen können. Insbesondere durch mangelnde Hygiene an den Futterstellen kann es zum Ausbruch von Seuchen kommen. Daran gehen nicht selten mehr Vögel zugrunde als an Hunger und strenger Kälte.

Grundsätzlich soll nur während der Wintermonate - etwa zwischen Anfang November und Mitte März - gefüttert werden und auch dann nur bei ausgesprochen strengen Wetterlagen, das heißt  bei Tagestemperaturen unter -5°C oder wenn durch Glatteis, Raureif oder Schnee die Vögel stark bei ihrer Nahrungssuche behindert werden.

Es ist günstig, die Tiers bereits im Spätherbst, vor dem Einsetzen des winterlichen Wetters, durch kleine Futtergaben an die Futterstelle zu gewöhnen. Bei übermäßiger Fütterung bei milden Wetterlagen begünstigt man die Seuchenverbreitung unter den Vögeln. Besonders ungünstig ist es, wenn die Fütterung bis in die Frühlingsmonate hinein ausgedehnt oder gar das ganze Jahr über stattfindet. Dann füttern die Vögel auch ihren Nachwuchs mit dem angebotenen Futter. Da jedoch bei den meisten Singvogelarten die Jungen für ihr Wachstum unbedingt tierisches Eiweiß benötigen und von den Elterntieren überwiegend oder ausschließlich mit Insekten, deren Larven und Puppen, Spinnen, Würmern und dergleichen gefüttert werden müssen, kann es dadurch zu schweren, oft tödlich endenden Entwicklungsschäden kommen.

Es sollte nach Möglichkeit frühmorgens und nachmittags, etwa zwei Stunden vor der einbrechenden Dämmerung, gefüttert werden. So haben die Tiere die Möglichkeit, sich vor Einbruch der langen Winternacht, die in Mitteleuropa bis zu 15 Stunden dauern kann, nochmals satt zu fressen.

Vogelarten bei der Fütterung

Die Vogelarten, die sich im Winter an den Futterstellen einfinden, lassen sich nach ihrer Ernährungsweise in zwei große Gruppen unterteilen: Körnerfresser und Weichfresser.

Bei Körnerfressern machen hartschalige Sämereien und Nüsse zumindest einen großen, oft sogar den überwiegenden Bestandteil der Nahrung aus. Typische Vertreter sind vor allem die Finkenvögel, Ammern und Sperlinge, deren kurze, dicke Schnäbel schon auf ihre Ernährungsweise als spezialisierte Samenknacker hindeuten. Doch auch Meisen, Kleiber und Spechte sind in der Lage, mit ihren harten Pfriemschnäbeln dickschalige Samenkörner aufzusprengen. Deshalb werden sie ebenfalls zu den Körnerfressern gezählt. Allerdings ernähren sich diese Vögel zumindest während der warmen Jahreshälfte überwiegend von Insekten. Ebenso werden Buchfink, Bergfink, Grünfink, Erlenzeisig, Stieglitz und Birkenzeisig zu den Samenknackern gezählt.

Körnerfuttergemische bestehen zu zwei Dritteln aus Sonnenblumenkernen, der Rest überwiegend aus Hanfkörnern. Beide Samenarten werden wegen ihres hohen Ölgehaltes von der überwiegenden Mehrzahl der körnerfressenden Vogelarten gerne angenommen. Je reichhaltiger das Futtergemisch, desto besser entspricht es den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der einzelnen Vogelarten. So bevorzugen beispielsweise Buch- und besonders Bergfinken Bucheckern, Dompfaffen die Samen von Ahorn, Esche, Großen Ampfer und Waldgeißbart, Goldammern mögen mehlhaltige Sämereien - vor allem Hafer, feinschnäblige Finkenarten wie Stieglitz oder Zeisig hingegen lieben feinkörnige Sämereien wie zum Beispiel Hirse, Mohn, Sommerrüben, Korbblütlersamen, Birken- und Erlensamen. Besondere Nahrungsspezialisten wie der extrem dickschnäblige Kernbeißer, aber auch Spechte, vermögen selbst Kirsch- und Pflaumenkerne aufzusprengen. Als besondere Leckerbissen für viele körnerfressende Vogelarten - vor allem für Meisen - gelten Walnussstücke und Piniensamen.

Einige der genannten Sämereien sind in käuflichen Waldvogelfuttermischungen enthalten. Ein gutes Waldvogelfuttergemisch ist im Normalfall völlig ausreichend. Viele Wildsämereien und Beeren kann man im Herbst auch selbst sammeln. Sonnenblumen lassen sich leicht heranziehen.

Im Fettfutter sind die Körner und Sämereien mit Rinder- oder Hammeltalg zu einer kompakten Masse vermischt, die sich speziell für Meisen, Kleiber und Spechte eignet. Bei den im Handel erhältlichen Fettfuttermischungen sollte man darauf achten, dass die Ware nicht überaltert ist, denn das darin befindliche Talggemisch wird mit der Zeit ranzig und unbekömmlich.

Zu den Weichfressern gehören sehr unterschiedliche Singvogelarten, deren Nahrung aus feinen Sämereien und vor allem tierischer Kost besteht. Nur wenige Arten, wie Amsel, Rotkehlchen und Star, sind häufige und regelmäßige Besucher der Futterstellen, vor allem in Stadtgebieten. Die meisten Arten kommen mehr oder weniger sporadisch und sind nur in oder nahe bei Waldgebieten zu erwarten, wie der Zaunkönig oder die Heckenbraunelle. Von den Spechten ist der Buntspecht der häufigste Gast. Eher nicht an Futterstellen zu sehen sind Singdrossel, Wacholderdrossel, Rotdrossel, Schwanzmeise, Gartenbaumläufer, Waidbaumläufer, Wintergoldhähnchen, Seidenschwanz und Haubenlerche.

Gelegentlich finden sich auch Rabenvögel an den Futterstellen der Weichfresser ein, vor allem die Elster, in Waldgebieten der Eichelhäher und in der Nadelwaldregion der Mittelgebirge der Tannenhäher. Rabenvögel sind Allesfresser, die alle Futtersorten und auch Fleisch annehmen. Daneben gibt es noch die sogenannten Mischköstler Kohlmeise, Blaumeise, Sumpfmeise, Weidenmeise, Tannenmeise, Haubenmeise, Kleiber, Buntspecht, Mittelspecht und Grauspecht. Diese Arten nehmen Körner- und Weichfutter an.

Verschiedene Beeren - auch im getrockneten Zustand - eignen sich: Holunder, Eberesche (»Vogelbeere«), Liguster, Mehlbeere, Schneeball, Efeu, Pfaffenhütchen, Weißdorn, Hagebutten und Rosinen. Haferflocken am besten, wenn sie im heißen Fett gewälzt wurden, zerquetschte Hanf-, Weizen- und Sonnenblumenkörner sowie ungesalzener gekochter Reis. Äpfel und Birnen, die sogar schon angefault sein können, sind bei Amseln und Wacholderdrosseln sehr beliebt. Sie sollten aber keinesfalls in kleine Stücke zerschnitten werden. Manche Weichfresserarten, wie Lerchen und Heckenbraunellen, nehmen auch gerne feine Sämereien wie Mohn-, Salat-, Wegerich-, Hirtentäschel- und Grassamen.

Ein Problem von Futtermischungen aus dem Handel ist, dass diese Mischungen Samen von allergieauslösenden Pflanzen enthalten können (z. B. Ambrosia artemisiifolia).

Die im Handel erhältlichen Weichfuttergemische enthalten normalerweise einen sehr hohen Anteil an tierischem Eiweiß in Form von getrockneten Krebsen und Insekten. Jedoch kann die Qualität sehr unterschiedlich sein. Nicht selten enthalten sie trotz der Bezeichnung »Insektenfresserfutter« überwiegend Weißbrotkrümel und Haferflocken und nur zum geringeren Teil tierische Bestandteile.

Tierisches Futter wie lebende Mehlwürmer oder getrocknete Ameisenpuppen ist zwar für die Weichfresser ein ganz besonderer Leckerbissen, jedoch erfrieren Mehlwürmer draußen sehr schnell. Auf Ameisenpuppen sollte aus Gründen des Artenschutzes lieber verzichtet werden. Ein sehr gut geeignetes Futter ist Fleischmehl.

Nur bei niederschlagsfreiem strengem Frostwetter, wenn die meisten offenen Wasserstellen zugefroren sind, können die Vögel unter Durst leiden. Normalerweise vermögen sie ihren im Winter ohnehin geringeren Flüssigkeitsbedarf aus Schnee, Tau oder Rauhreif sowie aus der Nahrung hinreichend zu decken. In aufgestellten Wasserschalen können sich leicht gefährliche Krankheitskeime vermehren. Unerfahrene, im städtischen Bereich lebende Vögel werden auch bei kaltem Wetter leicht dazu verleitet, ein Bad zu nehmen. Nasses Gefieder kann den Verlust der Flugfähigkeit zur Folge haben und die Wärmeisolation wird vermindert. Deshalb sollten Trinkwasserschalen soweit mit Kies aufgefüllt sein, dass keine Bademöglichkeit besteht.

Winterfuttergeräte und Futterplätze

Futtergeräte und Futterhäuser sollten in wind- und regengeschützter Lage aufgestellt oder angebracht werden. Auch sollten sie so konstruiert sind, dass das Futter nicht durch Schnee oder Regen nass werden kann. Als Zufluchtsorte bei Gefahr sollten Bäume und Sträucher im Umkreis von 1,5 bis 2 Meter für die Vögel erreichbar sein.

Eine häufige Reinigung der Futterhäuser ist unbedingt erforderlich, da mit Kot verschmutztes Futter schnell zum gefährlichen Seuchenherd werden kann. Die Gefahr einer Seuchenübertragung ist bei Futtergeräten zum Aufhängen beträchtlich reduziert. Durch herabgefallenes Futter besteht nur eine geringe Infektionsgefahr. Futtersilos aus Kunststoff sind leichter zu reinigen als Holzkonstruktionen, jedoch kann sich an ihren Innenwänden leicht Kondenswasser niederschlagen. Hölzerne Silogeräte haben sich besser bewährt.

Manche Feinschmecker unter den Vögeln suchen aus einem dargebotenen Körnergemisch nur eine bestimmte Körnersorte heraus. Dadurch wird viel Futter in die Umgebung zerstreut. Dies verhindern mehrere dicht beieinanderstehende Silos, die jeweils nur eine bestimmte Futtersorte anbieten.

Die überwiegende Mehrzahl der Weichfresser, aber auch manche Finkenvögel wie Buchfink, Bergfink und Goldammer, suchen ihre Nahrung bevorzugt am Boden. Eine gute Möglichkeit Kleintiere anzulocken ist es, im Herbst anfallendes Laub unter Sträucher und Hecken zu kehren oder Laubhaufen an windgeschützten Stellen zu errichten, damit sich dort Insekten einnisten können. Diese Stellen werden dann im Winter vom Schnee befreit und können von den Vögeln als Nahrungsquelle genutzt werden.

Als spezieller Bodenfutterplatz für Weichfresser eignet sich eine große umgelegte Holzkiste, deren eine Schmalseitenwand entfernt wird und deren obere Breitseitenwand eine Stütze erhält. Das Futter sollte in flachen Schalen angeboten werden, um auch hier einer Infektionsgefahr durch mit Kot verschmutztes Futter vorzubeugen.

Für die ganz kleinen Weichfresser - Wintergoldhähnchen, Baumläufer, Zaunkönige, Schwanzmeisen - eignen sich mit Futterbrei bestrichene abgebrochene Zweige, die mit einem 30 cm langen Draht an einem Ast befestigt, herabhängen und so für größere konkurrierende Vogelarten nicht erreichbar sind. Lebende Nadelbäume sollten allerdings nicht mit Futterbrei bestrichen werden, da dann die Nadeln leicht absterben.

Welche Maßnahmen helfen beim Auftreten einer Seuche?

Die Futterstelle wird geschlossen, der Platz darunter wird umgegraben und die Futtergeräte werden mit heißem Wasser gereinigt. Reinigungs- oder Desinfektionsmittel sollten möglichst nur in besonders schweren Fällen zu einsatzkommen, da etwaige Rückstände dieser Mittel das Futter leicht verderben können.

Da manche Salmonellenarten auch auf Menschen übertragbar sind, sollten kranke oder tote Vögel nach Möglichkeit nicht angefasst werden. Auf jeden Fall müssen aber später die Hände gewaschen werden. Eine erfolgreiche Behandlung seuchenkranker wildlebender Vögel ist ohnehin kaum möglich. Tote Tiere werden abseits vergraben. Bei einem Auftreten von Massensterben sollte das nächstgelegene Veterinäramt verständigt werden.

Die Winterfütterung anderer Vogelarten

Hühner- und Wasservögel, besonders aber Greifvögel und Eulen, geraten durch die Unbilden des Winters oftmals noch viel mehr in Bedrängnis als Singvögel. Bei ihnen kann es zu sehr hohen Verlusten kommen. Bei manche Arten dieser Gruppen leisten winterliche Hilfsmaßnahmen - im Gegensatz zur Singvogelfütterung - tatsächlich oftmals einen Beitrag zum Artenschutz (Beispiel Schleiereule). Solche Vorhaben sollten jedoch nur in enger Zusammenarbeit mit den Beauftragten für Naturschutz und den örtlichen Vogelschutzgruppen erfolgen.

Greifvögel, die in erster Linie andere Vögel schlagen, wie Sperber und Habicht, erfahren normalerweise durch den Winter wegen des vermehrten Angebotes an geschwächten Vögeln keine wesentlichen Beeinträchtigungen. Für ausgesprochene Mäusejäger, wie Turmfalken, Mäusebussarde, überwinternde Milane und auch Rauhfußbussarde (Wintergast) stellen extreme Wetterlagen, wie lang andauernde Frostperioden mit hoher geschlossener Schneedecke oder plötzliche Kälteeinbrüche mit Eisregen, durch das dadurch verminderte Nahrungsangebot bedrohliche Situationen dar. Eine wirksame Hilfe für Greifvögel ist das Anbringen von sogenannten Ansitzwarten an mäusereichen Stellen, zum Beispiel an südexponierten und somit schnell schneefrei werdenden Böschungen und Feldrainen. Neben Scheunen oder Mieten (Stapel von Getreidegarben, Stroh oder Heu) locken ausgestreute Dreschabfälle Mäuse als Beute für die Greifvögel an. Eine weitere Hilfe ist das Einrichten von sogenannten Luderplätzen, auf denen tote Kaninchen, Hasen und Fallwild, aber auch Muskelfleisch und Innereien aus der Metzgerei ausgelegt werden.

Als hochspezialisierte Mäusejäger, die im Gegensatz zu vielen Taggreifvögeln nur auf lebende Beutetiere ansprechen, sind die einheimischen Eulenarten (Schleiereule, Waldohreule, Sumpfohreule, Wald- und Steinkauz) im Winter oft besonders hart betroffen. Ihre Sterblichkeit kann beträchtliche Ausmaße annehmen. Besonders ungünstig sind hohe Schneelagen. Dann bleiben die Mäuse unter dem Schnee verborgen. Auch die Möglichkeiten - besonders für Schleiereulen - in Dorf- und Feldscheunen auf Mäusejagd zu gehen, sind sehr stark eingeschränkt, da die Einfluglöcher (»Eulenlöcher«) um Verschmutzungen zu verhindern, verschlossen wurden und diese bei neuen Scheunenbauten gar nicht mehr vorhanden sind. Eine Hilfsmaßnahme für Eulen ist, Mäuse anzulocken durch ausstreuen von Stroh.

Das Füttern der Wasservögel ist nur dann nötig, wenn in besonders strengen Wintern Seen und Flüsse zufrieren und auch die umliegenden Wiesen und Felder mit Schnee bedeckt sind. Da der Nahrungsbedarf vieler Wasservögel sehr hoch ist, muss in Extremfällen die Winterfütterung dann in großem Stil erfolgen. Enten, Gänse, Schwäne, Blaß- und Teichrallen füttert man mit Getreide, Hühnerfutter, Kleie, geschroteten Eicheln und gedämpften Kartoffeln, Rübenschnitzeln, Salatresten, Obstabfällen, als Zusatz auch Brotreste. Für Gänse ist besonders Hafer, für Schwäne eine Getreidemischung ein gut bewährtes Ersatzfutter. Die Winterfütterung der Fischfresser unter den Wasservögeln - Säger, Reiher, Taucher und Eisvögel - macht hingegen mehr Schwierigkeiten. Graureiher, Rohrdommeln und Eisvögel lassen sich nur mit kleinen lebenden Fischen füttern, die man in einem engmaschigen Korb ins Wasser hängt.

Auch für Hühnervögel wie Rebhühner und Fasanen kann bei langen Frost- und Schneeperioden auf freier Feldflur eine Futterstelle hilfreich sein, die am Boden gelegen und durch eine Überdachung vor Schnee, Wind und Regen geschützt sein muss.

 

 


 

60-jähriges Landesjubiläum Baden-Württemberg 2012

 
Bild: Ketsch um 1950, Rhein-Neckar-Kreis
Ketsch am Rhein um 1952, Speyerer Straße, heutige K 4250
(© LUBW; Autor: Foto-Scholz)

Ford Taunus 12M (sog. Weltkugeltaunus) auf dem Rheindamm am südlichen Ortsausgang von Ketsch (heutige Kreisstraße 4250). Das Kennzeichen trägt ein A = amerikanische Besatzungszone. Im Hintergrund die alte Brücke zur Rheininsel und die katholische Kirche St. Bastian. Blühende Obstäume sowie Leitpfosten aus Granit begleiteten damals den Straßenrand.

 
Bild: Steinbruch am Hörnle (1952)
Jura-Steinbruch am Hörnle bei Dettingen (Aufn. 1952)
(© LUBW; Autor: Hans Schwenkel )

Der Jura-Steinbruch am Hörnle im Jahr 1952.

Der riesige ehemalige Steinbruch an der Nordflanke des Dettinger Hörnle war von 1902 bis 1974 Materiallieferant für das Nürtinger Zementwerk (später Portland-Zementwerke-Heidelberg). Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg boomte die Baustoffindustrie. Mit der Erschließung weiterer landschaftlicher Flächen, insbesondere dem anvisierten Totalabbau des Höhenzuges Hörnle, brach Mitte der 1950er Jahre der offene Konflikt mit den Verbänden des Natur- und Landschaftsschutzes aus. Auch die Bürger von Dettingen/Erms lehnten mit großer Mehrheit die gravierenden landschaftlichen Eingriffe ab. Das Land Baden-Württemberg erteilte daraufhin nur eine eingeschränkte Abbaugenehmigung. Als Mitte der 1970er Jahre ein Einbruch der Baukonjunktur die Zementindustrie zu Rationalisierungsmaßnahmen zwang, wurden das Zementwerk Nürtingen sowie die umliegenden Steinbrüche wegen Unrentabilität stillgelegt.


Literatur

Schwenkel, Hans (Hrsg.) (1953): Heimatbuch des Kreises Nürtingen (Bd. 2), S. 775 - 923.

 

Vor 60 Jahren wurde das Bundesland Baden-Württemberg gegründet. Am 25. April 1952 entstand aus den damals bestehenden Ländern Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern der neue Südweststaat Baden-Württemberg. Die württembergischen und badischen Landesteile wurden nach dem 2. Weltkrieg als sogenannte „Landesbezirke“ geführt. Der Landesbezirk Baden hatte seinen Sitz in Karlsruhe und war nur annähernd halb so groß wie der württembergische Landesbezirk mit der Hauptstadt Stuttgart.

Das 1949 verfasste Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland enthielt über den Artikel 29 den Auftrag zur Neugliederung der Bundesländer, .. „um zu gewährleisten, dass die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit die ihnen obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen können“.. (Art. 29, Abs. 1 GG). Um eine Regelung durch den Bund zu vermeiden, führten die Länder Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern am 16. Dezember 1951 eine Volksabstimmung zur Vereinigung durch. In der Abstimmung votierte die Bevölkerung mit klarer Mehrheit für eine Länderfusion. Das Bundesland Baden-Württemberg wurde daraufhin am 25. April 1952 gegründet.

Heute ist Baden-Württemberg für seine Bürgerinnen und Bürger längst zur Selbstverständlichkeit geworden, geprägt von regionaler Vielfalt und kultureller Offenheit. Das Jubiläum ist der Jahresschwerpunkt 2012 der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Hier sollen Rückblicke genauso möglich sein wie Ausblicke. Gegenwarts- und Zukunftsfragen wie die um mehr Bürgerbeteiligung oder die Gestaltung der Integration erhalten ein besonderes Gewicht.

Das vorliegende Faltblatt informiert Sie über das Gesamtangebot der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zum Landesjubiläum 2012 – Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Internetangebote und Ausstellungen.

Download Flyer (PDF 1,3 MB)


 

Rheinbrücke Karlsruhe-Maxau: Halbseitige Sperrung für Instandsetzungsarbeiten im Sommer 2012

Bild:  Rheinbrücke Karlsruhe-Maxau
Rheinbrücke bei Karlsruhe-Maxau
(© RP Ka)

Die  Rheinbrücke bei Karlsruhe-Maxau, erbaut 1966 mit einer Fahrbahnbreite 2 x 11,25 m. Die Probebelastung vor der Freigabe erfolgte am 06. Dezember 1966 mit 20 Panzerwagen der französischen Armee von je 42 t Gewicht.

Frühzeitige Information für Verkehrsteilnehmer

Karlsruhe 17.01.2012 Die Rheinbrücke Karlsruhe-Maxau wird wegen Instandsetzungsarbeiten in der Zeit vom 4. Juni bis 30. September 2012 halbseitig gesperrt. In diesem Zeitraum stehen im Bereich der Rheinbrücke nur zwei Fahrstreifen in jede Fahrtrichtung zur Verfügung.

Ab Dienstag, den 29. Mai 2012 (nach dem Pfingstwochenende) wird mit dem Einrichten der Verkehrssicherung begonnen, so dass ab diesem Zeitpunkt mit Verkehrsbehinderungen auf der B 10 zu rechnen ist. Die halbseitige Sperrung wird erforderlich, da die Fahrbahnübergangskonstruktionen an beiden Brückenenden ausgetauscht, die Tragkabel geprüft und gleichzeitig deren Deckanstrich erneuert werden müssen. Der Zeitraum für die Instandsetzungsarbeiten wurden mit den zuständigen Behörden in Rheinland-Pfalz abgestimmt.

Quelle: Regierungspräsidium Karlsruhe